Gastbeitrag: Screenshots mit ZScreen

26. Mai 2010 Kategorie: Windows, geschrieben von:

Ich hinterließ es unter anderem schon hier als Kommentar, bin dennoch der Meinung, das Programm sei dermaßen grandios, dass ich ihm hier in dem für seine Programmvielfalt bekannten Blog auch einen eigenen Eintrag widmen möchte.

Unter all den PicPicks, DuckCaptures und Screenpressos dieser Welt ist das freie und auch sonst recht erfreuliche ZScreen ein herausragendes Exemplar, wenn es darum geht, eine komfortable Anwendung zur Erstellung von Screenshots zu finden.

Meistens sitzt ZScreen gelangweilt im Benachrichtigungsfeld neben der Uhr und auf Wunsch auch im Kontextmenü des Explorers herum und macht nur durch gelegentliche Popups und Symbolverfärbungen auf sich aufmerksam, wenn es gerade einen Auftrag ausführt; aber was wäre ein ausgereiftes Screenshotprogramm ohne hübsche Oberfläche mit vielen bunten Bildern und Schaltern, an denen man sich austoben kann? Und so begrüßt mich ZScreen, rufe ich sein Hauptfenster auf:

Die Vielfalt an möglichen Screenshots ist einen eigenen Absatz wert. Neben dem ganzen Bildschirm und einzelnen Fenstern – beides nicht außergewöhnlich, kann dies doch Windows schon von Haus aus – bietet ZScreen es auch an, mit der Maus zu fotografierende Bereiche auszuwählen. Diese Bereiche merkt es sich anschließend, so dass per Klick oder – frei einstellbarem – Tastenkürzel derselbe Bildschirmbereich erneut abgebildet werden kann.

In Verbindung mit „Auto Capture“, also regelmäßigen, automatischen Screenshots, kann so zum Beispiel auch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung bebildert werden, ohne dass man für jeden Schritt erneut die entsprechenden Optionen ändern muss.

Nicht nur kann ZScreen die Windows-eigene Drucktastenfunktion ersetzen (und bei Bedarf auch die entsprechende Taste belegen), es bietet zudem eine Vielzahl an Manipulationsmöglichkeiten. Anders als beispielsweise PicPick liefert ZScreen zwar keine eigenständige rudimentäre Bildbearbeitung mit, aber warum sollte es auch?

Bereits in den Programmeinstellungen lassen sich Eigenschaften wie etwa ein Schatten – wie auch in diesem Beitrag mehrfach zu sehen – oder ein Wasserzeichen für neue Screenshots recht frei konfigurieren. Für erweiterte Möglichkeiten lässt sich anstelle des sofortigen Hochladens ein beliebiger Grafikeditor einstellen – auch PicPick, falls gewünscht:

Apropos Hochladen: ZScreen kann Screenshots natürlich auch umgehend im Internet platzieren. Als Ziel werden wahlweise ein einstellbarer FTP-Server oder zahlreiche Hostingdienste, etwa Rapidshare, Tinypic.com und Imageshack.us, angeboten. Hier unterstützt ZScreen auch eventuell vorhandene Logindaten; wer also zum Beispiel auf Tinypic.com eine eigene Fotogalerie pflegt, stößt mit ZScreen nicht an seine Grenzen.

Auch Text aus der Zwischenablage kann ZScreen auf auswählbare „Pastebin“-Seiten hochladen. Dieser taucht anschließend, wie auch bislang erstellte Screenshots, auf der ebenfalls konfigurierbaren Verlaufsliste auf:

Nicht zu vergessen – gerade für Freunde portabler Software – ist es, dass ZScreen standardmäßig auch portabel und so problemlos von einem USB-Stick lauffähig ist. Die Programmverzeichnisse lassen sich später problemlos ändern:

Ein Farbauswähler (ähnlich ColorZilla für Firefox), Twitter- und TwitPic-Unterstützung und ein Uploadfenster, in das man beliebige unterstützte Dateien hineinziehen kann, runden neben hübschen, aber eigentlich überflüssigen Gimmicks wie einem eingebauten Übersetzer für verschiedene Sprachen das Programm ab.

Verbesserungswünsche werden in der Regel schnell umgesetzt, Fehler flugs behoben. Wer sich nicht im Bugtracker anmelden möchte, der kann die Entwickler auch im IRC (freenode.net, Kanal #ZScreen) erreichen.

Ich hoffe, dass mein Tipp dem einen oder anderen Leser, den er erreicht, noch unbekannt ist und eine Hilfe im täglichen Umgang mit Screenshots und ähnlichen Bilddateien zu bieten vermag. 🙂

Gastbeitrag von tux


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