Facebook integriert HouseCall Virenscanner von Trend Micro in sein Netzwerk

22. Juni 2014 Kategorie: Backup & Security, Internet, Social Network, geschrieben von:

Seit 2012 sind Trend Micro und Facebook Partner, dadurch soll erreicht werden, dass weniger Malware und Spam über das soziale Netzwerk mit mehr als 1 Milliarde Nutzern verbreitet wird. Diese Partnerschaft bauen die beiden Unternehmen jetzt aus. Facebook integriert Trend Micros „HouseCall“ in das Netzwerk, gibt Nutzern so die Möglichkeit, ihre Systeme direkt über Facebook nach Schädlingen scannen. „HouseCall“ ist ein Online-Viren-Scanner und unterstützt Facebooks eigene Schutzmechanismen, die erkennen, wenn ein Nutzerkonto gekapert wurde und warnen entsprechend.

Facebook-Logo

Die Integration von „HouseCall“ soll dafür sorgen, dass Nutzer nicht von anderen Nutzern, deren Konten missbraucht werden, infiziert werden und somit selbst zur Spam- und Virenschleuder werden. Die Funktionsweise erklärt Trend Micro wie folgt:

Will sich ein Anwender einloggen, auf dessen Konto Facebook verdächtige Aktionen festgestellt hat, erhält er eine Facebook-Benachrichtigung, die ihn auffordert, das System mit dem kostenlosen Online-Scanner auf Schadsoftware prüfen zu lassen. Weil diese Meldung vollständig in die Facebook-Oberfläche eingebunden ist, halten Anwender sie nicht versehentlich für einen Betrugsversuch – wie bei sogenannter „Scareware“ üblich. Stimmt der Benutzer dem Scan zu, muss er den „HouseCall-Launcher“ in Form einer kleinen Datei herunterladen, durch den der Online-Scan gestartet werden kann. Daraufhin wird das System auf Malware durchsucht und eventuell gefundene Schadsoftware entfernt. Das Cleanup-Fenster minimiert sich, sodass der Anwender auch während des Scans das soziale Netzwerk weiter benutzen kann. Ist die Malware-Prüfung abgeschlossen, erhält der Anwender eine Benachrichtigung im Globus-Symbol, ob die Säuberung erfolgreich war.

Dass Facebook sich und seine Nutzer vor solchen Bedrohungen schützen muss, liegt auf der Hand. Bei der Masse an Nutzern, könnte sich gewisse Malware unglaublich schnell ausbreiten, wenn sie nicht erkannt wird. Ob Facebook allerdings gut daran beraten ist, über das Tool die Rechner der Menschen zu scannen, sei dahingestellt. Während ich nicht glaube, dass Facebook hier irgendwelche bösen Absichten hat, gibt es sicher wieder genügend Menschen, die darin nur einen weiteren Eingriff in die Privatsphäre sehen, anstatt den Schutz zu erkennen. Just my 2 Cents. (Danke Deniz!)


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Quelle: Trend Micro |

Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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