F-Secure kündigt weiteres Sicherheitsprodukt zum Schutz von Smart Homes an

11. November 2015 Kategorie: Backup & Security, Hardware, Smart Home, geschrieben von: Oliver Pifferi

F-SecureF-Secure hat sich bereits als Hersteller diverser Sicherheitslösungen einen Namen gemacht und streckt nun seine Fühler nach dem wachsenden Consumer-Markt im Bereich des Smart Home aus. Während der Eröffnungsrede der Startup-Konferenz Slush in Helsinki kündigte man das neue Produkt F-Secure SENSE an, welches als Kombination von Hard- und Software das stetig wachsende und intelligenter werdende Zuhause schützen soll.

Mit der neuen Technik des Smart Home gibt natürlich immer mehr Elemente, die Daten nicht nur im Haus umherschicken, sondern auch zu externen Plätzen: Das fängt bei intelligenten Stromzählern an und hört mit jedem Gerät auf, welches im Haushalt (pseudo-) intelligent agiert – und sei es eine Kamera, die Bilder eines schlafenden Babys auf das Smartphone der Eltern sendet. Neue Technik, die sich breitmacht, bedeutet neue Ansätze, für den Schutz dieser Technik zu sorgen und Missbrauch zu verhindern. Hier kommt F-Secure in Spiel, hat man sich doch genau dieses Unterfangen mit SENSE auf die Fahne geschrieben.

F-Secure: Sense

Als zentrales Element von SENSE soll laut F-Secure eine Kombination aus Hard- und Software dienen, die alle mit dem Internet verbundenen Geräte samt IoT-Lösungen, auf denen keine eigene Sicherheitlösung laufen kann, als zentrales Element schützt.

Durch die genutzte Hardware wird ein eigenes Netz im Haushalt erstellt, das als privates Netzwerk vor dem Internet fungiert und so die angeschlossenen Geräte im Haushalt absichern soll – quasi als Mischung aus Firewall und Proxy-Server. Der Endanwender soll in der Lage sein, das Produkt samt der Sicherheit seiner Geräte über eine App vollständig konfigurieren zu können. Die Intelligenz dahinter stammt aus der – Achtung! – F-Secure Security Cloud und sorgt für die Überwachung und Klassifizierung des ein- und ausgehenden Datenverkehrs.

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Laut Samu Konttinen, Executive Vice President bei F-Secures Consumer-Sparte, soll SENSE durch eine maschinelle und einzigartige Lerntechnologie Gefahren im Internet proaktiv erkennen können. Hierbei betont das Unternehmen, dass die Intelligenz in der Cloudlösung steckt und durch diesen zentralen Aspekt die Gefahren bereits erkennt und beseitigt, bevor sie das jeweilige Zuhause am anderen Ende der Leitung erreichen.

Zudem sei SENSE eine Weiterentwicklung des Komforts, den Smart Homes heute bieten und bündelt alle schützenswerten technischen Elemente im Haushalt in einer einfach zu administrierenden Lösung, so Konttinen. Benachrichtigungen an den Benutzer, respektive die jeweiligen Endgeräte bei Gefahrenerkennung, sind ebenso Teil des Gesamtkonzepts wie der mobile Schutz heimischer Geräte wie Laptops, Smartphones oder Tablets, die das Haus verlassen.

Interessenten, die das Produkt über die F-Secure-Webseite vorbestellen, zahlen 99 EUR für zwölf Monate SENSE-Dienste samt Hardware. Monatliche Abonnements können für 8 EUR im Monat verlängert werden, der reguläre Start des Dienstes in Europa und Nordamerika soll ab Frühjahr 2016 erfolgen – dann steigt auch der Preis auf 199 EUR. Lässt man sich das Konzept von SENSE einmal auf der Zunge zergehen, so macht das Ganze auf dem Papier Sinn.

In Zeiten des steigenden Bedenkens bezüglich des Themas Datenschutz darf allerdings kritisch hinterfragt werden, wieviele Benutzer die Sicherheit ihres Zuhauses und die Verantwortung darüber an eine externe Instanz übergeben wollen. Wie vertrauensvoll diese Instanz schlußendlich ist, steht auf einem anderen Papier – aber schauen wir einfach einmal, welchen Weg F-Secure da gehen möchte, um genau diese Aspekte für und mit dem Endkunden zu lösen.

Kurzfakten: SENSE ist ein Router für das IoT, der als Software-Untersatz auf OpenWRT setzt. Er verfügt über WLAN nach 802.11.a/b/g/n/ac bei 2,4 GHz und 5 GHz und hat 3x RJ45 Gigabit-LAN an Bord. Ferner findet man 1x USB 3.0 und Bluetooth 4.0 / Bluetooth LE vor. Angetrieben wird das System von einem 1 GHz starken Prozessor, der von 512 MB RAM unterstützt wird.


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Über den Autor: Oliver Pifferi

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