Facebook will mit neuem Tool selbstmordgefährdeten Menschen und deren Freunden helfen

26. Februar 2015 Kategorie: Social Network, geschrieben von: Pascal Wuttke

Facebook rollt in den kommenden Wochen in den USA ein Tool aus, welches Menschen mit Suizid-Gedanken helfen soll. Für die Entstehung des Tools hat Facebook eng mit Einrichtungen für mentale Gesundheit zusammengearbeitet und stellt eine Task-Force aus ehemals suizidgefährdeten Menschen zusammen, die den Betroffenen Nutzern mit der eigenen Erfahrung über einen Chat helfen sollen.

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Facebook appelliert dabei an Facebook-Nutzer, nicht zu lasch mit Anzeichen von Freunden umzugehen. Wenn ein Facebook-Freund etwas auf Facebook postet, das den Anschein einer bevorstehenden Selbstverletzung oder gar auf Selbstmord macht, soll man umgehend handeln. Logischerweise sollte man sich nicht im ersten Schritt an Facebook wenden, sondern Kontakt mit der örtlichen Notfallstelle für Selbtsmordgefährdete aufnehmen oder bei akutem Verdacht direkt den Notruf wählen.

Jedenfalls bietet Facebook künftig eine Option an, verdächtige Beiträge von Freunden zu melden. Daraufhin wendet sich ein Mitglied des Suicide Prevention Teams an den Nutzer. Im ersten Step erhält der Betroffene Nutzer beim nächsten Einloggen einen Hinweis, dass ein Freund besorgt ist aufgrund des Posts. Er wird gefragt, ob er vielleicht Hilfe benötigt und mit jemandem darüber sprechen möchte. Zudem erhält der Betroffene Tipps in Form von Videos und Hilfestellen, an die er sich zusätzlich wenden kann. Diese Vorgehensweise klingt vielleicht auf den ersten Blick etwas plump, jedoch ist sie in Zusammenarbeit mit klinischen und akademischen Partnern entwickelt worden. Zudem soll es dem/der Betroffenen ein Gefühl geben, dass er/sie nicht allein mit seinem/ihrem Problem sein könnte und es Leute gibt, die sich um ihn/sie sorgen.

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Auf der anderen Seite bietet Facebook den besorgten Personen, die den verdächtigen Post gemeldet haben ebenfalls Hilfe an. Sie erhalten optional die Möglichkeit sich über einen Anruf oder Textnachricht mit dem Freund in Verbindung zu setzen. Außerdem wird Ihnen zur Unterstützung die Selbstmord-Hotline zur Verfügung gestellt, die den Menschen helfen soll mit der Situation umzugehen.

Die Funktion wird von Facebook in den kommenden Monaten in den USA serverseitig ausgerollt und soll schnellstmöglich daraufhin auch global zur Verfügung gestellt werden.

(Quelle: Facebook)



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Über den Autor: Pascal Wuttke

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