Facebook geht gegen „Engagement-Bait“ vor

18. Dezember 2017 Kategorie: Social Network, geschrieben von:

Like wer noch kennt – jeder ist wohl schon einmal über eine Aufforderung in Social Networks gestolpert, die bestimmte Reaktionen hervorrufen möchten. Sei es ein Like, ein Teilen oder auch per Abstimmung durch Nutzung eines bestimmten Reaction-Buttons. Was bei Social Media Managern dieser Welt als super einfaches Mittel zur Nutzerinteraktion gesehen wird, ist Facebook offenbar ein Dorn im Auge. Künftig möchte man nämlich gegen dieses sogenannte „Engagement-Bait“ vorgehen.

Davon werden natürlich keine Posts betroffen sein, die aus bestimmten Gründen zum Teilen aufrufen, zum Beispiel, wenn eine Person vermisst wird. Vielmehr sollen Seiten abgestraft werden, die Engagement-Bait regelmäßig nutzen, um so für mehr Aufmerksamkeit zu sorgen. Smiley für Option A, wütendes Gesicht für Option B, Teilen für Option C und so weiter. Facebook möchte quasi den Spam eindämmen, der durch solche Posts verursacht wird.

Seiten, die auf diese Methode setzen, werden künftig weniger Engagement feststellen, so Facebook. Da sitzt nun aber keiner, der alles manuell überprüft, sondern Facebook hat dafür ein Machine Learning Modell entwickelt. Das wird dann dafür sorgen, dass Posts mit derartigen Inhalten weniger oft im Newsfeed zu sehen sind.

Theoretisch sollte durch die Änderung die Qualität der angezeigten Inhalte im Newsfeed steigen, ob dies auch praktisch der Fall sein wird, bleibt dahingestellt. Ganz eindämmen wird man solche Geschichten eh nie können, weniger kann da aber durchaus schon einmal mehr sein. So aus Nutzersicht. Die Änderungen sollten sich im Laufe der nächsten Wochen bemerkbar machen.


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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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