Facebook Messenger soll 2016 auftrumpfen

7. Januar 2016 Kategorie: Social Network, geschrieben von: André Westphal

facebook messenger

Der Facebook Messenger ist mittlerweile für viele Menschen unterwegs ein alltägliches Kommunikations-Tool geworden. Zum Start des Jahres 2016 hat das soziale Netzwerk deswegen eine kleine Bilanz gezogen: Ende 2015 verbuchte man den Meilenstein, dass ca. 800 Mio. Menschen den Facebook Messenger monatlich genutzt haben. Laut Facebook sei dies „eine gute Zahl“. Doch es gebe noch etliche Möglichkeiten für den Messenger, die man im neuen Jahr nutzen wolle. Die Einführung von Video-Chats, Emojis oder die Messenger Requests – allesamt Neuerung des Jahres 2015 – seien nur der Anfang. 2016 wolle man bei Facebook noch eins draufsetzen.

Facebook prophezeit als allgemeinen Trend für 2016, dass die Telefonnummer eine immer geringere Rolle spielen werde: Klassische Telefonate oder SMS seien mittlerweile nahezu bedeutungslos, da man über Messenger oder Telefonie-Funktionen selbiger deutlich vielschichtigere Text-, Audio- und Videonachrichten austauschen könne. Für den Facebook Messenger benötige man nicht einmal mehr ein Facebook-Konto, so dass das soziale Netzwerk hier eine Art Nachfolger klassischer Telefonnummern zu erkennen vermag. Nun ja, etwas kritisch will ich dazu anmerken, dass Facebook hier stark aus US-Perspektive denkt: In Deutschland sieht es etwas komplizierter mit mobilen Breitbandverbindungen, Datenvolumen und Preisgestaltung aus, so dass hierzulande Messenger trotz aller Funktionen zumindest die klassischen Audio-Telefonate wohl nicht so schnell ersetzen werden.

facebook messenger 2016 trends

Als Trend habe man bei Facebook zudem erkannt, dass Messenger-Threads langsam Apps ersetzen. Bei Facebook wolle man an diesem Punkt ansetzen und den Nutzern noch mehr Möglichkeiten geben, um sich im Messenger quasi ein eigenes Nest einzurichten. Das soll sowohl für intime Gespräche mit dem Partner, Klönen mit der Oma oder Business-Talk mit dem Chef gelten. Dafür seien auch die Messenger-Gruppen laut Facebook bestens geeignet.

Um den Messenger interessant zu halten, wolle Facebook laut eigenen Aussagen zudem seinen virtuellen Assistenten „M“ erweitern, der einigen Usern in den USA bereits testweise unter die Arme greift. Die K. I. ähnelt vom Prinzip her Microsofts Cortana. Leider ist noch offen, wann „M“ in Deutschland zur Verfügung stehen wird. Allerdings kündigt Facebook für die Zukunft große Pläne mit der K. I. an. Da darf man gespannt sein.

Ich selbst nutze den Facebook Messenger durchaus häufig, aber meistens beschränke ich mich auf die Kernfunktionen: Nachrichten tippseln, mal ein Bildchen verschicken oder in einer Gruppe über irgendein gerade aktuelles Thema schnacken. Gerade „M“ würde ich jedoch gerne mal genauer kennenlernen. Bleibt zu hoffen, dass der digitale Assistent uns hier in Deutschland vielleicht noch 2016 erreicht.


 

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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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