FaceWash: Facebook-Profil durchsuchen und peinliche Inhalte löschen

23. Januar 2013 Kategorie: Internet, Social Network, geschrieben von: Patrick Meyhöfer

Letzte Woche stellte Facebook Graph Search vor. Prinzipiell ein interessantes Tool, ermöglicht es doch alle öffentlichen Informationen von euch, eure Vorlieben und anderen Daten, die ihr bei Facebook freiwillig eingegeben habt, zu verknüpfen und bessere semantische Suchergebnisse anzuzeigen. Sofern das die harmlosen und von Facebook präsentierten Suchanfragen sind, kein Problem. Es gibt allerdings bereits erste Seiten, die bizarre Suchergebnisse mit Graph Search sammeln und einzeln auflisten.

Damit können dann auch allerhand peinliche Tatsachen ans Licht kommen, an die ihr früher nicht weiter gedacht habt, jetzt aber zum Problem werden können. Wer jetzt nicht sein gesamtes Profil manuell nach kritischen Inhalten durchsuchen will, sollte sich einmal FaceWash ansehen.

FaceWashNachdem ihr der App Zugriff auf euer Konto gewährt, durchsucht es fleißig mit einem mitgelieferten Wortfilter, euer Facebook-Profil. Die Suche kann eine Weile dauern, je nachdem wie lange ihr schon bei Facebook seit und wie intensiv ihr Facebook nutzt.

Nach der Suche bekommt ihr alle eventuell peinlichen Einträge  übersichtliche aufgelistet. Dabei werden folgende Elemente durchsucht:

  • Kommentare auf eurer Chronik
  • Kommentare auf Fotos, wo ihr markiert worden seid
  • eigens gepostete Fotos
  • Links, Fotos, auf denen ihr Like geklickt habt
  • gepostete Nachrichten
  • eure Fanseiten

Die Suche mit den eingebrachten Wortfiltern von FaceWash ist für deutschsprachige Nutzer allerdings weniger nützlich, zumindest waren meine Ergebnisse ziemlich sauber, sofern ihr nicht englische Schimpfwörter nutzt. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit eigene Wörter zu filtern, was die Suche doch erheblich vereinfacht. Die brisanten Ergebnisse könnt ihr anschließend einfach mit Klick auf den Link bearbeiten oder löschen.

FaceWash ErgebnisseDerzeit ist FaceWash, sowie Graph Search noch in der Beta-Phase, aber einen Blick kann man durchaus einmal riskieren. Das man vor dem Posten irgendwelcher Nachrichten oder Fotos erst überlegen sollte, brauche ich euch wahrscheinlich eh nicht mehr zu erzählen. (Danke Hannes! via]


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Über den Autor: Patrick Meyhöfer

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Patrick hat bereits 404 Artikel geschrieben.


21 Kommentare

et 23. Januar 2013 um 21:09 Uhr

Dinge die die Welt nicht braucht … genau so wenig wie Facebook

Dan Koes 23. Januar 2013 um 21:11 Uhr

Funktioniert zumindest für deutschsprachige User (Und deren Inhalte) schlecht. Es wird wahrscheinlich nur nach englischsprachigen Schimpfwörtern u.ä gesucht. Und die manuelle Suche kann man sich auch sparen, das eigene Profil durch zu scrollen ist wahrscheinlich noch gründlicher und schneller.

morf 23. Januar 2013 um 21:12 Uhr

@et
Dinge die die Welt nicht brauch … genau so wenig wie dein Kommentar

et 23. Januar 2013 um 21:26 Uhr

Facebook ist doch der letzte Dreck … nur heisse Luft … Null Inhalte …

Koalazumba 23. Januar 2013 um 22:54 Uhr

facebook eignet sich klasse um mit freunden aus aller welt kontakt zu halten oder sich im studiengang über wichtige sachen auszutauschen die für prüfungen relevant sind. wenn man nicht jeden mist hoch lädt ist es echt gut.

und wenn du damit nichts angangen kannst, dann lies doch diese news nicht.

