Ein Tag mit dem HTC Sensation

28. Mai 2011 Kategorie: Android, Hardware, Mobile, geschrieben von: caschy

Moin zusammen. Momentan ist echt Smartphone- und Tablet-Gedöns angesagt. Mir gefällt das, ich stehe auf Mobile Computing. Nachdem ich in der letzten Zeit bereits das Sony Ericsson Xperia Play, das Sony Ericcson Xperia Arc, das LG P990 Optimus Speed, das LG P970 Optimus Black und das Samsung Galaxy S2 unter die Lupe nehmen konnte, hatte ich nun die Gelegenheit, einen ganz normalen Tag mit dem neuen HTC Sensation zu verbringen. Meine erste Meinung zum Gerät könnt ihr in den folgenden Zeilen lesen.

Anfangen möchte ich, wie fast immer, mit dem Handling, dem Anfassfaktor, dem Design. Das HTC Sensation hebt sich ein wenig von den anderen Geräten ab, die den Markt fluten. Man hat hier wieder die typische HTC-Form – wie auch schon beim HTC Desire, allerdings ist das Gerät aus Aluminium und Kunststoff und besitzt einen Unibody.

Hört sich „wow“ an, besagt aber eigentlich auch nur, dass der hintere Deckel kein reiner Akkudeckel ist, sondern dass sich der Alu-Kunststoff-Mix normalerweise um den Rest des Handys schmiegt. Quasi Seite und Teil der vorderen Abdeckung. Sieht man auf den Bildern sicherlich ganz gut (habe ein Set auf Flickr in hoher Auflösung erstellt).

Das Display (Gorilla Glass) weist nach außen hin eine leichte Wölbung auf. Die Konstruktion ist, aufgrund der benutzen Werkstoffe natürlich schwerer als andere Smartphones dieser Klasse. Wiegt knapp 150 Gramm, ist aber trotzdem nicht wirklich schwer – für ne Brusttasche am Hemd wäre es aber meiner Meinung nach nichts mehr. Liegt wirklich gut in der Hand, wertige Verarbeitung, kein Mullu Mullu – ein echter Handschmeichler, der Spaß macht.

Wie fast alle Geräte, die ich in der letzten Zeit in der Hand hatte, nutzt auch HTC eine Sensorleiste für die Buttons unten. Find ich gut, ist aber Geschmacksache. Kommen wir nun zum qHD-Display, welches natürlich eines der Alleinstellungsmerkmale sein soll. Es ist 4,3″ groß und kommt mit einer Auflösung von 960 x 540 daher.

Die Schriften sind scharf, die Farben gut und satt, das Display auch hell, kommt meiner Meinung aber nicht an das Samsung Galaxy S2 ran. Samsung hat „die besseren Farben“. Auch ist die Spiegelung im Vergleich zum Samsung Galaxy S2 extremer. Wie bei den meisten Geräten wird die Helligkeit über einen Sensor gesteuert. Ja, die Auflösung ist ein tolles Detail – man sieht einfach mehr.

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Weiter zur Kamera, die eine Auflösung von 8.1 Megapixeln hat und mit zwei LED-Blitzen benutzt werden kann. Meine Testbilder waren scharf, jedenfalls soweit ich das beurteilen kann. Gerne reiche ich mehr Bilder nach. Für vernünftige Fotos sollte die Umgebungsbeleuchtung auch gut sein.

Für Freunde von Szenen, die etwas schneller sind: die Qualität war bescheiden, gelinde gesagt. Ich habe einen hypernervösen Nymphensittich, der immer hin und her läuft, wenn er mich sieht – dieser war in Bewegung nicht einmal ansatzweise zu fotografieren – sieht man im Vergleich zu den Vögeln, die sich nicht bewegen.

