England bekommt Porno-Filter, Opt-in aber möglich

22. Juli 2013 Kategorie: Internet, geschrieben von: Sascha Ostermaier

David Cameron, Premierminister des Vereinigten Königreichs lässt in England und Wales Pornos sperren. Direkt von den Providern. Engländer müssen trotzdem nicht darauf verzichten, sie müssen sich lediglich die Blöße geben, die Sperrung aktiv beim Provider aufheben zu lassen. Pornografie, die Vergewaltigungen enthält, wird illegal, so wie es in Schottland bereits der Fall ist. Warum das Ganze?

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Zum Schutz der Kinder. Familienfreundliche Filter sollen zum Einsatz kommen, das betrifft sowohl Neu-, als auch Bestandskunden. Auch an die Suchmaschinen will Cameron. So soll es eine Blacklist für bestimmte Wörter geben, die Provider sehen darin aber einen gewissen Grad an Zensur und sehen die Freiheitsrechte der Kunden gefährdet.


Cameron selbst möchte nicht den Moral-Apostel spielen, sieht aber durch den einfachen Zugang zu Pornografie eine Gefährdung der Kinder. So sagt er:

“I’m not making this speech because I want to moralise or scaremonger, but because I feel profoundly as a politician, and as a father, that the time for action has come. This is, quite simply, about how we protect our children and their innocence.”

Weitere Maßnahmen sollen wie folgt aussehen:

  • Neue Gesetze sollen gestreamte Filme mit denen gleichsetzen, die in Shops verkauft werden
  • Suchmaschinen haben bis Oktober Zeit, um weitere Maßnahmen einzuführen, die illegalen Content blocken
  • Es soll Warnungs-Pop-Ups zusammen mit Hotline-Telefonnummern geben, wenn illegale Inhalte gesucht werden
  • Experten des Child Exploitation and Online Protection Centre werden File-Sharing-Netzwerke besser durchsuchen können
  • Eine Datenbank mit verbotenen kinderpornografischen Bildern wird von der Polizei angelegt, um landesweit nach illegalen Inhalten zu suchen und die Nutzer dieser aufzuspüren

Was meint Ihr zum Vorstoß des englischen Premierministers? Zensur, nötiger Schritt oder vergebene Liebesmüh, weil diejenigen, die an die Sachen wollen, sowieso rankommen? Wenn Ihr eine Meinung dazu hinterlasst, würde mich gleichzeitig interessieren, ob Ihr Kinder habt oder nicht. Kein Muss, aber interessant wäre es allemal.

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Quelle: BBC |
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64 Kommentare

de_noogle 22. Juli 2013 um 16:05 Uhr

Finde den Vorstoß nicht verkehrt, solange ein Opt-Out stets möglich ist. Bei Google müsste Safe Search doch eigentlich auch standardmäßig eingeschaltet sein, oder?

daniodedanio 22. Juli 2013 um 16:22 Uhr

Eine Opt-In Lösung wäre wohl die bessere Lösung. Es obliegt mir als Elternteil darauf zu achten. Nicht dem Staat.

Tobi 22. Juli 2013 um 16:25 Uhr

“Papa, könntest du vielleicht die Filter bei unserem Internetanschluss abschalten? Bitte.”
“Kein Ding, mein Sohn, der Antrag ist schon unterwegs.”

Oder als Geschenk zum 16. oder so … :)

Phillipp Ohlandt 22. Juli 2013 um 16:28 Uhr

Sicher Pornos gefährden Kinder … Bei uns laufen die 12 jährigen Mädchen schon wie schlampen rum … Sperrung von Kinderporn kann aber nie schaden.

10tacle 22. Juli 2013 um 16:30 Uhr

Ein Hoch auf den britischen Puritaner-Prinz. Das wird dann ja ein richtiger Kulturschock, wenn die Kleinen Zum Schüleraustausch ins Ausland reisen. Aber solange man weiterhin unzensiert Enthauptungen in Syrien anschehen kann ist ja alles gut. Ich liebe Doppelmoralisten. Gäbs in GB eine Pornosteuer wär das ganze ratzfatz vom Tisch.

Sebastian Schumacher 22. Juli 2013 um 16:36 Uhr

pubertierende jugendliche/kinder mit technischen mitteln von pornografie fern halten… viel glück. hab gehört der zielgruppe war es vor dem internet auch schon möglich da ran zu kommen.
das mit der bilddatenbank find ich ne gute idee. frage ist nur wie man das über die landesgrenzen hinweg, wo höchstwahrscheinlich die meisten server stehen, durchsetzten will.

