Google Chrome mit WebGL 2.0 sorgt für erweiterte 3D-Grafik im Browser

19. März 2017 Kategorie: Google, Internet, Software & Co, geschrieben von: André Westphal

Google Chrome ist an sich bereits bei der Version 57 angekommen. Nicht nur an PCs mit Windows, Linux und macOS, sondern auch an mobilen Endgeräten gibt Chrome 57 seinen Einstand. Trotzdem spricht Google nun mit etwas Verspätung über ein Feature, das ab Version 56 hinzugekommen ist: WebGL 2.0. Jene API für Browser hat im Januar auch erst in Mozilla Firefox in der neuen Variante 51 Einzug gehalten. WebGL 2.0 schaltet im Browser via Hardwarebeschleunigung fortgeschrittene 3D-Grafik-Effekte frei. Zunächst führt Google die Unterstützung in Chrome ab Version 56 in Windows, Linux und macOS ein.

Laut Google soll Android allerdings bald folgen. Es gibt auch schon eine Demo-Website, die ihr im Browser aufrufen könnt. Dort prangt dann das Logo für WebGL 2.0, das ihr mit der Maus manipulieren könnt. Dabei entstehen sehr schön anzusehende Partikeleffekte, die erst dank der API in dieser Form möglich sind. Über die Demo seht ihr dann auch gleich, ob die Unterstützung bei euch funktioniert.

WegGL 2.0 erleichtert es Entwicklern 3D-Anwendungen bzw. -Grafiken im Browser zu verwenden, da die Schnittstelle verbesserte Texturen, Shader und reduzierte VRAM-Belastung mit sich bringt. Über WebGL 2.0 sind Deferred Shading, Tone Mapping, volumetrische Effekte und erweiterte Partikeleffekte anwendbar. Durch die neue Version zieht man quasi mit OpenGL ES 3.0 gleich, das ihr von Mobile-Games kennt.

Laut Google bestehe Chrome zu 100 % alle Kompatibilitätstests und unterstütze WebGL 2.0 daher komplett – egal welche GPU bzw. Grafikkarte in eurem Gerät werkelt. Ihr könnt euch bei Github auch die Dateien zu WebGL 2.0 ansehen. Falls ihr noch weiter herumprobieren wollt, empfiehlt sich auch die interaktive Demo „After the Flood“.

Sollte WebGL 2.0 bzw. sollten die verlinkten Demos bei euch nicht funktionieren, kann es sein, dass ihr erst eure Grafikkarten-Treiber aktualisieren müsst. Bei mir liefen die Demos in Chrome 57 einwandfrei.

(via Chromium Blog)

Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

André hat bereits 2460 Artikel geschrieben.