Evernote: Sammeln mit dem Überallelefanten

3. September 2010 Kategorie: Apple, Internet, Software & Co, Windows, geschrieben von:

Wer kennt das nicht: Man geht durch die Fußgängerzone, blickt in Schaufenster und *bang*, sieht das perfekte Geschenk für den nächsten Geburtstag seiner Freundin. Man geht spazieren und plötzlich fällt einem die Superidee für die Brainstorming-Sitzung zum neuen Projekt ein. Man holt sich die tägliche Dosis RSS-Feeds und denkt bei einem der vielen Tipps von Caschy, „Hm, gar nicht so schlecht, das könnte ich auch mal brauchen“.

In diesen Fällen erleben wir den assoziativen Teil unseres Gehirns bei der Arbeit. Dieser Teil des Gehirns arbeitet als Hintergrundprozess und kombiniert Erlerntes, Erfahrenes und Erlebtes zu neuen Ideen. Will man diese Ideen nutzen, muss man sie schnell und zuverlässig festhalten. Dafür setze ich Evernote ein. Über Evernote hat Caschy schon oft berichtet. In diesem Gastbeitrag zeige ich, wie man mit Evernote Ideen und Wissen optimal ausnutzen kann.

Der Überallelefant

Evernote läuft unter Mac OS X und Windows. Für Linux-User gibt es einen freien Clone oder sie nutzen die Web-Anwendung. Zusätzlich gibt es Apps für iPhone und iPad, Android, Blackberry, WebOS sowie Windows Mobile. Dabei sorgt es selbstständig dafür, dass Notizen zwischen allen Geräten ausgetauscht werden und so überall zur Verfügung stehen.

Alle Notizen von Evernote werden volltextindiziert und zusätzlich mit Tags versehen. Dank der Texterkennung werden sogar Wörter in Bildern zum Suchindex hinzugefügt.

Das Geschenk

Das Geschenk für meine Freundin fotografiere ich einfach mit der Handycamera, übernehme es in Evernote, markiere es mit den Tags „Geschenk, Anne“ und lass die Handy-App von Evernote den Rest erledigen. Rückt der Geburtstag näher, genügt eine Suche in Evernote und schon sind alle Geschenkideen der letzten Jahres vor mir.

Das Projekt

Ob Präsentation vor Kollegen, Artikel im Blog oder das nächste Kundengespräch: Jedes Projekt beginnt mit Recherche sowie Brainstorming und das Ergebnis wird meist in mehreren Schritten an unterschiedlichen Tagen erarbeitet. Mal recherchiert man gezielt, mal trifft man auf passende Fakten durch Zufall; mal arbeitet man konzentriert an den Folien, mal kommt der richtige Einfall, während man eine andere Aufgabe bearbeitet.

Ich sammele und erarbeite diese Dinge jeweils stets in einer einzelnen Evernote-Notiz, so dass ich überall und jederzeit darauf zurückgreifen und ergänzen kann. In der kostenpflichtigen Premium-Version von Evernote, kann man neben Bildern und PDFs sogar beliebige Dateien zu Notizen hinzufügen, so dass eine Art Überallakte entsteht, die alle relevanten Informationen zum Projekt beinhaltet.

Auf diese Weise ist auch dieser Gastbeitrag, von der ersten Idee, über die inhaltliche Struktur bis zum fertigen Text komplett in Evernote entstanden.

Der Tipp

Es geht vielen bestimmt ähnlich: Beim täglichen Lesen von Blogs und Webseiten finde ich oft Tipps und Tricks, von denen ich weiß, dass sie mir in Zukunft bestimmt helfen werden. Ist es dann soweit, erinnere ich mich zwar an den Tipp, weiß aber meist nicht mehr, wo ich ihn gefunden habe. Deswegen nutze ich den Web-Clipper von Evernote (verfügbar für alle gängigen Browser) und lege den Tipp in meinem Überallelefanten ab. So habe ich eine zentrale Anlaufstelle und weiß, wo ich suchen muss.

Ich lege sogar große PDFs und E-Books zu Programmiersprachen, Betriebssystem und Programmen in Evernote ab, damit ich nicht ständig Google bemühen oder meine Festplatte durchsuchen muss.

Das Fazit

Evernote ist auf nahezu allen Geräten und Betriebssystem einsetzbar. Damit kann man wo und wann man will auf seine gesammelten Informationen zugreifen und sie erweitern. Gerade diese Eigenschaft überall und jederzeit neue Notizen hinzuzufügen oder abzufragen, macht Evernote unschlagbar. Versucht es selbst und sammelt Euer Wissen an einer zentralen Stelle.

Viel Erfolg beim Sammeln wünscht Euch,

Lukas Pustina

Über den Autor

Lukas Pustina ist IT-Consultant und Autor des Produktivitätsblogs Überallbüro. Dort gibt er Tipps und Anregungen für zeitgemäßes Arbeiten und zeigt konkret und praktisch auf, wie man motiviert und produktiv seine Arbeit unabhängig von Ort und Zeit erledigen kann. Seine zentrale These lautet: Sei kreativ, wann und wo du es am besten kannst.


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Über den Autor:

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. Persönliches Blog. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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