Mike 22. Juli 2013 um 16:41 Uhr

Total bescheurt, aber nicht verwunderlich, Tory halt. Wenn man bedenkt, was Cameron schon alles wollte und was dann doch nicht kam, wird das höchstwahrscheinlich auch nix, ausser Stimmen für ihn, weil die DailyMail mit dem Anti-Pornokrieg angefangen hat.

Ansonsten sprechen natürlich die üblichen Argumente dagegen, zum Schutz der Kinder gibt’s keine Transparenz, somit kann man wieder heimlich alles unterdrücken. Bis jetzt haben noch alle Filter versagt, in dem sie z.B. auch Aufklärungsseiten sperren, weil da $wort_für_geschlechtsteil_bitte_einsetzen vorkommt.

Abgesehen davon, akzeptieren wir das KiPo nicht legal ist und das auch mit Recht. Was aber genau ist jetzt an gestellter Vergewaltigung verkehrt? Das ist gerade in BDSM und Gangbang-Kreisen ein häufiges Thema.

Was mich immer an diesen Diskussionen stört, ist die angebliche Misshandlung der Frau (im allgemeinen) in der Porno-Industrie. Wenn einer auf der Welt den Sex kontrolliert, dann sind das die Frauen, in dem sie die Beine spreizen oder halt nicht – bezogen auf einvernehmlichen Sex wohlgemerkt, alles andere ist natürlich zu recht nicht legal. Aber es gibt, wenn man diverse Interviews liest (Sascha Grey z.B.) genügend Frauen, die Spaß dran haben/hatten.

Und was ist mit der angeblichen Reduzierung auf die physischen Attribute der Frau? Warum meckert da keiner, dass es bei den Herren genauso ist? Die Frau muß klischee-haft halt großbusig und immer willig sein, aber der Mann braucht stets nen Riesenschwengel und muß auf Knopfdruck abliefern – ganz davon abgesehen, dass Frauen in aller Regel deutlich mehr verdienen(im Schnitt wohl das 5-10x eines Mannes, Quelle Interview mit IIRC Tommy Gunn).

Man schaue nach Japan, die haben da extreme Videos mit Rape, Tentakeln usw., allerdings haben sie auch eine sehr niedrige (niedriger als Europa/USA) Rate an Vergewaltigungen/Mishandlungen – dafür ist die Rate des Gropings deutlich höher, aber da spielt natürlich die reine Masse an Leuten in einer Tokyoer UBahn mit rein.

Ich find’s lächerlich und ich wüßte jetzt spontan kein Kind, dem das wirklich groß geschadet hätte, mal Möpse wackeln zu sehen. Im Gegenteil, es gibt einige Studien, interessanterweise auch aus UK, nach denen die Mehrzahl der Kinder/Jugendlichen bei “zu extremen” Sachen freiwillig abschalten und das ohne einen Schaden davon zutragen, einfach weil es nicht deren Ding ist.

maxfragg 22. Juli 2013 um 16:47 Uhr

wenn Zensur einmal da ist, werden schnell auch andere Interessenten fordern, das System für ihre Zwecke nutzen zu dürfen.
Außerdem glaube ich persönlich ja auch immer noch nicht daran, dass es mir geschadet hat, mit 12 im Internet Pornos gesehen zu haben ….

Jakob 22. Juli 2013 um 16:55 Uhr

Wir müssen (Maßnahme hier einfügen) wegen der KInder/dem Terrorismus dringend einführen…. Klassiker, der ohne harte empirische Daten zur Unterfütterung reine Polemik ist. Und Sobald die Infrastruktur am Platz ist, kann sie auch für alles andere eingesetzt werden.
Wer das nicht glaubt, der möge sich anschauen, gegen wen in Staaten wie Russland “Antiterrormaßnahmen” eingesetzt werden

Simon 22. Juli 2013 um 16:57 Uhr

Lächerlich. Um Kinder von Pornografie fernhalten braucht man mehr als nen Filter. Kannste gut umgehen, wie alles. Und da sind die Jugendlichen gerade die versiertesten.

max 22. Juli 2013 um 16:58 Uhr

Es war ja zu erwarten, wer Kinder hat findet es gut, die anderen eher nicht… ich find es gut… ;^)

blabbblu 22. Juli 2013 um 16:58 Uhr

@ das was Mike schreibt.

Nielz Schoppenhauer 22. Juli 2013 um 16:59 Uhr

Für welche Kinder ist das denn jetzt, für die missbrauchten oder die pubertierenden??

Was kann man alles noch mit solchen Filtern technisch anstellen?

