Facebooks Smart Listen: gar nicht soooo schrecklich kompliziert, oder etwa doch?

19. September 2011 Kategorie: Social Network, geschrieben von:

Vor ein paar Tagen hat Facebook das neue Feature der Smart Listen für alle Benutzer freigeschaltet, nun wirft das neue Feature bei einigen Benutzern allerdings Fragen auf. Wozu, warum, wofür? Auf den ersten Blick ist unter Umständen, bzw. Aktivität im Zuckerberg’schen Universum alles furchtbar kompliziert – viele neue Listen & Co.

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Doch was hat Facebook gemacht? Nichts anderes, als Gemeinsamkeiten zwischen dir und deinen Kontakten zu suchen. So ist eine gemeinsam besuchte Schule, der Ort, ein Arbeitgeber oder gar der Familienstand ein Indiz dafür, mit jemandem in einer Smart List zu landen.Die Angst der Benutzer: jetzt können Leute Status-Updates sehen, von denen ich nicht will, dass sie von eben jenen Leuten gelesen werden.

Letztendlich ist aber eine Smart Liste auch nur eine normale Liste, die man selber anlegen kann. Ich als Benutzer kann in einem Statusupdate immer noch explizit angeben, wer etwas lesen darf. Wer bereits vorher sauber mit Listen gearbeitet hat, der ist gut dran: kaum Veränderung, der Flow bleibt der gleiche. Smart Listen geben ausserdem die Möglichkeit, schnell Statusupdates derjenigen zu lesen, die sich in der Liste befinden – sofern diese etwas teilen mögen.

Wer sich auf die Smart Listen einlässt, der sollte bedenken, dass unter Umständen alte Listen übersprungen werden – sofern ich diese nicht beim Status-Update auswähle. Vielleicht ist ja unter Umständen mal der Chef in einer Smart List – oder jemand anderes, der eigentlich nicht dort hin gehört – oder mit dem du etwas nicht teilen möchtest. Dann pack die Leute am besten in die Liste Eingeschränkt – sie gibt es standardmäßig.

Und bedenke auch: die Leute sehen den Namen und die Teilnehmer der Liste, mit der du etwas teilst – aber nur, wenn es sich um eine vom System angelegte Liste (Familie, Ort, Arbeitgeber etc.)  handelt, selbst angelegte Listen bleiben unsichtbar. Dann gibt es noch die Systemlisten Enge Freunde und Bekannte. Hier geht Facebook einen Schritt weiter: diese Listen lassen sich von dir selber bestücken – teilst du Inhalte mit der Liste, sehen alle Listen-Teilnehmer die gegenseitigen Namen. Facebook sagt dazu: Wenn du etwas mit einer bestimmten Gruppe von Freunden teilst, können sie die Empfänger sehen. Wie auch immer, deine Freunde können nicht sehen, wenn du sie auf eine Liste wie „Enge Freunde“ oder „Bekannte“ setzst.

Zum Beispiel habe ich mit Max und Moritz zwei gute Bekannte auf der Liste und teile etwas mit ihnen  – schon wissen Max und Moritz, dass ich etwas mit ihnen geteilt habe, und das meine Nachricht eben von Max und Moritz gelesen werden kann. Das finden nicht alle gut, verständlich – deshalb sind Benutzer verwirrt. Ich sage dann: dann nutze doch einfach die alten Listen oder bearbeite die neuen.

Das Schöne: ich kann für jede Liste einstellen, welche Statusmeldungen ich lesen will – also kann man zum Beispiel die ollen Spiele gleich ausblenden. Klingt alles mächtig kompliziert? Da gebe ich euch Recht – hat man sich allerdings 10 Minuten reingefummelt und die Listen auf ein Minimum runtergebrochen, dann geht es langsam wieder.

Und halten wir uns immer nur eines vor Augen: entscheidend ist, dass wir wissen, mit wem wir etwas teilen – thats it.


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