Gimbal: Qualcomm startet sein eigenes „Google Now“

12. Juli 2012 Kategorie: Android, iOS, Mobile, Software & Co, geschrieben von:

Wenn ich an die Google I/O neulich zurückdenke, dann sind mir gleich mehrere Dinge positiv im Gedächtnis geblieben. Dazu gehört definitiv „Google Now“! Auch Caschy war direkt beeindruckt und glaubt mal, dieses kontext-basierte Vorschlagen von Aktionen wird eine ganz große Geschichte. Dass das hier nicht nur Google-Land ist, sondern sich auch andernorts in der Mache befindet, beweist gerade Qualcomm. Das Unternehmen hat gerade ein SDK zur Plattform Gimbal zum Download bereit gestellt, mit welchem Entwickler ihrer eigenen App eine ganz ähnlich Funktionalität verpassen können.

Der Ansatz ist ein ganz ähnlicher wie bei Google. Das Smartphone trackt – unter Beachtung unserer gewünschten Privacy-Einstellungen logischerweise – was wir tun und entwickelt aufgrund dessen ein User-Profil. Dieses Profil und die Komponenten „Zeit“ und „Ort“ sind dann die Grundlage für die Empfehlungen, die uns Gimbal dann aufs Smartphone sendet.

Beispiel: ich gehe gern italienisch essen. Gimbal weiß das, weil es in meinem User-Profil mittlerweile so gespeichert ist. Jetzt stellt das Smartphone fest, dass es gleich Mittag ist, ich also theoretisch das Verlangen nach Essen haben müsste und dass ich zudem in der Nähe einer Pizzeria bin, die gerade eine Aktion mit besonderen Angeboten fährt. Also bekomme ich eine Push-Nachricht auf mein Smartphone mit dem Link/Anfahrtweg zu eben dieser Pizzeria und werde direkt über dessen Special Deal informiert.

Scoble – der alte US-Techblog-Dinosaurier – nennt es schlicht „mobile 3.0“ und ich bin geneigt, ihm da zuzustimmen. „Mobile 1.0“ war demnach das Handy an sich, mit welchem wir uns auf einmal mobil mittels Anruf bzw SMS verständigen konnten, „Mobile 2.0“ nach dieser Logik die Einführung des iPhones, welches uns die Bedienung mittels Touchscreen brachte. Anwendungen wie Gimbal oder eben auch Google Now bringen uns nun dazu, dass wir nicht einmal mehr den Touchscreen bedienen müssen, um den relevanten Content aufs Display gezaubert zu bekommen.

Halte ich für eine große Sache, die dort Einzug hält. Qualcomm bindet in diese Technologie auch sein fundiertes Wissen zu Augmented Reality ein und schreibt auch Privacy ganz groß bei dieser Nummer. Die Summe dieser verschiedenen Schwerpunkte lässt sich nun also als Gimbal-SDK herunterladen und jeder Developer ist aufgerufen, sich damit auseinanderzusetzen und seine eigene App zukunftstauglich zu machen. Eure Meinungen dazu?

 

Quelle: Scobleizer via Netbooknews.de


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