Ist es nicht so, dass dadurch erst eine Infrastruktur zur aktiv Zensur, wie bisher nur in china möglich geschaffen wird? Bestimmt völlig ungewollt und hinterher fãngt ng man an verleumdungen gegen politiker zu verbieten und in 10 jahren wird dann auch fuck etc zensiert. Wie bei demolition Man.

koboltzz 22. Juli 2013 um 17:00 Uhr

Es dauert ungefähr 10 Sekunden googeln, um zu erfahren, wie man Provider Zensuren umgehen kann und nochmal 10 Sekunden um dann die Lösung, also einen alternativen DNS-Server eintragen, anzuwenden. Das kriegt jedes Schulkind hin.
Diese Maßnahme ist nur ein Schritt um die Menschen an Zensur und schärfere Gesetze zu gewöhnen. Wer weiß, wofür das später mal “gut” sein könnte….

Ben 22. Juli 2013 um 17:01 Uhr

altes Thema: wer kontrolliert die Kontrolleure?

Tobi 22. Juli 2013 um 17:03 Uhr

@Ben Das übernimmt die NSA. Keine Angst.

marcshake 22. Juli 2013 um 17:09 Uhr

Also: Ich hab nen 9-jährigen Sohn. (und noch 2 Kids unter 3 jahre)
Es obliegt doch MIR als Vater, mindestens Microsoft-Family-Filter zu installieren und / oder im Router bestimmte Seiten zu sperren. Das Problem dabei ist: Ich MACH DAS NICHT und der Grund dafür ist folgender:

Wenn mein Sohn smart genug ist, irgendwelche Sperren zu umgehen, kennt der mehr Tricks als ich und ich bin schon als Coder für Internetz berufstätig. Daher gehe ich den umgekehrten Weg. Ich prüfe regelmässig den Verlauf besuchter Webseiten (sowohl im Browser als auch im Router) und wenn ich was “komisches” finde, dann sprech ich meinen Sohn darauf an.

Bisher ist kein Interesse an Porn zu finden und wenn er dann so in 3-4 Jahren damit los legt, dann freu ich mich schon auf das peinliche Gespräch über Squirts und Bukkake. :)

Fabian 22. Juli 2013 um 17:09 Uhr

Also was die Pornos angeht stinkt das für mich doch total nach Zensur.
Abgesehen davon, dass ich nicht denke, dass es mir als pubertärem Junge geschadet hat Pornos zu gucken (siehe auch die Kommentare oben drüber), gibt es ja wohl genug Möglichkeiten für Eltern, Browser kindersicher zu machen sofern sie dies wollen.

Und das ich mich als Pornogucker beim Provider oder der Regierung melden muss, klingt doch mehr nach einer allgemeinen Registrierung (und evtl. folgenden verstärkten Überwachung) der für Cameron vermeintlich Perversen Leute, die sagen, “ja! ich sehe gerne nackte Leute bzw. Pornos.”

Außerdem befürchte ich, dass die Sperrung von einfach zugänglichen legalen Portalen, gerade für unbedarfte Testosterongeladene Jugendliche eher bedeutet, dass sie dadurch motiviert werden, ins Darknet zu gehen, um dort nach Pornos zu suchen. Und da stößt man definitiv schneller auf gefährdende oder illegale Dinge.

Was die Bilddatenbank für Kinderpornografie angeht, klingt das nach einer guten Sache.

UK 22. Juli 2013 um 17:10 Uhr

Kinder und Terrorismus – Immer gerne genommen um Zensur durchzusetzen.

Ben 22. Juli 2013 um 17:26 Uhr

@Tobi: genau – oder doch eher Snowden und Konsorten :-)
Übrigens: wenn das Argument für dieses Verbot logisch ist, was ist dann mit dem Alkohol-, Tabak-, Autofahren-, Flug-, Fallschirmspringen-, Kriegs-, Bungeejump-, Politik-, Fress- und Sportverbot? Alles nachweislich potentiell tödlich und jugendgefährdend.

FlyingT 22. Juli 2013 um 17:46 Uhr

@marcshake

Schon vor über 15 Jahren wusste der clevere Bub “Hat dein Papa Ahnung vom Internet, greif auf Offlineinhalte zurück oder schau beim Kollegen”.

