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Flattr: alles Neue macht der Mai – oder doch nicht?

16. April 2011 Kategorie: Internet, geschrieben von: caschy

Hach ja, Flattr. Der Dienst ist jetzt ein rundes Jahr alt – ich war damals in der Testphase mit dabei und habe mich nach relativ kurzer Zeit dazu entschlossen, das ganze Gedöns wieder zu entfernen. Kurzinfo für die, die nicht wissen was Flattr ist: mal angenommen, ihr wollt den Bloggern eures Vertrauens ein paar Euronen zukommen lassen, um euch für guten Content zu bedanken. Ihr meldet euch bei Flattr an, zahlt zum Beispiel per Kreditkarte oder PayPal 10 Euro (kann auch mehr oder weniger sein) ein.

Mit diesen 10 Euro könnt ihr nun einen Monat flattrn. Klickt ihr nur 1x im Monat auf den Flattr-Button, dann bekommt der User die vollen 10 Euro. Klickt ihr 2x in unterschiedlichen Blogs, so verteilen sich die 10 Euro auf 2 Personen – jeder bekommt also 5 Euro, was bei 10 Klicks immer noch 1 Euro für jeden ergibt. Soweit klar?

Nun gab es folgende Punkte, die ich persönlich damals beanstandete – um selber Geld zu empfangen, musste man bei Flattr angemeldet sein und auch mal sein Konto auffüllen. Natürlich kann man auch empfangenes Geld wieder re-investieren. Ja, es gibt sicherlich die Großen, wie Netzpolitik, die taz oder Tim Pritlove, die gutes Geld machen.  Anbieter von Spezial-Content oder kleine Blogs verdienen sicherlich nur wenig. Wie oben erwähnt, ich habe Flattr damals relativ schnell gekickt, ob es dir richtige Entscheidung war, lässt sich im Nachhinein nicht sagen. Hinterher haben natürlich alle gesagt: „Schade, dass du Flattr entfernt hast“.

 

Auf der re:publica in Berlin wurden dann allerdings Neuigkeiten in Sachen Flattr mitgeteilt – so kann man jetzt zum Beispiel Twitter-Nutzer belohnen, auch wenn diese gar nicht bei Flattr angemeldet sind. Das Ganze funktioniert über ein Zwischenkonto, wie der Beschenkte informiert wird, entzieht sich meiner Kenntnis. Dürfte aber alles via OAuth funktionieren, sodass man in Zukunft sicherlich auch Facebook-Seiten und YouTube-Channels belohnen kann.

Außerdem gibt es nun das „Mitverdienen“ – also Revenue Sharing. Funktioniert, so wie ich das verstanden habe (muss nicht richtig sein!) so: Anbieter bauen Flattr in ihren Service ein und der User, der Content einstellt und geflattrt wird, sorgt dafür, dass der Anbieter auch etwas bekommt, da die Flattr-Anbieter mit dem Anbieter teilen.

Die Frage ist nur – was sagt ihr heute, ein Jahr nach dem Start von Flattr zum Projekt? Bewegt es sich in eine richtige Richtung?



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Über den Autor: caschy

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