Facebook: Posts von Freunden sollen im News-Feed präsenter werden

29. Juni 2016 Kategorie: Internet, Social Network, geschrieben von: André Westphal

artikel_facebookFacebook: Ein soziales Netzwerk möchte wieder sozialer werden. Das hat schon die Einführung der neuen Slideshows unterstrichen, welche User anregen sollen mehr Fotos und Videos hochzuladen. Den gleichen Weg schlägt ein Update für die News-Feeds ein. So werden letztere immer mehr von redaktionellen Inhalten diverser Websites dominiert. Dabei kommen natürlich auch reichlich interessante Informationen rüber. Doch wird der News-Feed dadurch eher zu einer anonymen Nachrichten-Sammlung, als einem Bereich, der persönliche Anekdoten von Freunden bereithält. Ein Update soll die Beiträge der eigenen Freunde nun wieder mehr in den Vordergrund rücken.

Ein ähnliches Update hatte Facebook übrigens schon 2015 veröffentlicht, geht jenen Weg aber nun noch konsequenter weiter. Beiträge von Freunden, dazu zählen Fotos, Videos, Status-Updates sowie deren geteilte Links, sollen im News-Feed nun weiter nach oben rutschen. Facebook reagiert mit der Veränderung laut eigenen Aussagen auf die Wünsche seiner Nutzer. Die Veränderung soll speziell für diejenigen von Vorteil sein, die viele Freunde besitzen, welche eifrig Beiträge posten. Allerdings tritt die Optimierung des News-Feeds nicht auf Schlag ein, sondern soll über die kommenden Wochen nach und nach stattfinden.

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Facebook weist Betreiber von Pages zugleich darauf hin, dass die Veränderung des News-Feeds in einigen Fällen zu weniger Traffic durch Weiterleitungen führen könnte. Wie sehr sich das Update auswirken werde, solle aber stark davon abhängen, wie der jeweilige Adressatenkreis aussieht bzw. woher die Leser kommen, wenn sie auf die jeweilige Facebook-Site zugreifen. Beispielhaft führt Facebook an, dass der Traffic kaum einbrechen sollte, wenn viele Nutzer zur Page geführt werden, indem sie auf Likes und Kommentare von Freunden reagieren. Sollte wiederum das Gros des Traffic über direkte Page-Posts generiert werden, könnte es deutlicher spürbare Einbußen geben.

Im Grunde kehrt Facebook nun ein wenig zu seinen Ursprüngen zurück: In den letzten Jahren hatten Pages und redaktionelle Inhalte im sozialen Netzwerk immer mehr an Bedeutung gewonnen. Mittlerweile hat man gemerkt, dass dies jedoch zulasten der Nutzerinteraktionen gegangen ist. Man darf gespannt sein, ob das Gegensteuern von Facebook nun die gewünschte Abhilfe schafft.


 

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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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