Google aktualisiert Android und schließt 23 Sicherheitslücken

3. November 2015 Kategorie: Android, Backup & Security, geschrieben von:

marshmallow small android googleAndroid 6.0 Marshmallow ist erst seit Anfang Oktober für die Nexus-Geräte verfügbar, nun schliesst Google mit einem aktuellen Sicherheitsupdate immerhin 23 offene Lücken. Zwei davon werden sogar als kritisch eingestuft, diese sorgen dafür, dass über einen Remote-Code-Exploit via E-Mail, Browsen oder Nutzung der MMS-Funktion Schadcode ausgeführt werden kann. Zusätzlich dazu wird erneut eine Verwundbarkeit in der Stagefright-Bibliothek geschlossen, die sinnigerweise aufgrund der Schwierigkeit, Remote-Code auszuführen, nur als hohes Risiko tituliert wird.

Wie immer bei Android-Geräten muss sich die Frage gestellt werden, wann die Fehler, die unter anderem durch Trend Micro und dem Google Security Team gemeldet worden sind, über Patches ihren Weg auf die vielen Endgeräte finden. Die Verteilung auf Nexus-Geräte wird natürlich zeitnah stattfinden und auch Hersteller wie Samsung haben mittlerweile angekündigt, in Zusammenarbeit mit Google monatliche Updates für ausgewählte Modelle auszurollen. Firmen wie Sony und HTC wiederum haben sich darauf fokussiert, einzelne Updates für die Stagefright-Probleme zu veröffentlichen, ohne aber an einen geordneten, vielleicht monatlichen Verteilrhythmus zu denken.

Sony_Marshmallow

Zum Vergleich: Diese Updatemeldung ist die vierte, seit das Android-Sicherheitsthema durch Stagefright richtig Fahrt aufgenommen hat und die zweite seit der Veröffentlichung von Android 6.0 Marshmallow. So drastisch all die Sicherheitslücken und ihr jeweiliger Gefährdungsstatus auch klingen mögen, sind sie im Grunde genommen doch fast Routine, wenn man sich einmal die monatlichen Sicherheitsupdates anschaut. Das iOS-Update von Version 9.0.2  auf 9.1 beispielsweise behob 49 Sicherheitslücken binnen 30 Tagen und sorgte für das Ersticken der zu diesem Zeitpunkt gemeldeten Sicherheitsprobleme im Keim. Genau diesen Weg wird Google beschreiten, wenn man auch hier für die schnelle Verteilung der Betriebssystempatches sorgt – in Zusammenarbeit mit den vielen OEM-Herstellern und über Gerätegrenzen hinaus. Die Zeichen dafür stehen mehr als gut.

(via Google)


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