@Topic
“Ich bin sicher, wenn man im Internet die Pornos verbieten würde, gäbs bald nur noch eine Website und zwar mit dem Titel “Gebt uns die Pornos wieder”.” Dr. Perry Cox

Karl Nielz 22. Juli 2013 um 17:47 Uhr

Unter der Rubrik NS-USA folgender TV Tipp für heute

ARD 22.50

Die Story im Ersten
Töten per Joystick

… Erstmals berichtet eine deutsche Augenzeugin, wie ein deutscher Staatsbürger in Pakistan durch eine Drohne ums Leben kam.

http://programm.daserste.de/pages/programm/detail.aspx?id=A724C7E865C8282E046A5D42F1B9B072

namerp 22. Juli 2013 um 17:47 Uhr

Die sollen lieber Opt-In machen, alles andere ist Zensur die nicht viel bringt.

Tabak-Alkohol Werbung ist OK , Porno so ganz und gar nicht xD

Karl Nielz 22. Juli 2013 um 17:49 Uhr

Unter der Rubrik NS-USA folgender TV Tipp für heute
ARD 22.50
Die Story im Ersten
Töten per Joystick
… Erstmals berichtet eine deutsche Augenzeugin, wie ein deutscher Staatsbürger in Pakistan durch eine Drohne ums Leben kam.
http://programm.daserste.de/pa…..42F1B9B072

thelegend66943 22. Juli 2013 um 17:50 Uhr

@marcshake das ist ein massiver eingriff in die privatsphäre deines sohnes, dort hat niemand außer ihm etwas zu suchen! außerdem, welcher 9 jährige sieht sich pornos an? Normal ist so ab 13 und da ist das auch nicht schlimm!

mi 22. Juli 2013 um 17:59 Uhr

@marcstake

Schonmal was von PRIVATSPHÄRE gehört?
Also ich bin froh, dass du nicht mein Vater bist. Wenn dein Kind solche Sachen anschauen will, dass lass sie doch. Ist doch nicht schlimm. Da kann es auch um 15.00 auf RTL schlimmere Sachen anschauen…

Außerdem tun es alle, und wers nicht tut, hat keine Ahnung davon, kann nicht mitreden und des ist ziemlich blöd. Irgendwie muss er es doch lernen. Verbiete im lieber uncut Killergames oder so was.

Aber gut, deine Meinung. Mir tut nur dein Sohn leid.

marcshake 22. Juli 2013 um 18:05 Uhr

Zu den Privatsphäre-Leuten: Ich bin als Anschlußinhaber verantwortlich dafür, dass kein Mist über P2P geladen wird und dazu gehört nun mal auch HDPorn. Und als Schutzbefohlener meines Kindes ist es MEINE Pflicht, ihn zumindest drauf hinzuweisen, dass er da “Scheisse” runtergeladen hat. Wie soll ich das sonst machen? Automatisch blockieren? Ihr wisst alle selbst, dass das nicht geht bzw. ausgehebelt werden kann.

Das Problem ist doch noch viel tiefgreifender. Wie soll ich mich zum Beispiel verhalten, wenn er über ICQ oder so mit “Bigdaddychildlover” chattet. Wenn mein Kind dann mit dem Onkel mit dem Teddybären mitgeht, bin ich womöglich noch schuld daran, dass ich mein Kind nicht geschützt habe…

Ich find’s auch scheisse, dass ich kontrollieren kann aber eine “technische” Lösung sehe ich zur Zeit nicht.

thelegend66943 22. Juli 2013 um 18:13 Uhr

@marcshake das p2p problem löste sich vor einigen wochen, wenn du ihn zurechweist und trotzdem ne anzeige kommt prallt sie ab, da du ihn ja erzogen hast es nicht zu tun. und pädophile kannst du schlecht abweisen, oder sitzt du 24/7 neben ihm im icq?

JohnDoe 22. Juli 2013 um 18:14 Uhr

@alle die den marcstake durchs Dorf treiben: Privatsphäre können Kinder haben, indem sie in ihr Tagebuch schreiben, sich mit Freunden unterhalten, telfonieren, kleine Briefchen schreiben etc. Darauf haben sie definitiv ein Recht, wie jeder Erwachsene auch. Bei der Nutzung von Internet allerdings sind Eltern imho sogar verpflichtet, zu kontrollieren. Es besteht eine Aufsichtspflicht, und die endet nicht bei Internetnutzung. Ich selbst kontrolliere auch, auf welchen Seiten sich meine 11-jährige aufhält. Kinder können doch die Tragweite des ganzen Netzes noch gar nicht abschätzen (bis zu einem gewissen Alter). Deshalb find ich solche Filter auch gut. Sie unterstützen das sicherere Surfen schon, auch wenn sie leicht umgangen werden können. Soweit reichen die Skills meines Kindes zum Glück noch nicht. :D

mi 22. Juli 2013 um 18:17 Uhr

@marcshake

Bring ihm bei dass P2P shit ist, und wenn er schlau ist, lässt er es. ( er kann ja auch anderes Pornos gucken^^)
Wenn du dein Kind gut erziehst, wird er auch keine Pedos anschreiben. Du kannst ihm ja zum Beispiel FB erst ab 14 erlauben oder so.

