Evernote wird aufgrund neuer Nutzungsbedingungen kritisiert

14. Dezember 2016 Kategorie: Backup & Security, Internet, Software & Co, geschrieben von: caschy

Evernote_Logo300Evernote – das Notiz-(und mehr)Programm brauchen wir hier sicherlich niemand mehr gesondert vorstellen. Erste Risse in der Beziehung zu Nutzern gab es zur Preiserhöhung. Das neue Modell kam nicht bei jedem Nutzer gut an. Nun hat man die Nutzungsbedingungen geändert. Und eben jene haben einen Passus, den sicherlich kein Nutzer lesen will – die aber dennoch in keiner Weise ungewöhnlich sind, sogar bei mehreren Diensten so zu lesen sein dürften. Die neuen Nutzungsbedingungen von Evernote, die zum 23. Januar 2017 greifen werden, berechtigen Angestellte des Unternehmens theoretisch zum Zugriff auf eure Inhalte. Des Weiteren analysiert Evernote Daten auch, um ähnliche Inhalte anzuzeigen oder um den Dienst zu verbessern.

Ich zitiere:

Evernote

In den unten erwähnten und eingeschränkten Umständen müssen wir möglicherweise auf Ihre Kontoinformationen oder Inhalte zugreifen bzw. diese überprüfen:

  • Wenn wir glauben, dass unsere Nutzungsbedingungen verletzt wurden, und wir dies bestätigen möchten. Oder wenn wir wie in den Nutzungsbedingungen beschrieben verpflichtet sind, Ihr Konto und Ihre Inhalte zu überprüfen.
  • Wenn dies zur Fehlerbehebung oder zur Wartung und Verbesserung des Diensts notwendig ist.
  • Wenn dies zum Schutz von Rechten, des Eigentums oder der persönlichen Sicherheit von Evernote und seinen Nutzern erforderlich ist. Dazu gehört der Schutz vor Spam, Malware und anderen Sicherheitsrisiken.
  • Wenn dies erforderlich ist, um unsere gesetzlichen Verpflichtungen zu erfüllen, beispielsweise bei richterlichen Anordnungen, Gerichtsbeschlüssen oder anderen Rechtsverfahren. Wir achten strikt auf den Datenschutz Ihres Kontoinhalts. Wann immer es möglich ist, benachrichtigen wir Sie, wenn wir uns gezwungen sehen, einem Ersuchen einer dritten Partei nach Informationen zu Ihrem Konto nachzukommen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite „Angaben für Strafverfolgungsbehörden“.

perso%cc%88nliche_einstellungen

Nun steht es jedem Nutzer offen, zu entscheiden. Dass bei Strafverfolgung und Co Inhalte eingesehen werden können, dürfte außer Frage stehen, da werden sich die Behörden sicherlich auch nicht nur auf einen Anbieter einschießen, sondern eure Person ganzheitlich unter die Lupe nehmen. Auch wenn die theoretische Möglichkeit besteht, so wird da sicherlich keiner bei Evernote sitzen und eure Notizen aus Langeweile lesen. Dennoch bleibt natürlich ein fader Nachgeschmack, dass Notizen und damit Inhalte von den Mitarbeitern eingesehen werden könnten. Was bei Evernote machbar ist: Opt-out aus dem Erfassen von Daten zur Nutzungsverbesserung. Das kann man unten in den Einstellungen erledigen.

Alternativ, wenn man der Meinung ist, dass man Evernote nicht mehr benötige:

Sie können Notizinhalte jederzeit löschen und Sie können die Nutzung des Evernote-Diensts jederzeit einstellen. Wenn Sie Ihr Konto deaktivieren, werden die Inhalte Ihres Kontos nicht gelöscht, es sei denn, Sie löschen diese Informationen absichtlich und synchronisieren Ihr Konto vor der Deaktivierung. Erfahren Sie mehr über das Löschen Ihrer Inhalte und das Löschen Ihres Kontos und Ihrer Zugangsdaten.


Über den Autor: caschy

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