Facebook verbessert erneut seine Präventionsmaßnahmen bei möglichen Selbstmordversuchen

28. November 2017 Kategorie: Internet, Social Network, geschrieben von:

In einem recht ausführlichen Beitrag erläutert man bei Facebook, wie das Team derzeit wieder einmal seine Präventionsmaßnahmen im Falle von möglichen Selbstmordversuchen oder ähnlichen Fällen ausbaut, um so schnell wie möglich angemessen reagieren zu können, sollte ein Nutzer der Plattform eventuell etwaige Andeutungen in einem seiner Beiträge machen. Leider kommt es immer wieder vor, dass Menschen aus zahlreichen Gründen mit ihrem Leben derart unzufrieden sind, dass sie dieses einfach beenden wollen. Oftmals lassen sich erste Anzeichen dafür leider viel zu spät in deren Äußerungen in sozialen Netzwerken wiederfinden. 

Gegen das späte Entdecken will Facebook weiterhin ankämpfen. Dazu gibt es wohl nicht nur die Möglichkeit für jeden einzelnen User, entsprechende Beiträge umgehend einem Team von Facebook zu melden, das rund um die Uhr erreichbar ist und laut Meldung sehr genau erkennen und differenzieren kann, welche Meldungen mit erhöhter Priorität zu behandeln sind.

Parallel dazu überarbeitet Facebook nämlich wohl auch weiterhin seine sogenannte „pattern recognition“-Technologie, die anhand gewisser Muster in den Äußerungen erkennen soll, ob ein Nutzer eventuell gerade geneigt ist, sich etwas anzutun. Durch die stetige Verbesserung möchte man dafür sorgen, dass es zu immer weniger False Positives kommt – also Fehlalarmen.

Oftmals erkenne die Technologie bereits anhand von Kommentaren wie „Bist du ok?“ oder „Mach keinen Scheiß!“, wenn es sich um derartige Beiträge handelt und informiert dann umgehend ein speziell ausgebildetes Team, das sich auf den korrekten Umgang mit Personen mit Suizid-Gedanken spezialisiert hat. Die KI, die der Erkennung zugrunde liegt, werde laut Facebook nun auch außerhalb der USA getestet – allerdings nicht in Europa, hier machen vermutlich wieder einmal spezielle Datenschutz-Richtlinien Probleme.

Natürlich wird das Vorhaben von Facebook nicht nur auf Suizid-Fälle ausgelegt, auch andere Formen der Selbstverletzung oder möglichen Fällen von häuslicher Gewalt können so hoffentlich bald noch schneller erkannt werden.


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