FlyingT 22. Juli 2013 um 18:47 Uhr

@JohnDoe

Wenn das Kind die Tragweite des Internets nicht abschätzen kann, sollte man es nicht rein lassen.. zumindest nicht alleine. Aufklärende Gespräche bringen da viel mehr als irgendwelche Filter, die ja nur solange hilfreich sind bis die Kids wissen wie man sie umgeht. Somit ist es höchstens ein hinaus schieben. Und dann hat man eben nur im eigenem Netzwerk die Möglichkeit, bei Freunden sieht das schon ganz anders aus. Und irgendwann kommt das eigene Handy und dann ist eh Essig.

Verbote haben noch niemanden aufgehalten sondern machen die Sache nur interessant. Wenn man mit dem Kind redet nach dem es passiert ist, ist es eh zu spät.

no name 22. Juli 2013 um 19:06 Uhr

1. wie wäre es, wenn die eltern wieder ihrer erziehungspflicht nachkommen?
2. wie wäre es, wenn der staat keine jugendalternativen (clubs, …) wegspart?
3. porn ist böse, 50 morde pro tag im tv ist gut. verstehich nicht? menschen töten ist besser als menschen, die sich lieben?
4. snowden ist porn.
5. politiker xyz hatte mal in einem film mitgespielt – sofort sperren, am besten vor der wahl.
6. person x hat sich für pornos freigeschaltet und wird somit nicht in firma y oder behörde z eingestellt.

Mia 22. Juli 2013 um 19:08 Uhr

mMn zeigt dieser Cameron-Clown zuwenig RESPEKT. Ohne Pornos gäb’s schließlich kein Internet. Wohl auch für ihn #Neuland. Ich wär eher für nen Politiker-Bullshit-Filter.

Joshua 22. Juli 2013 um 19:15 Uhr

Ich persönlich finde es gut, dass man’s wenigstens versucht.
Klar, es ist wahrscheinlich hauptsächlich um Stimmen zu gewinnen und es wird wahrscheinlich nicht funktionieren.
Außerdem kann ich da ja extrem gut mitreden weil ich mit meinen 15 Jahren ja immer exzellent informiert bin und grundsätzlich genug Grundwissen aufweise…
Trotzdem bin ich allgemein eher gegen Pornographie und es freut mich zu hören, dass so etwas versucht wird.

PS: ich bin kein kleiner Streber, der extreme Berührungsängste oder sonst was hat. Schon eher das Gegenteil. Genau das trägt zu meiner Einstellung bei.

Matze.B 22. Juli 2013 um 19:21 Uhr

Schon technisch gesehen sicher ein nicht zu gewinnender Kampf. Ich kenne die Gesetzgebung in UK nicht, aber hier wäre so etwas schlicht nicht möglich. Schon gar nicht wenn das alles die Provider erledigen sollen. Denn Versuch hatten wir hier schon mal und er ist gescheitert.
Ich halte da nichts von.

Freddi 22. Juli 2013 um 19:27 Uhr

Die Kinder! Denk doch mal irgendwer an die Kinder!!

thelegend66943 22. Juli 2013 um 19:31 Uhr

@Mia also haben die CERN forscher porn gebraucht, um das internet zu starten?

max 22. Juli 2013 um 20:24 Uhr

@ joshua – Respekt!

Ben 22. Juli 2013 um 20:28 Uhr

@66943: falsch, Mensch. Bist wahrscheinlich zu jung, um das zu wissen: WEGEN porn haben die das gemacht. @Mia: +1

Hans 22. Juli 2013 um 20:32 Uhr

@joshua: wer mit 15 glaubt, genug Grundwissen zu haben + sich exzellent informiert fühlt, reagiert zwar typisch, aber dennoch infantil.

Nik 22. Juli 2013 um 20:36 Uhr

So, nicht weiterlesen sondern gleich mal meine Meinung breittreten:
Das ist wie so oft vermutlich nur Flickschusterei und wirkt doch wieder mal sehr einschränkend was die Bürgerrechte angeht!
Ich hoffe zwar dass der Nutzen überwiegt habe aber große Zweifel.
Ich glaube dass es viele Menschen gibt die in ihr Verzweiflung schließlich versuchen mit Pornos Geld zu verdienen.
Das macht wohl kaum einer wirklich freiwillig!
Am wirkungsvollsten hätte man wohl das Problem gelöst indem diese Menschen nicht um ihre Existenz bangen müssten!
Um ein bedingungsloses Grundeinkommen kommen wir in Zukunft nicht herum und genau das wäre zumindest eine nationale Lösung.

