Facebooks neuer Like-Button als Spam-Schleuder

8. März 2011 Kategorie: Internet, Social Network, geschrieben von: caschy

Achtung aufgepasst! Vor ein paar Tagen beschrieb ich in meinem Beitrag „Facebook: mögen gleich teilen“ die neue Funktion des Facebook Like-Buttons. Dieser hinterlässt nämlich nicht, wie früher, einen kleinen Link auf der Pinnwand, sondern mittlerweile Textauszüge und ein Vorschaubild. Diese Tatsache machen sich einige Affen natürlich zunutze: sie legen die Funktionalität des Buttons zum Beispiel über ein YouTube-Video. Ihr seht also auf irgendeiner Seite ein YouTube-Video, wollt dieses „mal eben“ anschauen und klickt auf Play.

Das perfide: in diesem Moment wird, sofern ihr bei Facebook eingeloggt seid, die Seite schön prominent in eurem Profil platziert. Ein gefundenes Fressen für alle Spammer dieser Welt. Die Jungs von T3N haben sich des Themas angenommen (welches von André Vatter publik gemacht wurde), ich allerdings verweise auf keine Beispielseite, da diese erstens mit Werbung gespickt ist und ich nicht möchte, dass Menschen zufällig auf der Seite in die Spam-Falle trampeln.

Ja, wir entwickeln uns kommunikationstechnisch in eine spannende Richtung – doch auf dem Weg in das Neue und Unbekannte warten noch viele Steine, die uns im Weg liegen – und auch Wegelagerer und anderes Gesocks wird uns in Zukunft weiterhin auflauern…

 



Über den Autor: caschy

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31 Kommentare

Saxelfur 8. März 2011 um 11:48 Uhr

Ich sehe ständig solche Videos, die Bekannte aus Versehen auf FB posten – zum Teil ist es ja auch lustig, weil das fast immer Videos sind wie „Heiße 19-Jährige von ihren Freunden beim Strippen erwischt“ oder so …

Ob es hilft, wenn man Facebook diese Videos immer als Spam meldet?

janbpuntk 8. März 2011 um 11:51 Uhr

Anfangs hielt ich das „neue Teilen“ ja für ganz praktisch, aber mittlerweile nervt es echt nur noch…
Fast so schlimm, wie der arme strangulierte Hund, der momentan wieder die Runde macht :-/

Heiko 8. März 2011 um 11:53 Uhr

@Saxelfur: ich habe inzwischen den Eindruck, dass das „als Spam melden“ entweder ein Placebo ist oder die vor lauter Meldungen gar nicht wissen, wo sie anfangen sollen.

Martin Thielecke (mthie) 8. März 2011 um 11:55 Uhr

Grade auf Facebook hilft es, wenn man z.B. im Chrome einfach „Im Inkognito-Fenster öffnen“ drueckt und schon kann auch kein Like per Klick ausgeloest werden 🙂

Hendrik 8. März 2011 um 11:58 Uhr

Logge mich eh immer aus.

pihive 8. März 2011 um 11:59 Uhr

ich benutze mittlerweile das disconnect addon für Chrome:
http://www.disconnectere.com/
blockt facebook, google twitter und noch ein paar.

Lolmir 8. März 2011 um 12:03 Uhr

Das gab es vorher auch schon. Da wars halt nur der kurze Psot ohne Bilder und Vorschau Video. Aber es war genauso nervig.

Wenn man selber in die Falle tappt zu seinem Profil switchen und den Eintrag löschen.

Jeder halbwechs intelligente Mensch erkennt diese Links aber auch schon vorm klicken.

Manox 8. März 2011 um 12:29 Uhr

Man sollte auch nicht überall gleich immer eingeloggt sein.

Max 8. März 2011 um 12:39 Uhr

Danke pihive für den Tipp mit dem Disconnect Tool. Es ist eine ziemliche Sauerei, dass man heutzutage ständig irgendwo mit Facebook verbunden wird. Und ständig neu einloggen ist auch blöd.

