Facebook bietet Video-Publishern einen Teil der Werbeeinnahmen an

3. Juli 2015 Kategorie: Internet, Social Network, geschrieben von:

Facebook versucht schon seit längerer Zeit, Video-Publisher davon zu überzeugen, dass eine direkte Veröffentlichung im Social Network viel toller sei als bei YouTube. Nun geht Facebook einen Schritt, der tatsächlich für mehr Video-Content sorgen könnte. Geteilt werden sollen die Einnahmen durch Werbeanzeigen, so wie es eben auch YouTube macht. Beim Anteil, den Publisher einstreichen können, macht Facebook keine Experimente und nimmt sich ebenfalls YouTube als Vorbild. 55 Prozent der Einnahmen, die durch Werbung generiert werden, gibt Facebook an die Publisher ab.

Facebook-Logo

Die Videos, die für diese Einnahmequelle in Frage kommen, werden im vom Facebook aktuell getesteten News Feed unter „vorgeschlagen“ angezeigt. Facebook will nun erst einmal testen, wie die Werbevideos überhaupt angenommen werden. Bis zum Abschluss des Tests wird Facebook den Werbern nichts berechnen. Ob in diesem Fall bereits die Publisher Erlöse erhalten, ist nicht bekannt, aber wo keine Einnahmen sind, kann auch nichts geteilt werden.

Bereits gestern änderte Facebook eine Option für Werber. Die Darstellung von Videoanzeigen wird nun erst berechnet, wenn das Video mindestens 10 Sekunden abgespielt wurde. Werber beschwerten sich, dass Facebook alle Views berechnet, auch wenn die Inhalte nicht betrachtet wurden.

Größere Publisher dürften durch die neue Einnahmequelle durchaus einen gewissen Anreiz haben, ihre Videos direkt bei Facebook zu veröffentlichen. Facebook und YouTube sind aber nicht die einzigen Unternehmen, die exklusive Inhalte haben möchten. Snapchat bietet seit einiger Zeit die Snapchat Stories und Twitter hat einen eigenen Videodienst gestartet. Da ist viel Bewegung im Markt, den YouTube aktuell noch beherrscht.

(Quelle: Venture Beat)

Du entscheidest mit! Wir suchen das Smartphone des Jahres 2017! Jetzt abstimmen!

 

Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Sascha hat bereits 9399 Artikel geschrieben.