Facebook: Neue Tools für Gruppen-Admins und Zuckerbergs Plan der gesellschaftlichen Zukunft

23. Juni 2017 Kategorie: Internet, Social Network, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Rund 2 Milliarden Nutzer kann Facebook vorweisen, das ist ein beachtlicher Anteil der Weltbevölkerung. Facebook spielt deshalb auch eine große Rolle, wenn es um Veränderungen geht. Auch gesellschaftliche Änderungen. Man schickt heute beispielsweise keine Postkarte mehr, sondern verteilt Urlaubsgrüße digital. Klar wird dies auch erst durch die fortschreitende Technik möglich gemacht, aber Netzwerke wie Facebook haben einen großen Anteil daran, dass wir eben so handeln wie wir heute handeln.

Das bringt für Facebook auch eine gewisse Verantwortung, das sieht man an den Debatten über Hatespeech oder Fake News. Facebook muss hier quasi einen goldenen Mittelweg finden. Den Nutzern genug Freiheiten lassen, dass sie Facebook gerne nutzen, aber auch so weit eingreifen, dass sie sich bei Facebook wohlfühlen können, keine Angst vor Bedrohungen jeglicher Art haben müssen.

Dieser Verantwortung ist sich Facebook bewusst. Mark Zuckerberg hat Facebooks neue Mission vorgestellt: Die Welt enger zusammenbringen. Während das letzte Jahrzehnt genutzt wurde, um die Welt zu öffnen und zu vernetzen, soll es bei Facebook nun darum gehen, die Nutzer zu Communities zusammenzuführen.

Die großen gesellschaftlichen Probleme lassen sich nur gemeinsam lösen und an diesem Gemeinsam möchte Facebook eben mitwirken. Aus diesem Grund werden Communities stärker in den Fokus gerückt. In diesem Zusammenhang fand auch der erste Communities Summit statt. Facebook beginnt mit neuen Tools, Gruppen-Admins besser zu unterstützen, diese sind es, die die Menschen schließlich zusammenführen.

Zu den neuen Tools gehört Group Insights, Admins können so einfacher verfolgen, wie ihre Gruppe wächst und wie sich in ihr engagiert wird. Das soll dabei helfen, besser auf die Gruppe eingehen zu können. Auch Mitgliederanfragen – laut Facebook eines der zeitraubendsten Dinge in Gruppen – können künftig schneller abgearbeitet werden. Facebook stellt Filter zur Verfügung, um die Anfragen nach Alter, Geschlecht, Ort und so weiter zu filtern. Im Anschluss kann man dann auch gleich alle Anfragen akzeptieren oder ablehnen.

Böse Buben (geschlechtsunabhängig natürlich) sollen draußen bleiben. Hier vereinfacht Facebook ebenfalls das Vorgehen. Entfernt ein Admin jemanden aus einer Gruppe, werden auch alle Posts, Kommentare und andere Personen, die von dieser Person hinzugefügt wurden, automatisch entfernt.

Geplante Posts sind ebenfalls eine Neuerung. Admins können Posts nun mit einem Datum und einer Uhrzeit versehen, um sie dann zum entsprechenden Zeitpunkt automatisch zu veröffentlichen. Zu guter Letzt gibt es noch „Group to Group“-Linking. Admins können so auf andere Gruppen verweisen, die thematisch passend sind. So sollen die Communities enger verknüpft werden.

Interessanter Ansatz, den Mark Zuckerberg da von sich gegeben hat. Allerdings finde ich es schon ein bisschen befremdlich, wenn praktisch ein Tech-Unternehmen an unser gesellschaftlichen Zukunft bastelt. Da geht meiner Meinung nach zu wenig von der Gesellschaft selbst aus, daran ändern auch Communities Summits nichts. Was meint Ihr, kann so eine Mission des enger Zusammenführens der Gesellschaft zur Lösung der großen Probleme via Social Network funktionieren? Also jetzt nicht auf 2, sondern einfach mal 20 Jahre gesehen.


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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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