Da kommt das „Block-Tool“ gerade recht!

The Bruteforcer 8. März 2011 um 12:46 Uhr

Das war auch vorher schon prominent, meist gab’s dann die aber Aufforderung, auf „Gefällt mir“ und Teilen zu klicken, um den Content zu sehen (den man auch ohne Verteilerei ansehen konnte) – selbst den Dislike-Button wollte man den Leuten andrehen (haben viele geschluckt, heise hatte auch drüber berichtet).

Für den Firefox kann ich NoScript empfehlen, selbst wenn man den JavaScript-Schutz deaktiviert, wird man vor dem Clickjacking gewarnt.

Auf Facebook empfiehlt es sich vielleicht auch, Sophos „zu mögen“: http://www.facebook.com/#!/SophosSecurity

Fuchs 8. März 2011 um 12:58 Uhr

Es ist einfach nur nervig…. Hier mein Demo-Video zu dem „Trick“: http://www.youtube.com/watch?v=JFGM502K9ik und hier der Beitrag in meinem Blog: http://www.einfach-fuchs.de/facebook-like-spam

Paul Peter 8. März 2011 um 13:00 Uhr

Für alle Firefox 3.6 Nutzer könnte die Erweiterung „No FB Tracking“ https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/no-fb-tracking/ sehr hilfreich sein, denn so werden alle FB-Elemente auf Nicht-FB-Seiten eliminiert. Leider ist die Erweiterung für FF 4.0beta nicht verfügbar 🙁

Fraggle 8. März 2011 um 13:06 Uhr

Mich nervt dieses Facebook Gedöns Like/Dislike sowieso. Nicht aber, weil einfach ein Button auf der Seite ist, sondern weil auf manchen Seiten die Funktionalität eingeschränkt ist. So ist bei mir facebook JS per se nicht erlaubt. Auf einigen Seiten kann man aber nur Kommentare schreiben, wenn Facebook JS erlaubt ist. Und das nervt. Zumal ich Facebook eh nicht nutze, muß man sich die Frage stellen, warum das JS dann auf manchen Seiten nötig ist für Funktionen, die FB unabhängig sind.

Manuel 8. März 2011 um 13:51 Uhr

NoScript für Firefox erkennt dieses sogenannte „Click Hijacking“ zuverlässig und blockiert es. Such ich mir halt den Youtube-Link aus dem Seitenquelltext raus, pech gehabt.

ben 8. März 2011 um 14:26 Uhr

Wenn man sich die Nutzerzahlen von Facebook anschaut bin ich eigentlich positiv überrascht wie gering bzw. nahezu gegen Null gehend Spam betrieben wird (oder bekomme ich das nur nicht mit?). Klar die „Klick like um den Inhalt zu sehen“ Dinger sind mir schon untergekommen, aber ignoriert und fertig. Die neue Masche ist schon um einiges dreister aber ich denke da wird sich schon eine Lösung für finden und bis dahin Augen auf und Kopf an beim surfen =)

Blaine 8. März 2011 um 14:52 Uhr

Der Mist wird zuverlässig von Adblock Plus geblockt. Voraussetzung ist natürlich eine Social-Media-Filterliste:
http://goo.gl/clAg3

René 8. März 2011 um 15:12 Uhr

@Blaine

Und bei stadt-bremerhaven.de wird jetzt auch geblockt. :-0

http://awurl.com/tlZsQ0WsZ

Susanne 8. März 2011 um 15:21 Uhr

Zukunft war niemals leicht… und ehlrich gesagt gönne ich es auch facebook von ganzen Herzen, wenn die mal etwas nicht unter Kontrolle haben. Immerhin haben sie schon 16.215.380 Nutzer, allein in Deutschland. Und über die Leute hat das Ding doch Kontrolle. Ich hab erst heute gelesen, dass Gesundheitsexperten Intensivnutzern empfehlen, ein Facebook-Fasten zu machen. Und was denkste denn, wie viele das machen? Die sagen dann alle „nöö warum sollte ich denn“. Aber in Wirklichkeit würden die meisten doch schwitzend und zitternd vor ihren Rechnern hängen und heulen, wenn die nicht auf Facebook einen Furz mit jemandem teilen können. -.-

Und nein, ich habe keinen Twitternamen.

