Ex-Mitarbeiter behaupten: Kaspersky Labs wollte mit Fake-Malware der Konkurrenz schaden

14. August 2015 Kategorie: Backup & Security, Internet, geschrieben von:

Starke Nummer, die Ex-Mitarbeiter da gegenüber Reuters behaupten. Kaspersky – bekannt als Entwickler von Anti-Virus-Software und weiteren Internet-Sicherheitslösungen – soll in der Vergangenheit mit Fake-Malware versucht haben, der Konkurrenz zu schaden. Vor mehr als 10 Jahren soll Kaspersky damit begonnen haben, ungefährliche Dateien so abgeändert zu haben, dass Anti-Virus-Software der Konkurrenz diese als schädlich einstuften. Zwei ehemalige Mitarbeiter behaupten, dass Microsoft, AVG Technologies NV, Avast Software und andere Ziel dieser Manipulationen waren.



Eugene Kaspersky selbst soll dieses Vorgehen in manchen Fällen selbst angeordnet haben. Nämlich dann, wenn kleine Firmen die Software von Kaspersky imitierten anstatt selbst etwas auf die Beine zu stellen. In seinen Augen wäre dies Diebstahl. Gegenüber Reuters dementierte Kaspersky ein solches Vorgehen natürlich und auch bei Twitter ist Eugene Kaspersky nicht unaktiv, was die Dementi angeht, teilweise lesen sich die Tweets sogar ein wenig zynisch.

Ein klassischer Fall von Aussage gegen Aussage. Aber den Vorteil sehe ich hier doch bei Kaspersky. Solche False Positives werden gegen alle Anti-Virus-Hersteller eingesetzt, auch Kaspersky bleibt davon nicht verschont. Und dass ehemalige Mitarbeiter nicht immer nur Gutes über einen Ex-Arbeitgeber zu sagen haben, ist auch bekannt. Wenn sich diese dann noch unter dem Deckmantel der Anonymität verstecken können, ist so eine Anschuldigung schnell in Umlauf gebracht. Vielleicht sehen wir die Tage ja auch noch Beweise zur Anschuldigung, vielleicht aber auch nicht.

Was meint Ihr, setzt ein Unternehmen wie Kaspersky auf solche Strategien, um es der Konkurrenz schwerer zu machen?


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