Duplicacy: Backup-Lösung für Windows, Linux und macOS

duplicacy-256In Sachen Backup führen viele Wege nach Rom. Viele dieser Wege haben wir in den letzten Jahren hier im Blog beschrieben, von einfacher Kopierei bis hin zum verschlüsselten Cloud-Backup ist in unserem Archiv eigentlich alles vorhanden. Bislang fehlt in unserem Blog aber der Hinweis auf Duplicacy. Hierbei handelt es sich um ein für Privatanwender kostenloses Programm, welches für macOS, Windows und Linux zu haben ist. Duplicacy setzt nicht nur auf ein Sichern innerhalb des eigenen Netzwerkes, man kann auch Backups in der Cloud sichern, sogar verschlüsselt. Hier steht dann der eigene SFTP zur Verfügung, alternativ Backblaze, Amazon S3, Google Cloud Storage, Microsoft Azure und Dropbox.

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Ich persönlich würde Duplicacy nicht unbedingt dem blutigen Einsteiger empfehlen, ein bisschen sollte man sich schon mit der englischsprachigen Software vertraut machen. Duplicacy ist nichts für die Synchronisierung oder das Backup einzelner Ordner, es gibt stattdessen eine Quelle und ein Ziel. Hier merkt man, dass die Software eher dazu gedacht ist, ein eigenes Repository mit Versionsverwaltung zu sichern, aber natürlich kann man auch seinen Fotoordner von A nach B sichern.

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Wichtig zu wissen ist,dass hier jeweils in einstellbaren Intervallen gesichert wird. Das ist auch ganz praktisch: Startet man den Backup-Vorgang manuell, so bekommt man einen Nag-Screen der kostenlosen Variante präsentiert, bei der Nutzung des Timers ist mit dieser nicht untergekommen.

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Generell ist zu bedenken: Wer Datenbestände sichert, die sich nur wenig ändern, der wird hier sicher nur wenig zusätzlichen Speicherplatz einplanen müssen, je nach Projekt kann das Ganze ja mehr werden, da die jeweils hinzugekommenen oder weggefallenen Dateien im Snapshot vorhanden sind. Einzelne Dateien oder komplette Revisionen können über den Restore-Tab wiederhergestellt werden. Wie erwähnt: Vielleicht nicht für den blutigen Einsteiger, eher was für Menschen, die ein Repo nutzen. Andere Lösungen abseits einer Repo-Lösung? Hier darf dann sicherlich Veeam Endpoint Backup oder ToDo Backup erwähnt werden.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei X, Threads, Facebook, LinkedIn und Instagram.

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13 Kommentare

  1. Wie es ausschaut gibts für Linux „nur“ eine commandline Version, da kann man vielleicht besser zu rclone greifen, was als Besonderheit auch Sync/Backup zwischen Clouddiensten kann.

  2. …oder zu Duplicati, das Caschy vor einigen Jahren hier auch mal vorgestellt hat.

  3. nutze duplicati!

  4. Oder duplicity/duply.

  5. Duplicati, Das hier schaut aus wie ein Klon davon.
    Wichtig ist eine dicke Leitung, meine 100GB monatliches Backup braucht mal wieder eine halbe Ewigkeit…

  6. Spricht unter macOS etwas gegen Time Machine?

  7. @fakechek
    Nein. Das Tool hier wäre nützlich wenn du auf Cloud-Dienste wie Amazon S3 oder Backblaze sichern willst. Oder wenn der Backup verschlüsselt sein soll. Time Machine macht das per FileVault von Hause aus, der Backblaze Client ebenfalls. Aber du könntest Duplicity nutzen um Daten verschlüsselt zu Dropbox, Google oder Microsoft zu schieben.

  8. Ich such noch für mein Synology eine passende Backup-Software die 1x die Woche meinen Windows PC sichert. D.h. ein Paket für mein Syn NAS, von mir aus auch manuell starten und der greift die komplette C-Partition von PC X ab.

  9. Ich benutze GoodSync. Kostet zwar etwas, kann aber „alles“. Verschlüsselung on-the-fly zu OneDrive etc. Kann ich empfehlen.

  10. Hat jemand eine Empfehlung für ein Backup wie Veeam Endpoint Backup, nur für einen Windows Server 2012 R2? Es ist ein kleiner Fileserver mit 1 TB Daten aus einer Windows-Domäne mit ca. 10 Benutzern.
    Ich hab auch schon überlegt, ob ich dafür nicht Veeam Endpoint Backup einsetzen soll, aber ich weiß nicht recht, ob das in diesem Umfeld das richtige ist.

  11. @Marcel:
    Der Windows Server bringt eine simple Backup-Software mit. Vielleicht reicht das ja für den Anfang. Ich mache damit für kleinere Server täglich ein Vollbackup auf ein NAS in separate Verzeichnisse (per PowerShell Skript), so dass ich max. 1 Woche zurück kann.

    Wenn du jedoch inkrementelle Backups brauchst oder eine GVS-Strategie fahren möchtest, dann wird es wahrscheinlich teuer, denn die Serverversionen der Backup-Tools sind alle nicht billig. Mit Acronis 11.5 & 11.7 hatte ich in der Vergangenheit gemischte Erfahrungen gemacht (die Macken dieser Software sind vielfältig und der Support ist der letzte Schiss). Veeam macht einen soliden Eindruck, aber eine konkrete Empfehlung kann ich nicht aussprechen – dazu nutze ich das noch nicht lange genug.

  12. nicht umsonst, aber sehr stabil und zusätzlich mit dem preiswerten amazon cloud wäre Arq5 zu erwähnen

  13. Mit welchem Dienst (duplicati, Duplicacy oder womit auch immer) kann ich Backups auf den kostenlosen Speicher mit Amazon prime schieben? Linux ist das OS und mir wäre eine Checksummenkontrolle wichtig.

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