Facebook Messenger steckt Prügel ein

11. August 2014 Kategorie: Social Network, geschrieben von: caschy

Bildschirmfoto 2014-08-11 um 14.52.14Facebook kann auf Smartphones künftig nur noch mit zwei getrennten Apps genutzt werden, will man alle Funktionen nutzen. Die Abspaltung der Messenger-Funktion war schon lange kommuniziert, nun ist die Änderung bei vielen bereits vollzogen worden. Während mein Android-Smartphone mit der Facebook-App noch ohne den Messenger auskommt und ich so private Nachrichten schicken und empfangen kann, sieht es unter iOS anders aus – der Messenger ist Pflicht.

Durch die Trennung schoss der Facebook Messenger natürlich in ungeahnte Höhen, was die Nutzerzahl / Downloads angeht – sowohl im Google Play Store, als auch im App Store von Apple. Zwar hat sich Facebook bereits einigte Male erklärt, warum man die Trennung vollzieht, doch diese Gründe wollen die meisten Nutzer, die sich beschweren, nicht gelten lassen.

Facebook teilte im Juli mit, dass man gemessen hätte, das Menschen 20 Prozent schneller auf Nachrichten antworten, wenn sie den Facebook Messenger nutzen, des Weiteren wäre es für Facebook einfacher die Messenger-App losgelöst vom Facebook-Client zu entwickeln.

Viele Kritiker unterstellen Facebook durch den Messenger eine erhöhte Sammelleidenschaft in Sachen Daten, was eigentlich Mumpitz ist, denn die Messenger-App verteilt nicht mehr Daten, als man das eh über die Facebook-App schon getan hat. Gerade Android ist hier in der Kritik, dabei gab es ja schon Äußerungen zum Thema Facebook und Android-Berechtigungen.

Wie auch immer – ich habe den Messenger am Wochenende in den Stores beobachtet – Bewertungen ohne Ende, die meisten natürlich mit ordentlicher Kritik, dass man nicht eine zweite App wolle. Viele kündigten durch diesen Zwang eine Löschung ihres Profils an, doch dies wird bei vielen sicherlich auch die erste Enttäuschung und damit heiße Luft sein.

Facebook selber teilte mit, dass man sich durch die strikte Trennung besser auf die Performance der jeweiligen Apps konzentrieren könne und auch eine schnellere Entwicklung sei möglich. Ob dies allerdings beim Kunden auf offene Ohren stößt, darf dahingestellt sein.

Facebook ist nicht der erste Vertreter, der mit Negativ-Bewertungen getroffen wurde, jüngst erst kassierte Foursquare Prügel. Prognose: nach wenigen Tagen hat sich die erste Aufregung gelegt und die Leute werden problemlos mit dem Messenger umgehen – oder habt ihr etwa nun Konsequenzen gezogen?


Über den Autor: caschy

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