Google Chrome entfernt sich noch weiter von Adobe Flash

16. Mai 2016 Kategorie: Google, Internet, Software & Co, geschrieben von: André Westphal

chrome artikel logoAdobe Flash ist vom Lieblingskind aller Webdesigner zu Grund Numero Uno für Augenrollen seitens aller Web-Entwickler und -Nutzer geworden. Seit HTML5 großflächig eingesetzt wird, ist der Nutzen von derartigen Plug-Ins geschwunden. Zudem ist Flash für seine Sicherheitslücken bekannt. Das ist auch für Google natürlich alles nichts Neues und so beschleunigt man nun in seinem Browser Chrome den Abschied von Flash. HTML5 soll als Standard festgelegt sein, so dass Flash-basierte Websites nur noch bei den Top-10-Domains automatisch angezeigt werden soll. In allen anderen Fällen wird Chrome ab dem vierten Quartal 2016 automatisch die HTML5-Variante der jeweiligen Website ausliefern.

Sollte Flash außerhalb der Top-10-Domains mit dem Plug-In von einer Site vorausgesetzt werden, erhalten die Nutzer eine explizite Anfrage seitens Chrome dazu, ob sie Flash erlauben wollen. Schleichend drängt man das Plug-In damit vollends ins Aus. Begonnen hat der Prozess in Google Chrome allerdings ohnehin bereits: Seit September 2015 etwa grenzt Chrome Flash-Animationen aus, die nicht zentral für die Funktionsfähigkeit der Website sind. Dazu zählen Zusatzanimationen aber auch Flash-basierte Werbung. Jetzt geht es aber eben auch Flash-Browsergames und -Videos an den Kragen.

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Solltet ihr als Anwender in Chrome übrigens einer Website erlauben Flash zu verwenden, kann dies gespeichert werden. Ihr müsst dann also nicht bei jedem neuen Aufruf erneut eine Entscheidung treffen. Seine Whitelist zu den zehn meistbesuchten Flash-Websites wolle Google laut eigenen Aussagen zudem regelmäßig aktualisieren.

Werdet ihr Flash hinterhertrauern? Google wird das sicherlich nicht, denn das Unternehmen plant den Abschied von Adobes Plattform schon seit längerer Zeit. Im Januar 2015 etwa wechselte man auch für YouTube von Flash zu HTML5 als Standardeinstellung. Seit Februar 2015 wandelt Google außerdem Flash-Werbung automatisch zu HTML 5 um. Ab Januar 2017 will Google dann gar keine Flash-Werbung mehr anzeigen.

(via VentureBeat)

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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

André hat bereits 1976 Artikel geschrieben.