Google entfernt „Bomb Gaza“ aus dem Play Store

5. August 2014 Kategorie: Android, Google, geschrieben von:

Google lässt bekanntlich erst einmal jede App in den Play Store, einen Prüfungsprozess, wie man ihn vielleicht von Apple kennt, gibt es nicht. Und so kommt es auch immer wieder vor, dass es Apps in den Store schaffen, die moralisch vielleicht nicht ganz unbedenklich sind. So auch im aktuellen Fall, über den Reuters berichtet. Es geht um ein Spiel namens „Bomb Gaza“. Dieses wurde zuerst in den Play Store gelassen und danach wieder entfernt. Ziel des Spiels: Bomben werfen, aber zivile Opfer vermeiden.

play_logo

Angesichts der aktuellen Lage im Israel/Gaza-Konflikt sicher ein Spiel, das man durchaus als unangemessen sehen kann. Solche Apps polarisieren natürlich, da können einem auch Rezensionen bei mageren 1.000 Downloads laut vorkommen. Auf jeden Fall hat Google das Spiel nach Entrüstungen in den Rezensionen und auch auf der Facebook Seite des Entwicklers aus dem Store entfernt, so wie es schon öfter der Fall bei politisch bezogenen Games war.

Google begründet die Entfernung von „Bomb Gaza“ mit der Verletzung der Google Play Richtlinien, welche genau verletzt wurden, wird aber nicht kommuniziert. Ohne das Spiel selbst gesehen zu haben, ist es schwierig, hier ein Urteil abzugeben. Letztendlich muss man so oder so Googles Entscheidung akzeptieren, das Spiel zu entfernen. Die Frage ist eben nur, ob Google nicht besser dastehen würde, wenn es solche Apps überhaupt nicht erst in den Store schaffen. Eine Suche nach Gaza im Google Play Store bringt übrigens auch weitere Spiele dieser Art zum Vorschein, da waren aber wohl die Beschwerden noch nicht laut genug.


Du entscheidest mit! Wir suchen das Smartphone des Jahres 2017! Jetzt abstimmen!

 

Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Sascha hat bereits 9377 Artikel geschrieben.