Facebook soll zum Musikstreaming-Anbieter werden, beginnend mit Videos

9. Juli 2015 Kategorie: Social Network, geschrieben von:

2015, das Jahr in dem Musikstreaming so richtig Fahrt aufnimmt? Neben den reinen Musikstreaming-Diensten wie Spotify, Deezer, Tidal und wie sie nicht alle heißen, gibt es mit Google Music und Apple Music auch zwei Anbieter, die Musikstreaming neben einer ganzen Reihe anderer Dienste anbieten. Zu diesen könnte sich bald auch Facebook gesellen, sollten sich die Gerüchte bewahrheiten. Allerdings wird Facebook wohl vorerst auf Musikvideos setzen, also nur indirekt zu den Audiostreaming-Diensten, wohl aber ein Angriff auf Googles Musikvideo-Angebot via YouTube.

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Nach den Musikvideos soll dann allerdings auch ein reiner Audiostreaming-Dienst kommen, wie Music Ally berichtet. Bis dahin haben die aktuellen Musikstreaming-Dienste quasi noch Gnadenfrist. Es soll nämlich noch eine ganze Weile dauern, bis Facebook mit reinem Audiostreaming kommt.

Die Musikvideos sollen aber bereits in den nächsten Monaten bei Facebook auftauchen. Rechteinhaber können sich auf Zahlungen einstellen, die denen von YouTube entsprechen. Auch YouTubes Content ID soll von Facebook übernommen werden. So könnten Nutzer Musikvideos hochladen, die Rechteinhaber erhalten dann entweder eine Vergütung durch die Werbeeinnahmen oder das Video wird gelöscht.

Facebook hat sowohl die Plattform als auch die entsprechende Anzahl an Nutzern, um so einen Dienst tatsächlich relevant zu machen. Die Videostreams werden wohl durch Werbung finanziert, die Facebook-Nutzer müssten also nichts dafür bezahlen, um Musikvideos bei Facebook zu konsumieren. Wie das Geschäftsmodell dann bei Audiostreaming aussehen soll, ist bisher nicht bekannt.

Interessant wird auch sein, ob Facebook diesen Dienst in seine Haupt-App integriert oder ihn auslagert, wie zum Beispiel den Messenger. Auf jeden Fall werden Musikliebhaber wohl bald noch eine weitere Quelle für den digitalen Musikgenuss in Anspruch nehmen können. Wettbewerb schadet bekanntlich nie, sollen sich die Unternehmen ruhig damit beschäftigen, der Nutzer kann davon nur profitieren.

(via Business Insider)

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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