GlassUp: Google Glass Konkurrent für 199 Dollar

6. Juli 2013 Kategorie: Hardware, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Google Glass ist das wohl am kontroversesten diskutierte Tech-Gadget des Jahres. Aber auch andere Hersteller wagen einen Vorstoß in die Welt der Datenbrillen. Das italienische Startup GlassUp versucht es mit seiner eigenen Version. Finanziert werden soll das Ganze über die Crowdfunding Plattform indiegogo.

Die zugegebenermaßen etwas klobig wirkende Brille kommt zu einem sehr attraktiven Preis (sie kommt auf jeden Fall, auch wenn die Finanzierung über indiegogo scheitert). 199 Dollar werden für ein Standard-Modell fällig. Noch günstiger wird es, wenn man gleich 10 der Brillen ordert. Der Preis pro Stück fällt dann auf 150 Dollar.


Aber was kann die Brille? Im Anfangsstadium hauptsächlich Nachrichten anzeigen. Emails, SMS und Status-Updates sollen durch ein Pairing zum Smartphone möglich sein. Später sind dann weiterführende Inhalte geplant, Untertitel im Kino, Navigation oder auch Bewertungen von Restaurants. Erinnert sehr an Google Glass. Es gibt aber auch Unterschiede.

So muss man seinen Blick beispielsweise nicht extra auf das Display richten, die Informationen werden direkt vor das Auge projiziert. Die Inhalte kommen alle vom Smartphone und werden per Bluetooth an die Brille geschickt. Im Video sieht man die Funktionsweise recht gut.

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Die Bedienung erfolgt über ein Touchpanel an der Seite (wer hätte es gedacht). Tap, Double-Tap und Swipe sorgen für die Navigation durch die verschiedenen Optionen. Eine Kamera ist nicht vorhanden und es handelt sich um ein Gerät, das nur Daten empfangen kann. Das könnte Privatsphäre-Skeptikern ein bisschen den Wind aus den Segeln nehmen.

Dennoch fraglich, ob der Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht etwas schlecht gewählt wurde. Die Auslieferung soll Anfang 2014 starten, um den Dreh wird auch Google Glass für den Massenmarkt spekuliert. Ich kann der GlassUp-Brille nicht viel abgewinnen, bin aber auch von Google Glass nicht vollends überzeugt.

Auf der Projektseite gibt es noch ein paar Bilder, dort könnt Ihr Euch natürlich auch Euer eigenes Exemplar sichern, solltet Ihr Interesse daran haben. Was meint Ihr, kann so eine passive Brille neben Google Glass existieren?

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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13 Kommentare

MySam 6. Juli 2013 um 20:51 Uhr

Wird sich zeigen, Google Glass wird m.E. Zumindest am Anfang ein Schuss in den Ofen, auch wenn allein aufgrund der Neugier doch einige verkauft werden. Vielleicht ergibt sich mit der Zeit ein sinnvolles Nutzungsszenario, gab ja schon viele Dinge bei deren Erscheinen man nicht wusste für was man sie brauchen kann…

Lucas 6. Juli 2013 um 20:56 Uhr

Für “Untertitel im Kino”?

Und Camcorder sind verboten, richtig?

Dieser Punkt wird sich wie zu erkennen nicht durchsetzen.

Thomas Bialkowski 6. Juli 2013 um 21:06 Uhr

Lucas.. Diese Brille hat keine Kamera, dein Kommentar ist wie zu erkennen absolut haltlos.

Lucas 6. Juli 2013 um 21:23 Uhr

Es war eine Feststellung, nicht abwertend oder ähnliches.
Wie zu sehen lag ich aber falsch.

Wenn es also keine Kamera hat ( habe ich wohl überlesen! ) fallen eine Menge Anwendungsmöglichkeiten weg wie ich finde.

Abgesehen davon das ich nicht so der Fan der total vernetzten Welt bin, denke ich das ein solches Konkurrenz Produkt die Entwicklung vorantreibt.

lg

Bernd 6. Juli 2013 um 21:41 Uhr

Hehe … bei 2:30 sagt er iGlass. Da hat man sich wohl aus sicherheit dann doch für einen anderen Namen entschieden. :)

Chris 7. Juli 2013 um 00:56 Uhr

Richtig interessant wird das ganze doch erst wenn es vernünftige AR und Gestenerkennung bekommt, davor ists mehr nen Spielzeug IMO.

Passend zu der Thematik empfiehlt es sich auch mal Daemon/Darknet zu lesen, da werden die Möglichkeiten/Gefahren (halbwegs …) realistisch und spannend dargestellt ;)

endogen 7. Juli 2013 um 01:52 Uhr

Also ich finde die Idee viel besser als die von Google – technisch gesehen. Wieso sollte ich immer nach oben rechts schaun müssen (Google Glass) wenn es doch genau so möglich ist dass mir die Infos direkt in das Glas der Brille projiziert werden??
Persönlich würde ich mir keine Google Variante kaufen aber dieses Exemplar sieht garnicht verkehrt aus. Und wieso findest du sie klobig? Finde ich nicht.

Sascha 7. Juli 2013 um 03:45 Uhr

Das hängt damit zusammen, wie groß der Preisunterschied zwischen den beiden Modellen sein wird. Derzeit wird ja nur über den Preis spekuliert bzw es werden Schätzungen abgegeben. Sollte es aber tatsächlich nicht zu teuer sein, dann würde ich mir diese Brille auch kaufen. Ist irgendwie doch ganz lustig.

FoinBB 7. Juli 2013 um 12:33 Uhr

Naja… ich finde das jetzt nicht wirklich ansprechend.
Ich mache mit sorgen um die Projektionsfläche genau in der Mitte des Sichtfeldes. Sieht sehr stark danach aus, dass man schnell Probleme mit den Augen bekommt. Das ist wahrscheinlich auch einer der Gründe warum Google das Feld nach oben Rechts gepackt hat.
Auch das Design von google.glass finde ich eleganter und um Klassen besser.

Wir müssen einfach mal gucken was da noch so kommt…

Stephan Funke 7. Juli 2013 um 15:14 Uhr

Ok, Google Glass ist etwas eleganter, im Sinne von kleiner und nicht so schnell als technisches Gimmick zu erkennen. Die Konkurrenz finde ich gut und er sagt ja auch, dass es später Versionen mit Kamera geben soll. Richtig genial wäre es aber, wenn man noch eine Augen-/Blicksteuerung integrieren würde. Ohne echte AR-Anwendungen wird es aber ein Nischenprodukt bleiben, egal von welchem Hersteller – dnke ich.

Rainer Grewenig 7. Juli 2013 um 20:59 Uhr

Also ich kann mir niemanden vorstellen der sich eine solche Brille aufsetzen möchte. Das sind wohl nur Ausartungen nach dem Motto “Wir können das nun technisch umsetzen, also machen wir es auch…”.

Google Glas finde ich schon mehr als grenzwertig, und eher ein Gimmick als eine sinnvolle Innovation. Aber vielleicht irre ich mich auch…

Glass 8. Juli 2013 um 01:24 Uhr

Für Glass Up wird es sicherlich schwer mit Google zu konkurrieren. Mal schauen welche Datenbrille schlussendlich besser ankommt.


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