Ein Leben nach den Browser-Plugins: Ende des Java-Plugins verkündet

28. Januar 2016 Kategorie: Internet, Software & Co, geschrieben von: André Westphal

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Niemand mag mittlerweile mehr Browser-Plugins: Vor wenigen Jahren noch war die Nutzung der meisten Websites ohne Silverlight, Flash und Java teilweise nur rudimentär möglich. Doch die Plugins ermöglichten zwar vielfältige visuelle und technische Spielereien, gingen Usern und Website-Betreibern aber auch mit Sicherheitsrisiken und Leistungseinbußen auf den Keks. Mittlerweile ermöglicht HTML5 in modernen Browsern im Grunde all das von Haus aus, wofür anno dazumal Plugins benötigt wurden. So überrascht nicht, dass das Leben nach den Plugins nun auch zur Einstellung des Java-Plugins führt, wie Oracle offiziell bestätigt.

Das im Herbst 2016 erscheinende JDK 9 werde das Browser-Plugin laut Oracle als „veraltet“ markieren. Spätere Veröffentlichungen des Development Kits sollen das Plugin dann gänzlich hinaus katapultieren. Als Begründung nennt Oracle nüchtern die Anpassung an die aktuelle Realität der Browsereinstellungen. Denn es ist kein Geheimnis, dass seit Jahren immer mehr Browser die Unterstützung für Plugins zusammenschrumpfen. Oracle empfiehlt Entwicklern nun zu Java Web Start zu wechseln, da für die Verwendung kein Plugin notwendig sei.

Java

Oracle reagiert damit in der Tat nur auf die Realität des WWW bzw. der Browser-Anbieter. Google hat für Chrome etwa bereits den Support für NPAPI eingestellt. Mozilla hat für Firefox den gleichen Schritt Ende 2015 angekündigt. Wird denn überhaupt noch jemand dem Java-Plugin nachtrauern? Oder ereilt das von Sicherheitsrisiken geplagte Plugin vielmehr das verdiente Schicksal?



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Über den Autor: André Westphal

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