Pornografie ist ein Broterwerb sowie Kriminalität eben auch.
Man kann versuchen Gleiches mit Gleichem zu bekämpfen doch wird man scheitern! Die Wurzel dieses Übels ist die Existenzangst und Alternativlosigkeit!

3k 22. Juli 2013 um 20:42 Uhr

Ich denke jedem hier ist klar, wie gut das funktionieren wird. Klarer Facepalm von mir, was die Aktion betrifft.

FlyingT 22. Juli 2013 um 21:33 Uhr

@Nik

Naja das muss dann aber schon nen enormes bedingungsloses Grundeinkommen sein. Die Sexy Cora hatte nen 141.000 € H2 ( Neupreis) und der Lamborghini Gallardo war bestimmt auch nicht billig.

Glaub nicht das man die für 1200€ bedingungslosen Grundeinkommen von der Arbeit abgehalten hätte.

Kunstfilm Beobachter 22. Juli 2013 um 21:44 Uhr

Kein 20:15 Actionfilm kommt ohne mindestens eine erschossene Person aus, und schon garnicht ohne Verfolgungsjagt. Das kürzlich zensierte Lied eines Rappers ist noch nichtmal die Spitze des Rap-Eisbergs. Können Kinder alles konsumieren. Aber wenn zwei Darsteller einen Kunstfilm über den reinen Vortpflanzunsakt drehen ist das natürlich der Untergang der gesammten Menschheit.

Ja, die liebe Doppelmoral. Nein, das wird nicht gefordert weil sich einige Personen profilieren möchten, sondern nur wegen den Kindern! Wers glaubt.

San 22. Juli 2013 um 21:45 Uhr

hab jetzt nicht alle Kommentare gelesen, aber:
Die gleiche Regierung die alles ausspäht hat beim Ausspähen heraus gefunden, daß ihre eigenen Landsleute zu viele Pornos gucken?? Ohhh nöööö.
- und jetzt hat Kate auch noch ihr Kind bekommen…….

royallust 22. Juli 2013 um 21:50 Uhr

Der arme Junge von Themse-Käthe ist jetzt schon benachteiligt.

unbekannt 22. Juli 2013 um 21:53 Uhr

Ich werd es nie verstehen, warum so viele Erwachseneder Meinung sind, Kinder vor den Kontakt mit Sexualität schützen zu müssen, anstatt ihnen ein gesunden Umgang mit dieser vorzuleben.
Ich glaub da steckt, wie bei so vielem, nur die eigene Unsicherheit dahinter. So wie viele kein Problem damit haben, wenn ein Junge mit 14 sein erstes Mal hat, aber wenn ein Mädchen etwas frühreif ist und sich erwachsen gibt, gilt sie direkt als Schlampe.
Das ist doch nur Neid und der Frust über die eigene verlorene Jugend. So seh ich es jedenfalls.

Cameron kann noch so betonen, dass er nicht moralisieren will – genau das tut er doch. Er will die Kinder schützen und deren Unschuld. Damit wird Sexualität doch wieder tabuisiert. Wollen wir wieder in alte Zeiten zurückfallen? Ich finds schon schlimm genug, dass unsere Kinder von uns Erwachsenen und den Medien mitbekommen, wie wir über unsere Mitmenschen urteilen und sie verurteilen, oft ohne erkennbarer Logik und mit teilweise schizophren anmutender, moralisierender Meinungsmache.

Ich muss meine Kinder jedenfalls nicht vor Pornografie schützen, sondern eher vor dummen Menschen. (Dazu gehören auch schlechte Pornos mit dummen Menschen^^)

Nik 22. Juli 2013 um 22:00 Uhr

@FlyingT: Zugegeben! Meine Wissenslücke! ;-)

Und doch:
Wers dann trotzdem tut sticht dann schon anders hervor . . . also, wer Pornographie macht obwohl er bedingungsloses Grundeinkommen erhält (vorausgesetzt die Höhe desselben ist menschenwürdig!)
Abgesehen von einigen ‘schwarzen Schafen’ – die es immer geben wird, glaube ich dass sich das Interesse an diesem Geschäft gewaltig reduzieren würde – vor allem von der Seite der Darsteller gesehen . . .

Nik 22. Juli 2013 um 22:20 Uhr

@unbekannt:
Pornografie ist ja auch nicht so ohne Weiteres mit Sexualität gleichzusetzen, oder?

