Facebook: ein bisschen mehr Privatsphäre mit der Nutzung von Listen

27. Oktober 2010 Kategorie: Internet, Privates, Social Network, geschrieben von: caschy

Es gibt Leute, die haben bei Facebook mehrere Hundert Kontakte. Ist ja nicht schlimm. Nun denken sich vielleicht einige: „ich möchte mit einigen Personen verbunden sein um Kontakt aufzunehmen, möchte aber nicht, dass diese meine Fotos oder bestimmte Nachrichten aus meinem Stream sehen“.

Eigentlich müsste ich jetzt sagen: wenn du willst, dass irgend jemand etwas nicht sieht, dann schreib verdammt noch einmal nichts in das Internet. Teile nichts mit, was du nicht deiner Oma, deiner Freundin, deinem Chef oder sonst jemanden anvertrauen würdest. Denn es gibt eine goldene Regel, die du dir merken musst – und diese zeigt der Screenshot.

Natürlich ist das nur ein frommer Wunsch. Der Mensch ist nämlich ein soziales Wesen, welches ab und an nicht rational handelt. Ich auch nicht. Heute morgen wies mich mein Kumpel Bernd auf eine Facebook-Unterhaltung auf einer Pinnwand hin. Dort maulten 2-3 Mitarbeiter über ihre Firma und dass sie keine Lust auf die Arbeit hätten.

Man kennt die Geschichten: man vergisst, dass man mit dem Chef oder den geschwätzigen Kollegen „befreundet“ ist und schon ist man durch eine unbedachte Pinnwand-Aussage mitten in einem Gespräch.

„Herr Knobloch, kommen Sie doch mal heute in mein Büro, ich möchte mich mit Ihnen über Ihre Äußerungen bei Facebook unterhalten“. Fiktion? In meinem Falle ja.

Was also ist zu tun, damit man bei Facebook ein wenig Privatsphäre hat – und man nicht jeden Satz vor Veröffentlichung auf die Goldwaage legen muss? Ganz einfach:

Arbeitet mit Listen

Facebook erlaubt das Anlegen von Listen. Diese sind mehr als nützlich. In den Privatsphäre-Einstellungen sind Listen nicht zu sehen – man sucht sich dumm un dusselig. Aber man kann mit ihnen filtern und ich zeige euch wie. Legt eine Liste mit euren Arbeitskollegen an. Konto >> Freunde bearbeiten >> Liste erstellen.

In die Liste fügt ihr nun alle Arbeitskollegen ein.

Begebt euch nun in eure Privatsphäre-Einstellungen Konto >> Privatsphäre-Einstellungen und aktiviert dort die Benutzerdefinierten Einstellungen.

Im folgenden Dialog könnt ihr wirklich jeden Scheiss explizit einstellen. Ob jeder etwas sehen darf, nur Freunde, Freunde von Freunden oder eben das Benutzerdefinierte. Ihr erratet es schon, wir benötigen die Option Benutzerdefiniert.

Im folgenden Fenster legen wir fest, dass unsere eben erstellte Gruppe Arbeitskollegen nichts sehen darf. Das ist teilweise verwirrend: Facebook spricht von Personen, zeigt aber auch unsere Listen an. Wie ihr es dreht und wendet bleibt euch überlassen: ihr könnt mit Black- als auch Whitelisten arbeiten. Kommt darauf an, was für euch leichter zu filtern ist: Freunde oder Leute, die etwas nicht sehen sollen.

Um das Ganze zu testen könnt ihr eine Vorschau für euer Profil testen. In der Vorschau könnt ihr dann den Namen eines Freundes oder des Arbeitskollegen eingeben. Das was angezeigt wird, bekommt auch der Freund oder Kollege zu sehen. Stellt ihr, wie in meinem Beispiel, die Pinnwand für Arbeitskollegen ab, so wird diese nicht angezeigt, für Freunde aber schon.

Vielleicht hilft euch das ein wenig 🙂

Diagramm ganz oben: Dave Makes: Internet vs. Privacy on Flickr


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Über den Autor: caschy

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