Google: Anfragen von Behörden zur Herausgabe von Nutzerdaten hat sich in den letzten 3 Jahren verdoppelt

14. November 2013 Kategorie: Backup & Security, Google, Internet, geschrieben von:

Seit 2010 veröffentlicht Google den sogenannten Transparenzbericht, der Auskunft über Behördenanfragen gibt. Im Zuge des NSA-Datenskandals machte sich Google zudem dafür stark, weitere Details veröffentlichen zu dürfen. Das heutige 8. Update des Transparenzberichts enthält allerdings erneut nur die Zahlen, die auch veröffentlicht werden dürfen. Ein kleiner Seitenhieb an offizielle Stellen hat man in dem Bild eingebaut (siehe rechts unten).

Google_Transparenzbericht_11_13

Die Statistiken zeigen, dass die Anfragen stark steigen. Logisch, die Dienste werden ja auch mehr genutzt. Die amerikanischen Behörden verlangen am meisten Auskunft über die Nutzer, im ersten Halbjahr 2013 wurden 10.918 Anfragen gestellt, das entspricht knapp der Hälfte aller Anfragen. Deutschland liegt mit 2.311 Anfragen auf Platz 3 hinter Indien mit 2.691 Anfragen.

Wie die einzelnen Anfragen aufgeschlüsselt sind, könnt Ihr der Grafik entnehmen. Google betont bei der Veröffentlichung wiederholt, dass die Nutzer ein Recht darauf haben zu wissen, wenn Anfragen von Behörden gestellt werden. Auch wird erwähnt, dass man sich weiterhin stark dafür einsetze, auch FISA-Anfragen veröffentlichen zu dürfen. Dies wird bisher noch nicht erlaubt. Ohne eine Gesamtheit der Daten sind die Transparenzberichte eigentlich nicht viel wert, noch weniger sogar, wenn man bedenkt, dass sich diverse Behörden Informationen anderweitig beschaffen, anstatt den offiziellen Weg über die Anbieter zu gehen.


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