Wie die meisten Dinge des täglichen Lebens so leidet auch die Sexualität schnell unter der Ermüdung durch Gewohnheit! Das widerrum bedingt tendenziell eine dynamische Entwicklung derselben.
Simpel gesprochen sehe ich keinen Grund dafür warum diesbezüglich bspw. ein Sohn etwa an dem Entwicklungsstand weiter machen sollte
wo sein Erzeuger sich hinverunglückt hat!
Wenn die Menschheit ein glorioses Evolutionsziel hat, dann ist dieses wohl am wenigsten in diesen Gefilden anzutreffen – soll heißen: Tradition im konstruktiven Sinn ist am Kulturgut ‘Pornografie’ meines Erachtens getrost zu vernachlässigen.

neolith 22. Juli 2013 um 23:00 Uhr

Wann wird denn endlich mal ein Gesetz verabschiedet, was Eltern dazu zwingt, ihren Kindern Medienkompetenz beizubringen?

FlyingT 23. Juli 2013 um 00:35 Uhr

@Nik

Tja ich kenn mich auf dem Gebiet ein wenig aus ;)

Wenn das nicht als Hobby sondern eher Professionell betrieben ist dann reden wir hier von so 4k und mehr an Einnahmen ( bei Sexy Cora sind so 15k im gespräch) PRO MONAT. Tja für nen bissi popperei. Das machen andere ohne Cam für 2 MaiTai… Da kommt man schon ins grübeln….

unbekannt 23. Juli 2013 um 01:22 Uhr

@Nik:

“Pornografie ist ja auch nicht so ohne Weiteres mit Sexualität gleichzusetzen, oder?”

Pornografie ist die Darstellung von Sexualität, darum geht es hier. Und Pornografie gehört für viele zur Sexualität. Indirekt eigentlich zur Sexualität von fast jedem, da die Grenzen im Bezug auf den Voyeurismus und dem eigenen Verlangen fließend sind. Allein deswegen halte ich das Bestreben Camerons für sinnlos.

Der Vorstellung von Sex würde dadurch romantisiert werden, was vermutlich einige auch beabsichtigen. Der Ermüdung, dem Überdruss her werden und das Ganze wieder auf ein erträgliches Level bringen. So hab ich jedenfalls auch dich verstanden.

Aber wem ist damit geholfen? Eltern, die ihren Kindern alles madig machen wollen, weil sie nicht mit dem Gadanken klar kämen, wenn ihre Tochter bei einem Gang Bang mitmachen würde, oder ihr Sohn ein Perverser werde könnte?

Wird dadurch einem nicht einfach nur wieder ein Gefühl von richtig und falsch eingetrichtert? Personengruppen stigmatisiert? Ist Pornografie wirklich nur ein “Broterwerb wie Kriminalität”, so wie Du es sagst?

In mein Leben ist gehört es dazu. Meine Freundin und ich schauen uns und anderen gerne dabei zu, machen Fotos und Videos. Warum sollten meine Kinder das nicht dürfen?

Pornografie kann schon ein Oben-Ohne-Urlaubsfoto sein, es kann aber auch SM, NS & Kaviar sein. So what? Kinder werden nicht dazu gezwungen sich solche Sachen anzuschauen, aber wir wollen es ihnen verwehren, obwohl sie vielleicht ein Verlangen danach verspüren?

Wenn wir jungen Menschen dies vorenthalten, entmündigen wir sie und schränken sie in ihrer Sexualität ein. Es liegt nicht an uns darüber zu bestimmen, wann und ob jemand Zugang zu solchen Dingen erhält.

unbekannt 23. Juli 2013 um 01:28 Uhr

“Die Vorstellung von…” – Wurde die Editierfunktion mittlerweile ganz abgestellt?

Das Alien 23. Juli 2013 um 02:11 Uhr

Ich habe zwei Familienmitglieder, die als Sozialarbeiter mit Jugendlichen arbeiten und habe auch selbst so meine Erfahrungen im Umgang mit Jugendlichen und Kindern gemacht. Und eine Sache wird, wenn man sich die Lebensumstände einmal ansieht, ganz schnell klar – wenn sich die Eltern nicht kümmern, nützt keine Zensurmaßnahme etwas.

Sicher, es ist um Längen schwieriger im Auge zu behalten, was die lieben kleinen so alles treiben, zumal man das Vertrauen seiner Kinder auch nicht mit ständiger Schnüffelei untergraben darf. Dennoch obliegt es MIR, mein Kind nicht nur rigoros von allem Dreck fernzuhalten, was ohnehin nicht gelingen wird, sondern ihm auch die richtige Erziehung angedeien zu lassen. ICH muss meinem Kind erklären, was es mit Pornographie und dem damit vermittelten Menschenbild auf sich hat, ICH muss ihm erklären, warum man Texte vorn Mistschleudern wie Bushido und Frauenarzt nicht als Lebensanleitung heranziehen darf.

