E3 2017: Das sind einige meiner Gaming-Highlights

18. Juni 2017 Kategorie: Games, Hardware, geschrieben von: André Westphal

Die E3 2017 ist vorüber. Auf der Videospielemesse in Los Angeles gab es wie jedes Jahr einen Haufen Neuankündigungen, aber auch neues Material zu bereits vorgestellten aber noch nicht veröffentlichten Games. In diesem Beitrag will ich ein paar der für mich persönlichen Highlights bündeln. Dabei werden dann auch einige Sachen auftauchen, die im Eifer des Gefechts unter der Woche hier im Blog unter den Tisch gefallen sind.

Ich denke die meisten Gamer haben vor allem auf eines gelauert: die Xbox One X, ehemals als Project Scorpio bekannt. Ich war von der Vorstellung der Hardware recht beeindruckt: Vor allem, dass die Konsole trotz der massiven Leistung kompakter sein soll als eine Xbox One S hatte ich definitiv nicht erwartet.

Auch der Preis der Xbox One X, 499 Euro, ist in meinen Augen angemessen. Eine PS4 Pro kostet zwar nur 399 Euro, dafür legt die Xbox One X aber eben auch mit deutlich mehr Leistung und einem Laufwerk für Ultra HD Blu-ray ordentlich zu. Was ich übrigens unter den Tisch fallen ließ: Microsoft kündigte im gleichen Atemzug noch an, dass auch Xbox-Spiele, ja von der allerersten Xbox, bald Teil der Abwärtskompatibilität sein werden. Dann könnt ihr also nicht nur Xbox-360- sondern auch Xbox-Titel an der Xbox One zocken.

Für viele von euch vielleicht ein Nischentitel, für mich aber das am heißesten erwartete Spiel der nächsten Monate: Ich habe „Ni No Kuni: Der Fluch der weißen Königin“ für die PS3 geliebt. Teil 2, „Ni No Kuni 2 : Revenant Kingdom“, sieht erneut wie ein Film des Studio Ghibli zum mitspielen aus.

Ich bin nicht unbedingt der größte Fan von „South Park“: Zwar liegt mir persönlich derber Humor mit Ecken und Kanten, deswegen habe ich etwa auch „Wilfred“ in die wichtigsten Serien gesetzt, die ich bei Netflix Deutschland vermisse, doch Cartman und Co. sind mir tendenziell fast eine Spur zu nihilistisch. Trotzdem habe ich „South Park: Der Stab der Wahrheit“ sehr gerne gespielt. Die indirekte Fortsetzung „South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe“ wurde gefühlt schon 100 mal verschoben, soll nun aber im Oktober 2017 endlich auf den Markt kommen. Das neue Gameplaymaterial gefällt mir super – speziell die immer noch rundenbasierten, aber aufgemöbelten Kämpfe.

Sony hat zudem auf der E3 endlich neues und deutlich ausführlicheres Material zum PS3-Exclusive „Spider-Man“ gezeigt. Die Veränderungen des Kostüms finde ich immer noch fragwürdig – sieht für mich nach „Anders-sein, nur um des Anders-sein willens“ aus. Sei es drum, denn Entwickler Insomniac hat bereits bestätigt, dass es auch alternative Outfits geben wird. Hoffentlich verlässt sich das Spiel allerdings nicht ganz so arg auf Quicktime Events wie es im Trailer den Anschein hat.

Keine Spielreihe mischt aberwitzigen, japanischen Humor so perfekt mit einer dramatischen Crime-Story wie „Yakuza“. Im März nannte ich „Yakuza Zero“ als mein bisheriges Highlight des Jahres. Teil 6 ist in Japan bereits erhältlich und wird leider erst 2018 in einer englischsprachigen Version erscheinen. Eine neue Grafikengine, etliche neue Aktivitäten und der Abschluss von Kazuma Kiryus Geschichte dürften „Yakuza 6“ zu einem Genre-Leckerbissen machen.

Im Grunde zurecht wurde in den Kommentaren zu meinem Post über das Nintendo Spotlight zur E3 bemängelt, dass ich gar nichts zu den Neuvorstellungen für das 3DS geschrieben habe. Denn während es zu „Metroid Prime 4“ außerdem einem Teaser mit dem Schriftzug des Spiels nichts zu sehen gab, stellte Nintendo auch noch „Metroid: Samus Returns“ für sein Handheld vor. Das Remake von „Metroid 2: Return of Samus“, das ursprünglich 1991 für den Nintendo Game Boy erschien, sieht klasse aus. Erscheint im September 2017 und wird wohl für Besitzer eines Nintendo 3DS ein Pflichtkauf.

Wenn wir bei Nintendo bleiben: Mich hat „Yoshi“ sehr positiv überrascht. Ich finde den Grafikstil mit all den Pappelementen sehr putzig und durch diese Art von Design kann man die technischen Unzulänglichkeiten der Switch wunderbar kaschieren. Die Ästhetik steht hier vor purer Grafikpower und da muss ich den Hut ziehen. Da mir auch „Kirby“ sehr interessant erscheint, muss ich zugeben, dass Nintendo mittlerweile viele First-Party-Titel für die Switch in der Mache hat, die ich auch gerne spielen würde.

Warum ich Titel wie „Anthem“ oder „Beyond Good and Evil 2“ bisher nicht genannt habe? „Anthem“ sieht zum Beispiel für mich aktuell zwar technisch beeindruckend aber auch recht generisch aus. Bioware hat schon lange keine gute Geschichte mehr erzählt und wurde meiner Meinung nach im RPG-Genre von anderen Studios wie CD Projekt überholt. „Beyond Good and Evil 2“ kann klasse werden, nur habe ich den ersten Teil nie gespielt. Daher zocke ich das Spiel, wenn es denn fertig ist und halte mich bis dahin mangels Kenntnis mit Euphorie zurück. Auch in meinem Bekanntenkreis wurde ich aber schon oft dafür gescholten, dass ich diesen Titel bisher ignoriert habe.

Für viele von euch war sicherlich auch Microsofts Demo von „Forza Motorsport 7“ in 4K mit 60 fps auf der Xbox One X einer der Höhepunkte. Und tatsächlich habe ich den Vorgänger „Forza Motorsport 6“ gelegentlich gezockt. Rasch bäumte sich aber der Nerd in mir zu sehr auf und ich landete bei Titeln wie „Persona 5“ und „A Night in the Woods“ . Rennspiele sind einfach nicht ganz so mein Ding, so viel Respekt ich für „Forza“ als Spielereihe habe. Die üblichen Blockbuster wie „Far Cry 5“, „Assassin’s Creed: Origins“ oder auch „God of War“, so gerne auch ich sie alle zocken möchte, wollte ich an dieser Stelle auch nicht nochmal runterbeten.

Vielleicht habt ihr aber ja auch ganz andere Games auf der E3 als am interessantesten empfunden? Im Indie-Bereich war ja beispielsweise auch „The Last Night“ nicht zu verachten. Falls ihr Ergänzungen habt, bin ich natürlich auf eure Eindrücke gespannt.


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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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