coriandreas 23. Januar 2013 um 23:42 Uhr

Im Artikel wird davon berichtet, dass die App Daten löschen könne. Das tut sie definitiv nicht, sie sorgt dafür, dass diese peinlichen Daten im Frontend verborgen oder geändert werden. Gelöscht wird bei Facebook überhaupt nichts. Da ich Apps auf Facebook grundsätzlich misstraue, wer dahintersteckt und mit welcher Absicht genau solche peinlichen Daten vielleicht auch noch gesammelt werden, werde ich auch diesem Tool nicht gestatten, mein Profil zu durchleuchten. Am Ende sind genau diese Apps im bildlichen Sinne trojanische Pferde, die diese Daten irgendwann wie einen Bumerang zurückschleudern. Mal abwarten, wie das sich mit diesen Netzwerken entwickelt…

Luca 24. Januar 2013 um 02:49 Uhr

Warum kann man sein Profil eigentlich nicht komplett löschen?
Ist das nicht illegal, was Facebook macht? Ich meine, wenn ich meine Daten aus dem Netz nehmen will, kann ich das doch tun, oder? Scheiß Facebook.

Look-Like-Buy.com (@Look_Like_Buy) 24. Januar 2013 um 08:05 Uhr

Facebook has too many bugs I use twitter and nothing else.

DavidK 24. Januar 2013 um 09:46 Uhr

@coriandreas das seh ich auch so. Anscheint macht sich hier niemand Gedanken darüber, das diese APP ALLES durchleuchtet und somit auch ALLES speichern kann. Heißt eins zu eins Kopien von Facebookprofilen inkl. Fotos und Fanpages! Macht mal Freunde macht mal ^^

Malabar 24. Januar 2013 um 10:27 Uhr

Facebook Privacy Watcher ist auch gut.
http://www.daniel-puscher.de/fpw/

Mathias (@DrGimpfen) 24. Januar 2013 um 10:42 Uhr

@Luca Daten verschwinden eh nie komplett.
Selbst wenn eine Firma die Daten aus ihrer Datenbank löscht sind die Daten in Backups immer noch vorhanden und können theoretisch wieder hergestellt werden.
Selbst schuld wer meint alles mögliche ins Internet zu posaunen was später mal peinlich werden könnten bzw, und/oder zu dem man später nicht mehr gerade stehen möchte der hats nicht anderst verdient.
Das Internet vergisst halt nie :)

Luca 24. Januar 2013 um 12:57 Uhr

Na ja, wenn ich was auf meine eigene Internetseite stelle, kann ich es ja auch löschen. Und den Server hab ich auch nur gemietet o_O
Dass es in irgendwelchen Backups noch Kopien gibt ist mir egal, da können “normale Leute” ja nicht drauf zugreifen.

Sven Söhnel 24. Januar 2013 um 13:02 Uhr

Facebook-Account löschen geht wohl hier:
https://www.facebook.com/help/delete_account

…was für Daten aber im Netz bleiben, weiß der Geier…

Hans 25. Januar 2013 um 11:08 Uhr

@et
wenn du mit dem Internet nicht verstehst, was machst du dann hier?

coriandreas 26. Januar 2013 um 12:53 Uhr

@Hans
Ja, genau deswegen ist (oder war?) Apple bisher so stark, weil sie Leute ins Internet gebracht haben, die wirklich keine Ahnung vom Internet haben zund wahrscheinlich denen die Furch vor dem Internet genommen haben. Das ist die große kulturelle Leistung von Apple! Und wenn sie die Kurve wieder kriegen und die GUI ersetzen gegen den Start Strek Voice Commander, wird es noch mehr Leute geben, die “drin” sind, aber überhaupt keinen Zugang zur Technik haben.

coriandreas 26. Januar 2013 um 12:56 Uhr

Ich finde es eher, dass es eine Innovation wäre, auch einen Blog für sog. DAU’s einzurichten. Dann bräuchte man diese Leute nicht so anharschen, sondern diese ganz nett auf den für sie besser geeigneten Blog verweisen.

coriandreas 26. Januar 2013 um 12:59 Uhr

Ach übrigens, der Frust entsteht häufig durch Nichtwissen oder schlecht aufbereiteter Content für DAU’s. Ich denke “et” spricht für viele Low-User, die den Weg hierhin gar nicht schaffen, von denen ich persönlich übrigens einige kenne.

PersonalPrivacy 26. Januar 2014 um 22:47 Uhr

Besonders vor Bewerbungen eine gute Idee.

Als Seite ist natürlich nicht nur Facebook relevant.


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