Google-CEO Page: „Apples Zorn auf Android ist nur Show“

9. April 2012 Kategorie: Android, Google, geschrieben von:

Endlich hat sich Google-CEO Larry Page mal wieder im Interview zu Wort gemeldet – das erste Mal, seit er vor ’nem Jahr wieder das Google-Steuer übernommen hat. Gegenüber Bloomberg äußerte er sich zu den Aussichten von Google in verschiedenen Bereichen, stellte noch einmal heraus, dass Google immer noch nicht böse sei – und stichelte natürlich auch ein wenig gegen die Konkurrenz.

Er gab auch zu, dass man die menschliche Komponente viele Jahre lang unterschätzt habe. Deswegen freut er sich um so mehr, dass Google+ von den Nutzern so gut angekommen wird. Natürlich kann man sich von den Zahlen noch lange nicht mit Facebook messen, dennoch hat man den besten Start eines Social Networks hingelegt.

Ansonsten sieht er Google noch genau da, wo es schon vor 10 Jahren stand, zumindest was die Strategie angeht. Noch immer möchte Google die Welt verbessern, uns durch neue Technologien das Leben erleichtern.

Er kann logischerweise auf Erfolge verweisen und sieht Google auch für die nahe Zukunft gut aufgestellt. Dennoch konnte Page es sich nicht verkneifen, ein wenig gegen die Konkurrenz zu sticheln. So findet er es nicht besonders freundlich von Facebook, dass zwar unzählige Gmail-Daten zum Social Network importiert werden, aber nichts wieder den Weg raus findet – und zudem kann er nicht nachvollziehen, dass Facebook behauptet, dass diese Daten nicht den Nutzern gehören – Page nennt das „unsinnig“.

Ebenfalls im Fokus des Google-Chefs: die Patentstreitigkeiten mit Apple. Zunächst einmal ist er der Meinung, dass der Zorn aus Cupertino in Sachen Android nur gespielt ist. Man inszeniert die Show, weil es Sinn macht, einen Gegner auf Augenhöhe zu haben. Darüber hinaus ist er der Meinung, dass man lieber Geld in Innovationen stecken sollte, als eine Heerschar Anwälte damit zu bezahlen. Dabei erwähnte er aber nicht explizit Apple, von denen man auch mit gutem Gewissen ausgehen kann, dass sie in der Kriegskasse genügend Kohle für die Entwicklung neuer Produkte haben, obwohl sie viele Anwälte bezahlen. Zudem habe er zu Steve Jobs ein gutes Verhältnis gepflegt und sich stets angenehm mit ihm ausgetauscht.

Quelle: Businessweek

 


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