England bekommt Porno-Filter, Opt-in aber möglich

22. Juli 2013 Kategorie: Internet

David Cameron, Premierminister des Vereinigten Königreichs lässt in England und Wales Pornos sperren. Direkt von den Providern. Engländer müssen trotzdem nicht darauf verzichten, sie müssen sich lediglich die Blöße geben, die Sperrung aktiv beim Provider aufheben zu lassen. Pornografie, die Vergewaltigungen enthält, wird illegal, so wie es in Schottland bereits der Fall ist. Warum das Ganze?

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Zum Schutz der Kinder. Familienfreundliche Filter sollen zum Einsatz kommen, das betrifft sowohl Neu-, als auch Bestandskunden. Auch an die Suchmaschinen will Cameron. So soll es eine Blacklist für bestimmte Wörter geben, die Provider sehen darin aber einen gewissen Grad an Zensur und sehen die Freiheitsrechte der Kunden gefährdet.


Cameron selbst möchte nicht den Moral-Apostel spielen, sieht aber durch den einfachen Zugang zu Pornografie eine Gefährdung der Kinder. So sagt er:

“I’m not making this speech because I want to moralise or scaremonger, but because I feel profoundly as a politician, and as a father, that the time for action has come. This is, quite simply, about how we protect our children and their innocence.”

Weitere Maßnahmen sollen wie folgt aussehen:

  • Neue Gesetze sollen gestreamte Filme mit denen gleichsetzen, die in Shops verkauft werden
  • Suchmaschinen haben bis Oktober Zeit, um weitere Maßnahmen einzuführen, die illegalen Content blocken
  • Es soll Warnungs-Pop-Ups zusammen mit Hotline-Telefonnummern geben, wenn illegale Inhalte gesucht werden
  • Experten des Child Exploitation and Online Protection Centre werden File-Sharing-Netzwerke besser durchsuchen können
  • Eine Datenbank mit verbotenen kinderpornografischen Bildern wird von der Polizei angelegt, um landesweit nach illegalen Inhalten zu suchen und die Nutzer dieser aufzuspüren

Was meint Ihr zum Vorstoß des englischen Premierministers? Zensur, nötiger Schritt oder vergebene Liebesmüh, weil diejenigen, die an die Sachen wollen, sowieso rankommen? Wenn Ihr eine Meinung dazu hinterlasst, würde mich gleichzeitig interessieren, ob Ihr Kinder habt oder nicht. Kein Muss, aber interessant wäre es allemal.

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Quelle: BBC |
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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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