Gastbeitrag: Llama: Lass den Androiden basierend auf Ort oder Zeit tönen

15. Oktober 2011 Kategorie: Android, geschrieben von: caschy

Thomas schrieb mich letztens an, um mir Llama vorzustellen. Ich bat Thomas, der 22 ist und Maschinenbau studiert, um seine eigenen Ausführungen – und eben jene könnt ihr gleich hier lesen. Viel Spaß! Falls ihr mal selber Lust habt, eure Lieblings-Freeware vorzustellen, dann macht es wie Thomas: einfach unformatierten Text an mich schicken und im Text vermerken, wo welcher Screenshot hin gehört :)

Als ich letztens den Artikel über AutoCalm gesehen habe dachte ich sofort an das Llama. Nicht das Tier, sondern die Android-App, die sich selbst als „location aware profiles“ beschreibt und vielerlei Einstellungen meines Androiden seit knapp einem Jahr zuverlässig orts- und zeitgesteuert einstellt. Auf meinen Hinweis hin fragte Caschy mich, ob ich nicht gleich selbst einen kleinen Gastbeitrag verfassen wolle, was ich natürlich nicht ausschlagen kann.

Mit der kostenlosen App, die ich euch nun kurz vorstellen möchte, kann man, grob gesagt, seinen kompletten Androiden nach gewissen Kriterien automatisieren. Llama benötigt zwar ein bisschen Eingewöhnungs- und Einrichtungszeit, was sich meiner Meinung nach aber absolut lohnt und das tägliche Einstellungs-Ändern am Smartphone überflüssig macht. Die App ist dazu in 4 Tabs aufgeteilt:

Unter Gebiete kann man beliebig viele Bereiche (Büro, Home, usw. ) definieren, zu denen man im zweiten Tab die Regeln erstellen kann, dazu später mehr. Unter Profile kann man nun das, was ich seit meinen alten Nokias vermisst habe: Lautstärke-Profile erstellen, also unterschiedliche Klingeltöne, Lautstärken, Systemtöne usw., die man dann schnell wechseln kann.

Soweit so gut, aber was macht Llama nun besonders? Llama verwendet die Funkzellenkennung, um damit eine Ortsbestimmung durchzuführen, die keinerlei (zusätzlichen) Strom verbraucht. Meiner Meinung nach eine absolut geniale Idee.

Damit das funktionieren kann muss man der App vorerst „beibringen“, welche Funkzellen zu welchem Gebiet gehören. Dazu muss man sich einfach nur selbst in diesem Gebiet aufhalten, macht dann einen langen Klick auf das aktuelle Gebiet, wählt „Gebiet erfassen“ und gibt an, wie lange man sich hier noch aufhält.

Llama schreibt dann fleißig alle Zellen mit, was man im vierten und letzten Tab verfolgen kann. Dort kann man wenn nötig auch noch manuell Zellen den einzelnen Gebieten zuordnen.

Hat man nun also Gebiete definiert kann man unter Regeln fröhlich drauf los basteln. Es stehen schier unglaublich viele Möglichkeiten für Bedingungen und Aktionen einer Regel bereit, ich nenne einfach mal ein paar Beispiele:

– Wochentags in der Uni – WLAN an, Profil „Quiet“

– Verlassen der Uni – WLAN aus, Profil „Normal“ So verpasse ich unterwegs keine Anrufe, weil mein Androide noch auf lautlos steht und spare zusätzlich Strom durch Abschalten des WLANs

– Daheim, 23 Uhr bis 7 Uhr – Profil „Silent“ Ruhiger Schlaf. Man kann hier auch Ausnahmen für wichtige Kontakte festlegen!

– MP3 Player starten beim Einstecken der Kopfhörer
– …

Bildschirm, Tastensperre, GPS, Bluetooth sind nur einige weitere Sachen, die sich automatisieren lassen. Für eine genaue Auflistung verweise ich einfach mal auf die Marketseite. Natürlich kann man Profile auch für eine bestimmte Zeit sperren sollte man sich beispielsweise kurzfristig in einer Sitzung befinden. Es bleibt noch anzumerken, dass Llama sehr viele Berechtigungen für die ganze Hardwaresteuerung anfordert, was für mich aber kein negatives Kriterium darstellt.

Ich hoffe ich konnte euch damit einen kleinen Überblick über die App verschaffen, die bei mir mittlerweile zu den absoluten Must-Haves zählt und nicht so schnell ersetzt werden wird. Wie siehts bei euch aus, nutzt ihr dafür andere Apps oder reichen euch die Standard-Android-Einstellungen?

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Über den Autor: caschy

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