Das System. Android 2.3.3 über das ich euch sicherlich nichts erzählen muss. Allerdings kommt HTC wieder mir der eigenen Oberfläche Sense in Version 3.0 daher, die mir wirklich sehr gut gefällt. Sie wird sicherlich auch beim Nicht-Freak für Staunen sorgen und Gefallen finden. Ein ganzer Schwung an Oberflächen, Widgets oder Szenerien laden dazu ein, das HTC Sensation zu einem personalisierten Smartphone zu machen. Es macht einfach Spaß, die Animationen sind weich und rund. Weil einige nach dem Quadrant-Benchmark fragten: schlappe 1933 Punkte, was nicht viel ist – aber der Benchmark sagt bekanntlich nicht alles aus. Trotz alledem liefen bislang alle von mir getesteten Anwendungen rund. Es ist momentan immer schwer, etwas Aussagekräftiges zum Vergleich zu finden.

Konnektivität? Bei mir im Arbeitszimmer habe ich sonst so lala Empfang. Das HTC Sensation hat hier allerdings bislang den besten Empfang. Phänomenal, denn ansonsten ist hier oftmals Funkstille. Auch die Sprachqualität weiss zu gefallen. Das HTC Sensation will ein Multimedia-Smartphone sein. Meines Wissens will HTC noch einen Movie-Dienst ausrollen. Dafür ist das Display toll, die Lautsprecherqualität ist ok, aber nicht perfekt. Via Kopfhörer hat man allerdings bessere Qualität – logisch.

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Akkulaufzeit? Kann ich nichts zu sagen. Ich schrieb es bereits des Öfteren: Akkulaufzeit hängt von eurem Benutzerprofil ab, des Weiteren entfalten moderne Akkus ihr volle Kapazität erst nach mehreren Ladevorgängen. Real Life-gefühlt kann ich aber sagen, dass ich mit dem HTC Sensation weiter komme, als mit dem Samsung Galaxy S2 (für das es bereits ein Update gibt (Akku-Gedöns).

Die nackten technischen Daten noch?

  • Android OS Version mit HTC Sense Oberfläche mit 1.2 GHz Dualcore-Prozessor
  • 10,9 cm (4.3 Zoll) großer Touchscreen, 3,5 mm Audioanschluss, 540 x 960
  • Unterstützt USB und Wifi-Netz, 768 MB großer Arbeitsspeicher, 1 GB Interner Speicher, Mikro-USB 2.0 (5-polig) Anschluss
  • 8 Megapixel Kamera mit Autofokus und Doppel-LED-Blitz, VGA Fixfokus-Farbkamera; 1080p HD-Videoaufnahme
  • Lieferumfang: HTC Sensation, 1520mAh Akku, micro SD Speicherkarte, Stereo-Headset, Ladegerät, Micro USB-Kabel, Bedienungsanleitung

Fazit? Gar nicht so einfach. Ich habe momentan drei Dual Core-Geräte hier liegen. Das LG P990 Optimus Speed, das Samsung Galaxy S2 und besagtes HTC Sensation. Und in der Reihenfolge sind auch die Preise: 399, 550 und 600 Euro. Happige Unterschiede von 200 Euro. Das LG P990 Optimus Speed ist, wenn alle Software-Unzulänglichkeiten gefixt sind (oder man spielt sich nen Mod wie ich auf) mein Preis- Leistungssieger. Obwohl schwerer und dicker, mag ich die Verarbeitung des HTC Sensation, das Ganze ist ein wenig wertiger als das Samsung Galaxy S2.

Ich muss gestehen – würde es nicht den hohen Preis geben und man würde mir beide Geräte in die Hand drücken und sagen: „Carsten, such dir eins aus“ – dann würde ich nicht wissen, was ich nehmen sollte. Wer vor der Entscheidung steht, der sollte sich 10 Minuten gönnen und mal beide Geräte in die Hand nehmen und damit herum experimentieren.

Falls noch Fragen sind: ruhig her damit. Das Gerät wurde mir zu Testzwecken freundlicherweise von Vodafone Deutschland für drei Wochen überlassen. An dieser Stelle einen herzlichen Dank dafür.


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