Firefox OS gefloppt: Mozilla streicht Stellen

3. Februar 2017 Kategorie: Internet, geschrieben von: Benjamin Mamerow

Laut Quellen, die mit der Situation vertraut seien, soll Mozilla aktuell gezwungen sein, 50 Personalstellen streichen zu müssen. Diese Stellen betreffen demnach das Team, welches Firefox mit „connected devices“ – also dem Internet der Dinge – kombinieren sollte. Hier sollte das mobil gescheiterte Firefox OS eine zweite Chance bekommen. Doch auch führende Köpfe würden das Team verlassen, heißt es.

So werden unter anderem auch Ari Jaaksi („senior vice president in charge of the effort“) und Bertrand Neveux, der Software-Director gehen müssen.

Mozilla selbst bestätigt inzwischen die Gerüchte.

Mozilla

„We have shifted our internal approach to the internet-of-things opportunity to step back from a focus on launching and scaling commercial products to one focused on research and advanced development, dissolving our connected devices initiative and incorporating our internet-of-things explorations into an increased focus on emerging technologies.“

Im Gegensatz zu anderen Unternehmen handelt Mozilla als Non-Profit-Organisation, will also mit seiner Arbeit in erster Linie kein Geld verdienen, sondern das Internet grundsätzlich besser und sicherer machen.

Löste der Browser Firefox damals erfolgreich Microsofts Internet Explorer dank zahlreicher Innovationen und besserer Bedienbarkeit ab, so ist dieser heutzutage auf gerade einmal noch 14,9 Prozent der PCs und 6,8 Prozent von allen Geräten insgesamt vertreten. Gerade Googles Chrome hat diesem vielerorts längst den Rang abgelaufen.

Das liegt vor allem auch daran, dass Chrome auf den mobilen Plattformen zum Standard wurde, ein Sektor, den Firefox nie wirklich für sich behaupten konnte. Auch das hauseigene Smartphone mit Firefox OS konnte nicht lange überzeugen, zu groß die Konkurrenz mit anderen Betriebssystemen.

Und Firefox OS? Die Initiative auf dem Smartphones startete schon schlecht, um dann letzten Endes ganz zu floppen. Firefox OS auf anderen Geräten kamen auch nicht wirklich beim Nutzer gut an.

Teile der betroffenen Belegschaft sollen laut Mozilla aber die Möglichkeit haben, an anderen Projekten weiterzuarbeiten oder aber sich intern anderswo zu bewerben. Andere wiederum bekämen gewisse Vorteile beim anstehenden Bewerbungs-Marathon angeboten. Was genau man sich darunter vorzustellen hat, ist nicht genauer erklärt worden.


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Über den Autor: Benjamin Mamerow

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