Andre 8. März 2011 um 16:35 Uhr

Hey,
in Firefox kann man sich ja einfach das Addon No Script holen.

Wenn ihr das aktiviert habt, selbst, wenn auf jeder Seite Javascript erlaubt ist, generiert das Addon eine Warnung von wegen Clickjacking und blockt das ganze.

Kannst du villeicht noch in den Beitrag mit aufnehmen. 😉

Felix 8. März 2011 um 17:42 Uhr

Never gonna give you up, never gonna let you doooown, never gonna roll aroouuund, and hurt youuuu 🙂

Johannes 8. März 2011 um 18:16 Uhr

Da braucht man gar nicht unbedingt einen Button anzuklicken, es reicht, eine Facebook-App aufzurufen (in meinem Fall für den Versuch, die App an Facebook zu melden). Richtig programmiert muss man die nicht hinzufügen. So haben sie zwar keinen direkten Zugriff auf die Daten des Facebook-Kontos, aber sie können jedes beliebige JavaScript von einem externen Server laden und im Kontext von Facebook ausführen. Also eben doch wieder Zugriff auf alles, was zum Posten von Links genutzt wurde. In einer Minute über zweihundert Links auf den Seiten der Freunde gepostet. Das Entfernen braucht unter optimalen Bedingungen 4 Klicks pro Posting (wenn man den Eintrag auf der Wall noch oben findet), plus Ladezeit (hier DSL2000) schafft das keiner, die Werbung ist also sicher platziert. Man möchte sich doch glatt von Facebook verabschieden. Wenn da nicht die schönen Spiele wären.

Frank [LimFoto] 8. März 2011 um 18:44 Uhr

Wie gut das es die Infos dazu gibt, Danke!

Leif 8. März 2011 um 19:59 Uhr

Ich bin nun seit 14 Jahren in Mailboxen und dem Internet unterwegs, aber eine so undurchsichtige Seite wie Facebook habe ich noch nie zuvor erlebt. Erst vor ein paar Tagen habe ich wieder 5 Minuten lang nach einer bestimmten Option gesucht und in der Vergangenheit fragte ich mich immer häufiger was für Auswirkungen/Folgen bestimmte Buttons wie „teilen“ überhaupt haben.
Für mich ist Facebook von Benutzerseite betrachtet ein Grauen. Ja selbst zu den eigenen Alben zu gelangen kann manchmal in einer Klickorgie enden. Man sieht einfach das sie einst mit einem kleinen Berg an Funktionen angefangen,und dann immer munter aufgeschüttet haben ohne etwas an der Benutzerführung zu ändern.

Wenn ich Facebook nutze dann fast nur auf den Smartphone. Dort ist es wenigstens übersichtlicher. Im Grunde hat Luke Wroblewski einfach recht. Wer eine Anwenderfreundliche Seite gestalten will sollte immer mit der mobilen Version beginnen.

Spritbambi 9. März 2011 um 14:59 Uhr

zum Thema „falsch oder echt?“ eine schöne Grafik:

http://www.wi3.at/blog/faceboo.....f_facebook

coriandreas 10. März 2011 um 15:43 Uhr

Na, sind wir hier nicht alle „portable“?
Zum Glück bin ich mit mehreren Firefox’s, Opera’s und (neuerdings auch wieder, Speicherverbrauch gelöst!) Chrome’s unterwegs:-)
Danke Caschy!
Apropos Malware: Zum Glück habe ich nur gesicherte Personen in meinen Accounts – nur die Dummheit mancher User beim blinden Verlinken kann ich natürlich nichts entgegnen:-(




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