Facebook ergreift Maßnahmen, damit Ihr weniger Zeit dort verbringt

12. Januar 2018 Kategorie: Social Network, geschrieben von:

Es gibt wenige Online-Angebote, die sich so häufig ändern wie Facebook. Immer wieder werden Neuerungen eingeführt, die dem Nutzer zwar nicht immer schmecken, die Facebook aber dennoch stetig wachsen lassen. Dass der News-Feed seit langer Zeit nicht mehr chronologisch angezeigt wird und es immer mehr Inhalte Dritter im eigenen News-Feed gibt, ist auch immer so ein Punkt, an dem sich mancher stört. Und offenbar auch Facebook selbst. Das Social Network hat nun nämlich angekündigt, dass mehr relevante Inhalte im News-Feed erscheinen werden.

Facebooks ursprüngliches Ziel war es einmal, Menschen zu verbinden. Am besten solche, die sich eh schon kennen, via Facebook bleibt man in Verbindung. Das änderte sich über die Jahre, mittlerweile fällt es manchem Nutzer sogar richtig schwer, Inhalte von Familie und Freunde aus den anderen Bestandteilen des News-Feeds herauszufiltern.

Dass Facebook ein Stück weg von der Globalität möchte, haben wir bereits berichtet, Städtenachrichten sollen für mehr Informationen zur aktuellen Umgebung sorgen. Aber Facebook geht noch weiter und wird auch im News-Feed direkt aufräumen.

Weniger Inhalte Dritter, mehr Inhalte von Privatpersonen, so soll es künftig sein. Oder besser gesagt, mehr Inhalte, mit denen interagiert wird. Man soll also solche Inhalte angezeigt bekommen, auf die man wahrscheinlicher reagiert. In der Regel werden das eben Inhalte von Freunden, Familie oder Communities sein.

Facebook erklärt das anhand eines Beispiels sehr schön. Nutzer einer Serien-Community sind empfänglicher für Live-Videos, folglich werden diesen Nutzern mehr Live-Videos angezeigt. Wobei mehr eigentlich falsch ist, sie werden nur prominenter angezeigt. Das bedeutet für Seitenbetreiber allerdings auch, dass sie eventuell weniger in den NNews-Feeds angezeigt werden.

Dessen ist sich auch Mark Zuckerberg bewusst. Er geht davon aus, dass die Änderungen sich nicht nur negativ auf die Interaktion mit manchen Beiträgen auswirken, sondern auch generell die Zeit verkürzen, die man mit Facebook verbringt:

Now, I want to be clear: by making these changes, I expect the time people spend on Facebook and some measures of engagement will go down. But I also expect the time you do spend on Facebook will be more valuable. And if we do the right thing, I believe that will be good for our community and our business over the long term too.

Ihr seht selbst, so richtig passt das nicht zu einem Unternehmen, das gerade von der Interaktion und der dort verbrachten Zeit lebt. Immerhin sollen diese Maßnahmen sich einmal durch alle Facebook-Produkte ziehen, den Anfang macht der News-Feed.


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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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