Erfahrungsbericht WeTab: Das Leben in und außerhalb von Märkten

8. November 2010 Kategorie: Android, Hardware, Mobile, geschrieben von: caschy

Robert uns sein WeTab. Eine Foto-Love-Story wie aus der Bravo. Nur ohne pickelige Teenager. Dafür mit Robert und seinem WeTab. Heute Teil 3 (Teil 1 & Teil 2). Kleine Anmerkung von mir, ich lese immer „soll mit dem nächsten Update kommen“: WeTab = Bananaware? Scheinbar. Viel Spaß beim Lesen!


Im nun dritten Teil der Reihe werde ich auch nachholen, was ich bislang vergaß und worauf mich Caschy im zweiten Teil (unbewußt? Und indirekt) hinwies: Die Vorstellung meiner Person. Ich bin 35 Jahre alt und verdiene meine Brötchen nicht im IT-Bereich. Genauer gesagt bin ich promovierter Biologe und versuche – äußerst grob ausgedrückt – den Aufbau des Gehirns zu erforschen. In meiner Freizeit bastle ich gerne am PC (Win7, MacOSX auf Firmenlappi). Mit Linux habe ich, bis auf mein NAS-System von Synology und eben Meego keinerlei nennenswerten Erfahrungen. Zusätzlich bin ich einer der pösen Puben die Egoshooter clanmäßig (europaweiter Clan) spielen. Aber nun zum eigentlich interessanten Teil.

Der Markt zum WeTab ist derzeit noch sehr leer, außer ein paar Lesezeichen sind nur wenig wirklich nützliche Dinge vorhanden. Mit dem nächsten Update, das in diesem Monat erscheinen soll (täglich erwartet um genauer zu sein), soll dann der Android- und Adobemarkt erschlossen werden.

Für mich ist der Markt letztlich eh nur ein nettes Gimmick, im Falle von Android natürlich ein sehr, sehr angenehmes. Bedeutsamer für mich war und ist vielmehr die Erweiterbarkeit außerhalb von Märkten das mitentscheidende Merkmal (neben USB-Unterstützung und Skypetauglichkeit), da ich vielmehr die Software auf dem Tab wollte, die ich von Windows und Mac her kenne.

Was ist nun zu tun, um Anwendungen außerhalb des WeTab-Markts zu installieren? Dies werde ich am Beispiel Firefox, Thunderbird und Sunbird auf drei verschiedene Methoden erläutern.
Zuallererst gilt es über den WeTab-Markt die RootShell und Chromium zu installieren. Hierzu den WeTab-Markt starten, in der Rubrik Tool&Dienstprogramme RootShell und Chromium Webbrowser installieren.

Anschließend benötigt man Thunar (enthalten jedoch über die RootShell zu starten) und noch ein Pinnwand-Script (eine grafische Oberfläche) aus der Community um leichter diese Programme (z.B. auch Thunar) direkt von der Pinnwand aus zu starten (man benötigt für die Anwendungen png Bilder im Format 168×105 Pixel). Derzeit ist das Script leider nur hier  zu laden wenn man im Forum registriert ist.

Ich hoffe aber, daß das Wiki dementsprechend angepaßt und es für alle zugänglich wird. Ein gutes Tutorial ist hier zu finden, weswegen ich nun nicht näher darauf eingehe. Grundsätzlich gilt, daß Programme, die heruntergeladen wurden per Thunar-Dateimanager (wahlweise auch über die Konsole per chmod-Befehl möglich) noch ausführbar gesetzt werden müssen (Datei auswählen, auf „Datei“, „Eigenschaften“ gehen und im dritten Reiter entsprechend den Haken setzen).

Anschließend kann mit dem Pinnwand-Script ein Pinnwand-Icon gesetzt werden. Um Thunar mittels Script auf die Pinnwand zu pinnen muß nicht der Pfad angegeben werden, es reicht „thunar“ (Kleinschreibung und ohne „“!) einzugeben und eine entsprechende png Datei auszuwählen. Ist Thunar und das Script auf diese Weise hinzugefügt worden, wird die Rootshell weitestgehend nicht mehr benötigt (Ausnahme s.u.).

Vergleiche ich diese Vorgehensweise mit Windows, so würde es unter Windows so aussehen: Herunterladen eines Programms bei dem die Dateikennung .exe fehlt. Diese fügt man durch umbenennen hinzu (entspricht ausführbar machen) und anschließend Rechtsklick um ein Desktopshortcut zu erstellen (Pinnwandscript). Schwieriger ist es hier auch nicht, auch wenn es so klingen mag.

Doch woher kommen nun die Anwendungen? Grundsätzlich gilt, daß zur Vermeidung von Problemen die Namen der Programmdateien keine Leerzeichen enthalten sollte, gegebenenfalls sollte man dies nach Download also anpassen. Die erste gute Adresse ist http://portablelinuxapps.org/ , die mit Chromium angesteuert werden sollte, da andere Browser Probleme beim Download von *.git Dateien hervorrufen.

Bis auf gnote, einem Notizblock, haben bislang alle Anwendungen von dort bei mir geklappt. Als Beispiel kann von dort Firefox geladen werden. Doch Vorsicht, es ist nicht wie bei Caschys portable Versionen alles wirklich portable. Soll heißen, Firefox in beiden dort vorliegenden Versionen teilen sich dasselbe Profil! Die heruntergeladenen *.git werden mit Thunar diese ausführbar und mit dem Pinnwandscript leicht auf der Pinnwand erreichbar gemacht.

Thunderbird installierte ich von einer anderen Quelle. Hierzu lud ich die Linux Version von Thunderbird direkt bei Mozilla herunter und entpackte sie auf einem Windowsrechner (um die Konsole zu umgehen) bis ich einen Ordner namens Thunderbird vorfand. Diesen kopierte ich per USB Stick auf das WeTab (Thunar verwenden, Kopierfunktion des Standardfilebrowser hat einen Bug in Bezug auf USB-Datenträger) in meinen Programmordner nebst einem png Icon.

Gegebenenfalls nun die Datei „thunderbird“ ausführbar mache, Pinnwandscript starten und Thunderbird kann über die Pinnwand gestartet werden. Nicht von mir getestet aber laut Aussagen funktionell sollen auch Pakete im Fedora 12 und 13 sowie Mandriva 2010 sein.

Die dritte Methode betrifft den Paketmanager yum, mit dessen Hilfe ich Sunbird installierte. Hierzu tippte ich lediglich „sunbird“ in die Konsole ein. Da Sunbird nicht installiert war fragte yum nach, ob dies nachgeholt werden soll. Mit J bestätigen und Sunbird wird installiert. Mittels Pinnwandscript ähnlich zu Thunar Sunbird auf die Pinnwand gepinnt und es kann direkt und einfach genutzt werden.

Genau diese Unabhängigkeit war und ist für mich ein wichtiges Kriterium. Nach Hören-Sagen und eigenen Vermutungen sollte es für Android-Systeme ähnlich möglich sein, schließlich basiert Android ebenfalls auf Linux. Es sollte allerdings auch verständlich sein, daß Anwendungen aus anderen Quellen nicht unbedingt touch-optimiert sind. Im Falle von Thunderbird und Firefox konnte ich dieses Problem jedoch recht gut lösen, was Bestandteil eines späteren Artikel sein wird.


 

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Über den Autor: caschy

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