Bis mein Kind ein gewisses Alter oder vielleicht besser, eine gewisse Reife erreicht hat, darf ich es halt auch nicht alleine an einem unpräparierten Rechner alleine lassen. Ich muss dann eben selbst dafür sorgen, dass mein Kind keinen Zugriff auf Pornographie erhält. EIn “Opt In” klingt da durchaus sinnvoll, ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass bei von Seiten des Providers bei Zugriff auf das Internet ein Passwort abgefragt wird, ohne das die geschilderten Maßnahmen greifen. Oder das läuft über über einen USB-Stick ohne den zensiert wird. Klar, das ist dann mit minimalen Unannehmlichkeiten verbunden, aber immerhin geht es hier um unsere Kinder, verdammt.

Aber wenn sich die Eltern halt einen Dreck um ihre Kidner kümmern und die Erziehung lieber auf die Schule abwälzen, dann darf man sich nicht wundern, wenn die Jungs und Mädel dann auf einmal Videos mit Hardcore-Pornographie auf dem Handy haben. Oder sich königlich über das neueste Enthauptungsvideo aus dem Irak amüsieren. Letzteres musste ich leider selbst erleben – den Alten wars schei**egal, denen war viel wichtiger, dass genug Zigaretten und Bier um Haus waren. Ach und… IHR Kind macht sowas ja sowieso nicht!

Die geschilderten Maßnahmen dienen nur einem Zweck – die Menschen langsam an Vollkontrolle und Überwachung zu gewöhnen. Und wir sind der Frosch, der nicht aus dem Topf springt und sich kochen lässt, weil man das Wasser schön langsam heiss werden lässt.

Rocco 23. Juli 2013 um 08:09 Uhr

Ich habe den Eindruck, einige hier können sich ein Leben ohne Internetpr0n nicht mehr vorstellen.

Eltern haben das Recht, in die “Privatsphäre” ihrer Kinder einzudringen, wenn sie das für richtig erachten. Manchmal haben sie sogar die Pflicht dazu. Das nennt man “Erziehung”.

Es gibt durchaus verstörende Inhalte, die man als 15jährige(r) nicht unbedingt gesehen haben muss. Wenn hier jemand die als völlig normalen Alltag darstellt dann ist das ganz klar eine Schutzbehauptung. Wer z.B. masturbiert seiner Parterin ins Gesicht?

Durch omnipräsentes YT & Co werden Standards gesetzt, denen die Kids kaum noch entkommen können. Man denke z.B. an das (eher harmlose) Thema Rasur. Die Kids haben oft keine natürliche Einstellung mehr zu ihrem unrasierten Körper, denn der ist “eklig”.

Nennt mich altmodisch, aber ich bin für eine Opt-In Lösung.

Bernhard 23. Juli 2013 um 11:00 Uhr

@Nik – also in der Porno Industrie kann ich mir gut Vorstellen das das etliche einfach als Job sehen oder sogar genießen … was anders ist mit Sicherheit die Prostitution ….

Zum Rest – ist wie Zensur wo fängts an wo hörts auf – es ist nur der erste Schritt!

Ben 23. Juli 2013 um 13:06 Uhr

@Rocco: du bist altmodisch

Bastian 23. Juli 2013 um 13:45 Uhr

Bei uns in D wurde ja auch Youtube gesperrt, zumindest gewisse Videos, und trotzdem kann sie jeder sehen, wieso sollte es in England anders werden?

Moni 23. Juli 2013 um 15:36 Uhr

@Bastian: weils über die Provider läuft, nicht über die Betreiber einer Seite

Eisenheim 24. Juli 2013 um 21:51 Uhr

Proxyserver und der Schutz ist umgangen.

San 25. Juli 2013 um 09:54 Uhr

Sinnvoller wäre doch eher eine Filtereinstellung der die wichtigen von den unwichtigen Pornos trennt!

h-c 8. August 2013 um 09:23 Uhr

Ich glaube auch, dass das Sache des Anschlussinhabers ist. Zum Glück habe ich zwei kleine Mädchen – die interessieren sich da ja angeblich gar nicht für ;)
Aber welche Möglichkeiten habe ich den jenseits vom MS Family Filter noch, Porno, FileSharing etc. zu unterbinden oder wenigstens zu kontrollieren?


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