Google Cardboard: Virtual Reality im Eigenbau oder als Bausatz

26. Juni 2014 Kategorie: Android, Google, Hardware, Mobile, Wearables, geschrieben von:

Ich möchte nicht so weit gehen, Google Cardboard als Highlight der I/O Keynote zu bezeichnen, aber für den Geek in Euch ist es sicher genau das Richtige. Eine Virtual Reality Brille, die man selbst zusammenbaut, das Smartphone oder Tablet als Display nutzt. Natürlich benötigt man einige Materialien dafür, die man teils vielleicht sogar zu Hause herumliegen hat, teils aber eben auch nicht. Um die einzelnen Bauteile zu bekommen, muss man ein bisschen suchen, wer ein Komplett-Paket möchte, kann dies aber auch bestellen.

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Die Anleitung zum Zusammenbau eines eigenen Cardboard-Devices ist direkt bei Google verfügbar. Neben herkömmlichen Bastelmaterialien wie Schere und Kleber benötigt man Pappe, Linsen, Magnete, Klettband, Gummiband und optional einen NFC-Tag. Die Linsen, die Google verwendet, stammen von Durovis. Carsten hatte die VR-Brille von Durovis schon einmal ausprobiert.

Wer die Materialien nicht selbst zusammensuchen möchte, kann sich auch ein Bastel-Kit bestellen. Dieses stammt allerdings nicht von Google, sondern von einem Shop in Amerika, der die Einzelteile zusammenstellt. Leider ist der Preis für Deutschland wesentlich höher, als das Bastel-Kit auf den ersten Blick scheint. Dieses gibt es bereits ab 19,95 US-Dollar (ohne NFC-Tag, mit 24,95). Das Set mit NFC-Tag kostet im Endeffekt für deutsche Kunden 53,44 US-Dollar, wobei hier auch noch Einfuhrgebühren hinzukommen können. Das Set findet Ihr hier.

Google_Cardboard_02

Hat man Cardboard fertig zusammengebaut, kann man sein Smartphone darin platzieren und verschiedene Anwendungen nutzen. Hierfür stellt Google eine App bereit, die Cardboard App. Mit der App kann man dann Google Earth, YouTube Videos oder auch Photospheres über die VR-Brille betrachten. Witzige Geschichte, wenn auch noch in einem experimentellen Stadium. Da sich Google der Sache angenommen hat, wird es sicher bald mehr Apps geben, die damit nutzbar sind, was natürlich auch der Durovis Dive zu einem Aufschwung verhelfen könnte.

Und, werdet Ihr Euch eine VR-Brille aus Pappe basteln?


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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