EU räumt Google mehr Zeit ein, um auf Android-Beanstandungen zu reagieren

8. September 2016 Kategorie: Android, Google, geschrieben von: André Westphal

Android 7.0 NougatGoogle wurde seitens der EU Ende April vorgeworfen die Dominanz seines offenen Betriebssystems Android für mobile Endgeräte auszunutzen. Die Kritik bezieht sich vor allem auf die vorinstallierten Apps von Google: Hersteller, die auf all die Dreingaben wie die Google-Suche, Chrome und Co. verzichten, dürfen nämlich auch die App für den Play Store nicht vorinstallieren. Jener ist aber natürlich der wichtigste Zugang zu weiteren Programmen. Nun hat die EU-Kommission Google allerdings zwei weitere Wochen Zeit eingeräumt, um auf die Vorwürfe zu reagieren.

Eigentlich sollte Google zunächst bis zum 27. Juli Zeit haben Stellung zu beziehen, erwirkte dann aber eine Verlängerung bis zum 7. September.  Jetzt hat die EU die Frist nochmals um zwei Wochen verlängert.  Ganz genau bleibt Google nun bis zum 20. September Zeit sich gegenüber der EU-Kommission zu erklären.

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Sollte entschieden werden, dass Google die marktbeherrschende Position von Android ausnutzt, könnte eine Strafe von bis zu 7,4 Mrd. US-Dollar bzw. ca. 6,54 Mrd. Euro bzw. 10 % der jährlichen Umsätze die Folge sein. Zusätzlich prüft die EU-Kommission aktuell auch, ob Google bei den Suchergebnissen z. B. eigene Shop-Ergebnisse bevorzugt listet. Wie die ganze Geschichte ausgeht, lässt sich aktuell schwer sagen. Zunächst muss Google sich immer noch äußern. Anschließend könnten langwierige Überprüfungen folgen, die sich Monate,wenn nicht Jahre, hinziehen könnten.



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Über den Autor: André Westphal

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