Frohes Fest!

24. Dezember 2014 Kategorie: Privates, geschrieben von:

Da ist er wieder. Der Heilige Abend – verbunden mit Festtagen, die vor uns liegen. Und wie jedes Jahr ist klar: ich möchte im Namen des Teams euch allen schöne Weihnachten wünschen. Und dann denke ich bei mir: „Wie kannst du eigentlich frohe Weihnachten wünschen?“.

Jeder verbindet den Heiligen Abend hoffentlich mit schönen Erinnerungen. An die Kindheit, an die Aufgeregtheit vor dem Heiligen Abend. Vielleicht lag sogar Schnee. Es ist die Zeit, die für Kinder einen eigenen Zauber bereithält. Ich war eines der Kinder, die das Ganze nicht wirklich kannten. Ich wuchs die ersten sechs Jahre meines Lebens bei meiner Oma auf – die Jahre, die ich in meiner Kindheit tatsächlich schön fand.

Danach kam nichts mehr, was einen Zauber innehatte. Ich wuchs ohne Vater auf und hatte eine Mutter, die sich wohl für alles andere interessierte – außer für ihren Sohn. Es gab wohl ein Weihnachten, aber das muss alles so schlecht gewesen sein, dass ich das meiste verdrängt oder vergessen habe. In der Jugend hieß Weihnachten einfach: „yeah – einfach weitere Tage, die ich mit meinen Freunden abhängen konnte, die ein genau so kaputtes Elternhaus haben!“.

Weihnachten war also lange Zeit nichts für mich. Bis ich das Alter von 21. erreichte. 16 Jahre ist das nun her. Ich lernte Nadine kennen, die aus einem Elternhaus kam, welches den Namen wohl verdient. Nadine ist Weihnachts-Fan, sie mag die Zeit, die leuchtenden Lichter, die Musik, das Backen und einfach alles.

Es war schon witzig – der Grinch trifft eine Weihnachtselfe. Wirklich jedes Jahr verbrachte ich Weihnachten mit Nadines Familie. Nicht weil ich es musste, weil ich es wollte. Ja, die vergangenen Weihnachtsfeste waren schön. Man entspannte, man lachte, man spielte – und vor allem: man ließ es sich richtig gut gehen. Man war mit Menschen zusammen, die man liebte, mit denen man Zeit teilen wollte.

Doch so sehr ich Weihnachten auch mochte – irgendwas fehlte. Es fehlte einfach etwas, was es in meiner Kindheit hätte geben sollen, den Zauber, die echte Vorfreude. Bis letztes Jahr. Als verspätetes Weihnachtsgeschenk hielt ich am 22. Januar 2014 meinen Sohn Max das erste Mal in meinem Arm. Max feiert dieses Jahr mit uns sein erstes Weihnachtsfest. Wir verbringen dieses Jahr Weihnachten bei uns zu Haus.

Nadines Eltern sind dabei, dazu die Schwester, deren Mann und die Cousine von Max. Wir sind also mit acht Menschen zusammen und verbringen Weihnachten. Und auch der Weihnachtsmann kommt zu uns ins Haus. Die Cousine von Max ist schon etwas älter und hat noch diesen besonderen Zauber inne, den nur Kinder kennen, die ein echtes Weihnachten erleben.

Klingt spießig, nicht wahr? Wenn das allerdings spießig ist, dann will ich bis ans Ende meines Lebens spießig leben. Es ist das erste Weihnachten in meinem Leben, auf das ich mich richtig freue. Wirklich. Ich bin nicht nur einfach dabei, nein – mit der Familie zusammen bin ich die Person, die dafür sorgt, dass Weihnachten überhaupt etwas Magisches wird. Für unseren Sohn Max. Sicher wird er mit seinen 11 Monaten nur wenig verstehen und sich so später an gar nichts erinnern, doch ich möchte, dass er einfach nur ein schönes Weihnachten hat. Dass er in ein paar Jahren ins Bett geht, wie Millionen Kinder auf der Erde, die sich auf Weihnachten freuen. Das ist mein Ziel.

Tja, das ist meine persönliche Weihnachtsgeschichte. Und dies in einem Techblog. Schon komisch, allerdings wissen langjährige Leser, wie dieses Blog entstand – so ganz persönlich und privat. Und das wird es hier immer geben – auch noch nach fast 10 Jahren.

Dennoch – ich kann jene verstehen, die mit Weihnachten so gar nichts anfangen können. Ich kenne genug Menschen, die haben einen anderen Glauben und ich kenne Menschen, die geben aus irgendwelchen anderen Gründen nichts auf Weihnachten. Macht auch nichts!

Vor uns liegen Feiertage, die soll jeder so nutzen, wie er mag. Ob klassisches Weihnachtsfest, 48 Stunden Konsolen- oder TV-Marathon oder auch Disco, Disco, Disco – jeder soll die Zeit so verbringen wie er mag. Einfach mal entschleunigen und schon einmal tief Luft holen – denn das neue Jahr liegt schon wieder vor uns.

Ich für meinen Teil – und ich denke, ich kann da auch im Namen meiner Mit-Autoren sprechen – wünsche euch von Herzen ein verdammt tolles Weihnachtsfest. Und ja, auch ein verdammt gutes Chanukka oder allgemein nur ein paar gute Tage. Sucht euch was aus.

Besonders tief ziehe ich meinen Hut auch in diesen Tagen wieder vor all jenen, an die man eigentlich viel häufiger denken sollte. An alle flotten Geister, die auch an Feiertagen alles am Laufen halten. Die Altenpfleger, die Ärzte, die Helfer, die Feuerwehr, die Freiwilligen oder die, die irgendwo heute Dienst schieben müssen. Danke!

Frohes Fest!


Du entscheidest mit! Wir suchen das Smartphone des Jahres 2017! Jetzt abstimmen!

 

Über den Autor:

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. Persönliches Blog. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

Carsten hat bereits 25418 Artikel geschrieben.