Gaming Drones: per Smartphone gesteuerte Flugzeuge für Dogfights, Stunts und Rennen

5. Juli 2015 Kategorie: Hardware, geschrieben von:

Anfang 2014 schrieb ich über das SmartPlane, ein per Smartphone gesteuertes Flugzeug, das im Test allerdings nicht so wirklich überzeugte. Die Idee war super und ist es auch noch, dem SmartPlane mangelte es jedoch an Outdoor-Kompatibilität, zumindest hier bei uns. Nun melden sich die Macher des SmartPlane zurück, mit einem Projekt bei Kickstarter, das sehr interessant für Spielkinder wie mich aussieht.

GamingDrone_01

Gleich mehrere Modelle der sogenannten Gaming Drones suchen die Unterstützung der Crowd. Mit diesen wird es möglich sein, nicht nur Showrunden zu fliegen, sondern mittels App auch Luftkämpfe auszutragen oder Rennen zu fliegen. Indoor und outdoor soll dies möglich sein und die Projektseite vermittelt auch den Eindruck als würde dies durchaus klappen.

TobyRich, die Firma hinter dem Produkt hat sich einiges einfallen lassen. Im Idealfall wird es drei Modelle mit unterschiedlichen Eigenschaften geben. Zwei sind bereits via Kickstarter verfügbar, das dritte Modell wird erst möglich, wenn das entsprechende Stretch-Goal erreicht ist. Dieses liegt für das dritte Modell bei einer bescheidenen Million Euro.

Neben der Hardware spielt bei den Gaming Drones auch die Software eine große Rolle. Diese ist verantwortlich dafür, dass die kleinen Fluggeräte auch das machen, was der Nutzer will. Außerdem ermöglichen die Apps verschiedene Spielmodi, sodass man auch gegen andere Nutzer fliegen oder kämpfen kann. Kämpfe finden rein digital statt, man muss sich also keine Sorgen machen, dass man in einem Dogfight sein eigenes Fluggerät in Einzelteilen aufsammeln muss.

tobyrich.vegas heißt das günstigste Modell. Es bietet den geringsten Funktionsumfang, liest sich aber dennoch wie ein witziges Gadget. Denn die Hauptfunktionen, wie Gaming oder Autopilot sind auch bei diesem Modell integriert. Die genauen Details zur Ausstattung könnt Ihr der eingebundenen Vergleichstabelle entnehmen. Für 89 Euro kann man sich das Einstiegsmodell als Super Early Bird aktuell noch sichern, die Early Bird-Variante kostet dann schon 109 Euro. Ihr erhaltet ein Gesamtpaket, mit dem Ihr sofort abheben könnt.

tobyrich.tokyo ist aufgrund der Ausstattung nicht nur interessanter, sondern logischerweise auch ein Stück teurer. Die Gaming Drone bietet neben den Funktionen von tobyrich.vegas auch noch einen GPS Sensor, einen Follow Me-Modus, einen Flugplaner, und eine HD-Kamera. Gerade der GPS-Sensor ermöglicht Dinge, die man bei Fluggeräten in diesem Preissegment meistens nicht findet. So kann man zum Beispiel auch eine Strecke vorgeben, das Flugzeug fliegt diese dann alleine ab, ohne zusätzliche Steuerung des Nutzers. In Verbindung mit der Kamera lassen sich so sicher ein paar coole Sachen anstellen.

tobyrich.tokyo gibt es ebenfalls als Super Early Bird-Paket, hier werden 135 Euro fällig. Der Early Bird-Preis liegt bei 159 Euro. In Sachen Preis-Leistung scheint mir tobyrich.tokyo die beste Wahl zu sein, da man hier schon wesentlich mehr geboten bekommt als mit tobyrich.vegas.

GamingDrone_Specs

tobyrich.guru ist das High-End-Modell. Kann man aktuell noch nicht unterstützen, da es diese Gaming Drone nur gibt, wenn das Projekt mindestens 1 Million Euro einspielt. Ist dies der Fall, können sich Nutzer zusätzlich zu den Eigenschaften des tobyrich.tokyo über folgende Extras freuen: die HD-Kamera wird durch eine 360 Grad HD-Kamera ersetzt, es gibt eine extra LED und man kann das Bild der Kamera live übertragen (FPV). Außerdem ist tobyrich.guru mit einem LTE-Modul ausgestettet. Der voraussichtliche Preis bei Kickstarter wird 349 Euro betragen.

Die Hardware wurde extra robust gebaut, sodass die kleinen Himmelsstürmer bei einem Absturz nicht sofort kaputt gehen. Trotz unterschiedlichem Gewichts bieten alle drei Modelle eine Flugzeit von 20 Minuten. Verglichen mit den kleinen Quadcoptern ist dies fast das Dreifache der möglichen Flugzeit.

Was die Apps alles können, könnt Ihr detailliert bei Kickstarter nachlesen, Copy & Paste der App-Specs erspare ich Euch an dieser Stelle. Es ist jedenfalls mehr mit den Gaming Drones möglich als nur stumpf durch die Gegend zu fliegen.

Gerade nach meiner Erfahrung mit dem SmartPlane war ich sehr skeptisch, als sich das neue Kickstarter-Projekt sah. Allerdings scheinen die Gaming Drones tatsächlich meine persönlichen Kritikpunkte ausgemerzt zu haben, sodass es mich durchaus in den Fingern juckt, das Projekt zu backen. Das sieht alles sehr viel ausgereifter und robuster aus als noch vor 1,5 Jahren beim SmartPlane. Die neuen Eigenschaften wie Windausgleich oder automatischer Rückflug zum Piloten sollten die Gaming Drones auch für Anfänger nutzbar machen.

Wie ich, habt auch Ihr noch 54 Tage Zeit, um das Projekt bei Kickstarter zu unterstützen. Für eine erfolgreiche Finanzierung werden 100.000 Euro benötigt, etwas mehr als ein Drittel ist bereits nach ein paar Tagen zusammen. Verläuft das Projekt erfolgreich, sollen die Gaming Drones dann im Dezember ausgeliefert werden. Falls also jemand ein Weihnachtsgeschenk für mich sucht: tobyrich.tokyo (und die anderen natürlich auch) könnt Ihr an dieser Stelle bei Kickstarter backen.


Du entscheidest mit! Wir suchen das Smartphone des Jahres 2017! Jetzt abstimmen!

 

Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Sascha hat bereits 9377 Artikel geschrieben.