Erfahrungsbericht WeTab: PDF-Reader und eBooks

7. November 2010 Kategorie: Hardware, Mobile, geschrieben von: caschy

Robert hat uns gerade erst mit dem ersten Teil seines Berichtes zum WeTab beglückt, schon legt er den neuen Teil nach, der sich mit eBooks und den PDF-Readern beschäftigt. Robert ist übrigens echt ein Besitzer des WeTabs. Also richtig im Sinne von selber gekauft und so. Er ist kein Mitarbeiter oder sogar ehemaliger Geschäftsführer der Neofonie und tritt auch sonst nicht bei Amazon unter dem Pseudonym Peter Glaser auf ;) Und nun übergebe ich Robert das Blog.

Im zweiten Teil meiner Wetab Erfahrungsberichte vergleiche ich die Lesemöglichkeiten von Ebooks und PDF Dateien. Hierzu verwende ich den systemeigenen PDF Reader Evince und den per Wetab-Market installierbaren Acrobat Reader. Evince findet man dazu allerdings nicht auf der Oberfläche, ich selber hörte nur durch Zufall von ihm und mußte ihn über die Konsole starten (einfache Einbindung derartiger Programme in die Oberfläche erfolgt im nächsten oder übernächsten Teil).

Acrobat Reader

Der Acrobat Reader dürfte bekannt sein. Um ihn aber gut verwenden zu können, muß er erst eingestellt werden. Ich hoffe jedoch, daß dies in Zukunft nicht nötig sein wird. Zum einen sollte man unter „Anzeige“, „Werkzeugleisten“ alle Haken entfernen, da sonst diese Werkzeugleiste im Vollbildmodus erscheint.  Unter “Bearbeiten“, „Voreinstellungen“ Menüpunkt “Vollbild“ muß man den Haken bei „Navigationsleiste anzeigen“ setzen. Die ist nötig, da das Update, welche Vollbildprogramme per Powerknopf wieder aus dem Vollbild bringt, erst noch folgt.

Ansonsten muß man das Wetab komplett aus- und wieder einschalten um aus dem Vollbild zu gelangen.  Um das Dokument zu drehen (quer oder hochkant), geht man über „Anzeige“, „Ansicht“ drehen, da leider (noch?) nicht das automatische Drehen im System verankert ist. Es ist auch unklar, ob es kommen wird. Der ursprüngliche Gedanke war schließlich, daß die Applikation entscheiden soll, wie sie sich bei Drehen des Schirms verhält und nicht das System diese Vorgaben macht.

Bedingt positiv ist die Bedienung zum Weiterblättern in dem man das Dokument antippt. Rückwärtsblättern ist hingegen wenig komfortabel gelöst, da dies nur über Rechtsklick, den es noch (?) nicht gibt, oder über die Navigationsleiste möglich ist. Aus diesem Grund ist es meiner Meinung nach sinnvoller in den Vollbildeinstellungen das Blättern per Links/Rechtsklick zu deaktivieren und nur über die Navigationssymbole zu blättern.

Dies hat auch den Vorteil, daß man nicht aus Versehen weiterblättert wenn man den Bildschirm berührt. Allerdings muß man auch sagen, daß dies eine Problematik auf Basis des Readers ist. Ich hoffe aber, daß die Wetab-Macher es schaffen einen Workaround zu programmieren, der als eine Art Layer die Befehle für den Acrobat Reader übersetzt, sprich, das ein Wischen nach links oder rechts in die acrobateigenen Befehlen vor- und zurückblättern übersetzt wird.


Evince

Evince ist ein kleiner und schlanker PDF Reader der nur das Nötigste beinhaltet. Positiv ist, daß er direkt und einfach zu verwenden ist. Anders als der Acrobat Reader muß man keine Einstellungen vornehmen. Es wurde zwar gesagt, daß man unter „Ansicht“ den Haken bei „fortlaufend“ entfernen soll, ich bin mir aber nicht sicher, ob er standardmäßig gesetzt ist.

Lediglich im Hochkantformat würde ich beim Zoom anstatt Seitenbreite 125% vorschlagen. Dies war zumindest bei den bei mir getesteten Dokumenten die bessere Darstellung. Abzuraten ist von der Nutzung des Präsentationsmodus.

Aus diesem gelangt man nur dadurch, daß bis zum Ende geblättert wird. Aber der Vollbildmodus ist dafür umso besser. Es wird zwar nur per Pfeiltasten rechts oben (Hochkantformat) bzw. links oben (Querformat) geblättert, dafür merkt sich Evince aber sowohl die Drehung als auch die Seite wie zuletzt eingestellt bzw. gelesen.


