Frankreich mit eigenem Prism-Skandal

4. Juli 2013 Kategorie: Internet, geschrieben von:

Die Überwachung der Kommunikationswege scheint auch in Frankreich große Kreise zu ziehen. Milliarden an Datensätzen, die miteinander verknüpft werden. Das Ausmaß soll groß sein, die Legalität nicht gegeben. Aber was genau macht Frankreich?

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Metadaten sammeln. Inhalte von Konversationen sollen nicht Gegenstand der Datensammelei sein. Die Daten werden anonymisiert erhoben, eine Zuordnung dürfte allerdings trotzdem nicht allzu schwer sein. Soll es auch nicht, da so die Arbeit der Behörden erleichtert wird. Gespeichert wird alles, Anrufe, Faxe, SMS, Emails, Facebook Kommunikation, Twitter.

Aus den Daten ergeben sich dann Verbindungsgraphen. Daraus wird ersichtlich, wer mit wem, wann und wo kommuniziert hat. Auch der Datenverkehr ins Ausland wird so aufgezeichnet – und im Zweifelsfall an fremde Geheimdienste weitergegeben. Wie das Ganze genau abläuft, erklärt Le Monde in einem Video. Wer sich die drei Minuten Zeit nimmt und etwas Französisch versteht, bekommt alles noch einmnal aus erster Hand aufbereitet. Überraschend kommt dies freilich nicht, allerdings macht es das nicht unbedingt besser. Seit 2009 wird in Frankreich angeblich bereits gesammelt.


"Il y a un vrai 'Prism' à la française" von lemondefr


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Quelle: Engadget | Le Monde

Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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