Facebook fragt Nutzer nach Vorlieben bei der Monetarisierung von Posts

20. April 2016 Kategorie: Internet, Social Network, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_facebookHeutzutage ist Weniges einfacher als Inhalte ins Internet zu stellen, diverse Plattformen bieten jedem, der schreiben kann (und wer es nicht kann, der nutzt eben Emojis) einen Platz für Veröffentlichungen, auch im privaten Bereich. Ob das nun gut oder schlecht ist, lasse ich einmal dahingestellt, man hat sich im Laufe des Lebens ja zu einem toleranten Menschen entwickelt. Facebook ist einer der Big Player, wenn es um Veröffentlichungen geht. Nicht nur über eine Milliarde Nutzer können ihren Senf zum Weltgeschehen abgeben, man kann mittlerweile auch Live-Videos veröffentlichen oder mit Instant Articles eine „professionellere“ Lösung des Publishing wählen.

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Diese Inhalte zu versilbern, daran möchte Facebook offenbar arbeiten. Große Publisher haben bereits die Möglichkeit, Inhalte mit eigener Werbung zu versehen oder einen Anteil von Facebooks ausgelieferter Werbung zu kassieren. Eine Umfrage, die von Facebook gerade durchgeführt wird, legt nun nahe, dass irgendwann alle Nutzer Inhalte zu Geld machen können sollen. So wird gefragt, auf welche Weise der Nutzer dies bevorzugen würde. Zur Auswahl stehen verschiedene Optionen, von Spenden für die eigene Person über Spenden an wohltätige Organisationen oder auch ein Marktplatz für Sponsoren. Aber auch ein „call to action“-Button kann ausgewählt werden, zum Beispiel für weiterführende Informationen oder den Kauf.

Für Content-Ersteller ist eine einfache Monetarisierung sehr reizvoll, das weiß auch Facebook. ebenso weiß Facebook über die Konkurrenz da draußen. Twitter, YouTube, Snapchat, jeder möchte die Plattform schlechthin für Live-Inhalte sein. Da ist es nicht nur schön, sondern zwingend nötig, dass die Content-Ersteller auch eine einfache Möglichkeit erhalten, entlohnt zu werden. Das ist aber nicht alles, denn Facebook möchte von seinen Nutzern auch wissen, welche Statistiken sie gerne sehen möchten.

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Hier kann man wählen, wo das persönliche Interesse in den Statistiken liegt, generelle Reichweite, tägliche Aufrufe oder neue Follower stehen zum Beispiel zur Auswahl. Auch das ist für die Monetarisierung ein Stück weit wichtig, aber eher, wenn es um eine externe Einbindung von Werbung, zum Beispiel in Form von Sponsorships, geht.

Während es sich hier nur um eine Umfrage handelt, die keinesfalls als Bestätigung für kommende Funktionen gesehen werden kann, zeigt sie doch sehr schön, dass Facebook auslotet, wie man die Plattform noch attraktiver für Publisher machen kann, ohne dabei auf den klassischen Publisher zu setzen. Auf jeden Fall eine gute Möglichkeit für mehr Interaktion, etwas, das sich jeder Anbieter von Diensten wünscht.

(via The Verge)

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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