Ebook Reader

Zum ersten Mal in meinem Leben wurde ich mit einem Ebookreader konfrontiert. Vielleicht liegt es daran, daß ich mit ihm nicht zurechtkomme. Was er nicht kann ist pdf und prc lesen, epub ja. Ob das außergewöhnlich ist lasse ich andere beurteilen. Bei der Bedienung kann ich nur sagen, wenn die gewünschte Ansicht eingestellt ist, läßt es sich so Blättern wie es vom iPad bekannt ist, per Wischen.

Mir ist allerdings das Umstellen der Ansicht ein Buch mit sieben Siegeln. Das „Handbuch“ ist dazu, gelinde gesagt, eine Katastrophe, da eben jenes Ändern der Ansicht nicht erwähnt wird, dafür aber Menüpunkte beschrieben werden, die ich (noch?) gar nicht zu Gesicht bekam.

Bleibt nun noch etwas über die Bildqualität bei pdfs und epub Dateien zu sagen. Glücklicherweise gelangte ich an kostenlose Ebooks unter http://www.beam-ebooks.de/kostenlos.php?&start=48 .Ein paar nette Dinge sind auch dabei, falls jemand mal neugierig auf kostenlose Lektüre ist. Jedenfalls verwendete ich zum Vergleich Ebooks, die sowohl als pdf als auch als epub Datei vorlagen. Erwartungsgemäß schnitt der Ebook-Reader am besten ab, in beiden Ausrichtungen Quer- und Hochformat. Der Acrobat Reader folgt auf Rang zwei, allerdings dicht gefolgt von Evince.

Würde ich ein Buch sowohl im epub als auch pdf Format besitzen, so wäre, sofern es kein kurzes Buch ist, der Ebookreader erste Wahl, trotz der erwähnten Probleme. Allerdings würde ich Evince dem Acrobat Reader vorziehen, sofern es um reine Ebooks geht. Man möge mir verzeihen, daß es keine Bilder hierzu gibt. Ich fertigte Vergleichsbilder an, aber eben diese Aspekte kamen nicht herüber, was u.U. einfach an den zu geringen Unterschieden in der Qualität der Reader liegt. Anders verhält es sich bei pdf Dokumenten, die nicht nur Text beinhalten.

In meinem Beruf lese ich einige davon und testete daher auch eines aus diesem Spektrum. Hier ist deutlich zu erkennen, daß der Acrobat Reader eine bessere Darstellung besitzt. Weiter ist die Querformatdarstellung (nicht im Vollbild) am besten, gefolgt vom Hochkantformat und im Abschluß Hochkanformat im Vollbildmodus. Der Unterschied zu Evince ist am deutlichsten in der Mitte der Bildschirmfotos zu erkennen (Text „other cortical areas“). Allerdings sollte beachtet werden, daß diese Qualität des Bildschirmfotos deutlich schlechter als die echte Ansicht ist.

Evince ist bei dieser Art von Dokumenten qualitativ etwas über dem Bildschirmfoto vom Acrobat Reader anzusiedeln. Ursache hierfür kann aber sein, daß Evince automatisch die Seite komplett anzeigt während Acrobat Reader bei 125% nur einen Teil der Seite abbildet. Beide Reader zeigen Schwächen bei Text in Abbildungen, der eigentliche Lauftext ist normal gut. Weiter zeigen beide Reader Schwächen bei der Darstellungsqualität nach Drehen der Dateien .

Ich vermute aber eher ein Problem der Software als eines des Wetabs dahinter, da mir diese Effekte bei Reintext Dokumenten nicht auffiel. Weiter könnte die Ursache aber auch am Format liegen. Derartige Publikationen liegen meist im DIN4 oder amerikanischen Letter Format vor. Eventuell ist dies auch eine mögliche Ursache, zumal im Acrobat Reader, sofern nicht die ganze Seite im Hochkantformat zu sehen ist, die Qualität wieder gut darstellt (was nicht so tragisch ist, da in diesen Magazinen i.d.R. eh zwei Spalten vorliegen und man nicht beide Spalten zeitgleich sehen muß).

Fazit

Die Qualität des Ebookreaders ist gut, die Bedienung miserable. Bei pdf Dateien liegen Unterschiede zwischen Reintext und Abbildungsdateien vor. Weiter sind Unterschiede zwischen den Readern zu erkennen.


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