GMX und Web.de spielen mit der Angst der Kunden

27. Februar 2014 Kategorie: Internet, geschrieben von: caschy

Web.de und GMX spielen mit der Angst der Kunden, wie es sonst nur irgendwelche zwielichtigen Seiten machen. Aber so richtig. Die beiden Dienste, die beide zu United Internet gehören, agieren relativ frech, indem sie mit der Angst der Kunden spielen und irgendwelche Meldungen einblenden. Click here! It’s free! Really! Unser Leser Sascha W. wies mich auf den Umstand hin. Er benutzt einen AdBlocker und war bei Web.de mit seinem Browser Chrome unterwegs. Ihm wurde eine Infoleiste innerhalb von Chrome angezeigt, die darauf hinwies, dass sein Browser gefährdet sei. Natürlich im Design von offiziellen Chrome-Meldungen.

Bildschirmfoto 2014-02-27 um 09.02.51„Die Sicherheit ihres Rechners wird durch ein Chrome Add-on eingeschränkt“. Und dann möchte man die Sicherheit „wieder herstellen“. „Wieder herstellen“ – dies würde mit Leerzeichen heißen, dass man etwas neues wieder herstellt, aber keinen Ursprungszustand wiederherstellt. Aber darum soll es auch nicht gehen, sondern um die Tatsache, dass sowohl der Klick auf „wieder herstellen“, als auch „Weitere Informationen“ auf eine externe Seite namens Browsersicherheit.info leiten!

Bildschirmfoto 2014-02-27 um 09.03.05

 

Hier wird dem Leser dann erklärt, dass sein Browser gefährdet ist und dass er doch aus diesem Grunde Erweiterungen deinstallieren solle. Diese Erweiterungen sind hauptsächlich irgendwelche Adblocker und Erweiterungen, die dem Nutzer des Browser auf irgendwelchen Seiten fremde Werbung einspielen.

Während ich es korrekt finde, auf letztere hinzuweisen (dann aber bitte nicht so aussehen lassen, als wäre es eine Warnmeldung des Browsers), sieht das bei AdBlockern ganz anders aus. Die soll jeder nutzen, wie er will. Jeder unterstützt halt die Betreiber einer Seite gerne oder auch nicht. Hat man keine Erweiterung am Start, die GMX oder Web.de als böse erachten, dann wird auch nichts angezeigt – wobei – doch: die Aufforderung, einen Mailchecker zu installieren.

Web.de und GMX: Ja, ihr müsst euch sicherlich irgendwie finanzieren. Aber verarscht doch bitte die Leute nicht. Weil die einen AdBlocker nutzen, ist doch deren Sicherheit nicht in Gefahr! Haltet ihr eure Kunden für so doof? Oder wisst ihr, dass eure Kunden vielleicht nicht so affin sind und deshalb auf eure schmierigen Tricks reinfallen? Das ist ganz arm! (Fefe nennt es Rezeptbuch der Malware-Mafia).



Anzeige: Infos zu neuen Smartphones, Tablets und Wearables sowie zu aktuellen Testberichten, Angeboten und Aktionen im Huawei News Hub.

Über den Autor: caschy

Hallo, ich bin Carsten! Daddy von Max, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter, Gerne-Griller und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, XING, Linkedin, Instagram und YouTube. Persönliches Blog. PayPal-Kaffeespende.

Carsten hat bereits 22909 Artikel geschrieben.