Für besseren Datenschutz: Google gründet „Red Team“

25. August 2012 Kategorie: Google, geschrieben von:

Google nennt man gerne ja mal Datenkrake. Dass das Unternehmen bei seinen Produkten aus verschiedensten Gründen Daten sammelt, kann man nicht abstreiten. Dennoch nutze ich Google+, Google Maps, die Websuche, Gmail und vieles mehr und kann sehr gut damit leben, dass man mir beispielsweise Werbung präsentiert, die laut den gesammelten Daten auf mich passen soll.

Schwieriger wird es zumeist dann, wenn sich das Unternehmen vergaloppiert und dadurch mit Datenschutz-Verfehlungen prominent in die Medien gerückt wird. Sowas passierte unlängst, als es um das Umgehen von Sperren ging, damit man Apples Safari-Browser Cookies unterjubeln konnte. Auch die einkassierten WLAN-Daten mithilfe der Street View-Fahrzeuge gehört in diese Kategorie, die Google in Sachen Datenschutz einen eher zweifelhaften Ruf eingebracht haben.

Dem möchte Google jetzt was entgegensetzen und mittelfristig dafür sorgen, dass sich dieser Ruf wieder signifikant verbessert. Googles Lösungsansatz dafür: das sogenannte „Red Team“! In diesem Team will man eigene Mitarbeiter zusammenführen, die nichts anderes zu tun haben, als Datenschutz-Probleme in Google-Produkten ausfindig zu machen und zu beseitigen.

Neben eigenen Mitarbeitern sucht man auch extern nach Experten, die Teil des Unternehmens und eben auch Bestandteil des Red Teams werden. Diese Vorgehensweise ist grundsätzlich erst mal nichts, was vor Google noch niemandem eingefallen wäre. Aber im Gegensatz zu der Vorgehensweise, nahezu fertige Produkte zu durchleuchten, will Google das Red Team auch bereits in der Entwicklungsphase von neuen Diensten mit einbinden, um bereits im Ansatz solche Schwierigkeiten unterbinden zu können.

Dennoch bleibt es ein schwieriges Unterfangen, den über Jahre gefestigten schlechten Ruf in den Köpfen der Leute in irgendwas Positiveres zu verwandeln und das wird mit Sicherheit auch Jahre in Anspruch nehmen. Das Fazit, ob die Gründung des Red Teams Früchte trägt, können wir also erst in einigen Jahren ziehen. Zumindest heute schon könnt ihr uns aber mitteilen, ob ihr daran glaubt, dass dieses Experten-Team Googles Ruf nachhaltig verbessern kann.

Quelle: WinFuture


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