DSGVO: Max Schrems legt 7,6 Mrd. Euro schwere Beschwerde gegen Facebook und Google ein

Es war zu erwarten. Heute war Stichtag zur Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und bereits vorab wurde gespannt erwartet welchen der Großen es wohl als erstes erwischen wird – mit einem Vorgehen gegen die Datenverarbeitung durch Unternehmen. Max Schrems ist offenbar nicht so gut auf Facebook zu sprechen, schon 2011 stänkerte er gegen das Social Network, 2014 kam es dann zu einer Klage.

Aber in diesem Fall sind es nicht nur Facebook sowie WhatsApp und Instagram (beide zu Facebook gehörend), sondern auch Google soll gegen die Verordnung verstoßen. Wie The Irish Times berichtet, wurden drei Beschwerden bei den Datenschutzbehörden in Österreich, Belgien und Deutschland gegen Facebook eingereicht. Die Beschwerde gegen Google landete bei der französischen Datenschutzbehörde.

Insgesamt geht es um 7,6 Milliarden Euro, allerdings dürfte das eher nebensächlich sein. Denn es geht vor allem um die Daten der Nutzer. Schrems ist der Ansicht, dass Facebook dem Nutzer nicht genügend Wahl gelassen hat. Entweder löscht er seinen Account oder er akzeptiert die Nutzungsbedingungen. Mit der Akzeptanz der Nutzungsbedingungen stimmt der Nutzer aber auch der Verarbeitung von Daten zu, die nach Meinung von Schrems nicht für den Betrieb des Dienstes nötig sind, sondern nur für Werbeprofile genutzt werden, damit das Unternehmen Gewinne macht.

Gleiches gilt für Google. Wobei es Schrems offenbar auch nicht so richtig um den Nutzer geht. Denn vielmehr ist seine NOYB-Gruppe (None of your Business) offenbar ein Ehrenmann für kleinere Anbieter. Sie möchte verhindern, dass große Anbieter sich quasi einen Datenvorteil verschaffen, indem sie mehr abgreifen als eben für den Betrieb nötig ist.

Im Fall Google geht es übrigens um Android. Es kann ja nicht angehen, dass ein Nutzer, sobald er ein Android-Smartphone einschaltet, in Googles Ökosystem gezwungen wird. Man könne ein Android-Smartphone nicht nutzen, ohne seine Zustimmung zu geben. Diese Dinge werden nun von den Behörden untersucht und man wird irgendwann mal wieder davon hören.

Und hier ein Cut und ein paar Worte zu dieser ganzen DSGVO-Geschichte, die uns allen seit Wochen auf den Zeiger geht. Euch vermutlich auch und sei es nur, weil Eure Mail-Postfächer übergequollen sind.

Ja, es ist schlimm, wie mit Nutzerdaten in manchen Fällen umgegangen wird. Allerdings können auch nur solche Daten verwendet werden, die man verursacht. Google und Facebook sind beides keine Wohltätigkeitsvereine. Es sind Unternehmen, die Dienste bieten, die von Milliarden Menschen offenbar gerne genutzt werden. Aber keiner ist gezwungen, die Dienste zu nutzen.

Das, was manche heute gerne als Nutzungszwang interpretieren, ist ein typisches „fear of missing out.“ Man muss WhatsApp nutzen, sonst wäre man ja nicht erreichbar. Schreib doch einen Brief, dauert länger, aber funktioniert. Urlaubsfoto? Schick doch eine Postkarte. Aber verschlüssele bitte den Text und die Adresse, nicht dass Facebook heimlich nachsieht.

Kein Mensch ist gezwungen, irgendetwas im Internet zu nutzen. Warum der Nutzer dann aber dem profitorientierten Unternehmen, von dem er eine Leistung im Austausch gegen Datenerhebung erhält, seine Vorgehensweise vorschreiben zu wollen? Ich verstehe oft nicht, wie man sich als Einzelperson oder auch Gruppe sich einfach das Recht herausnehmen kann, so zu agieren.

Und ich finde es stark, was die L.A. Times gemacht hat. Die hat europäische Nutzer nämlich einfach ausgesperrt. Dicker Mittelfinger gegen Dinge wie die DSGVO und gegen Typen wie Max Schrems. Wenn das so weiter geht, wird es nicht ewig dauern und aus dem Internet werden Splitternetze. Nichts, worauf ich persönlich Bock hätte, ich würde Webseiten auch gerne weiterhin ohne VPN ansurfen können – was ja heute schon nicht immer so einfach ist. Falls sie denn überhaupt noch verfügbar sind und nicht in einer panischen Kurzschlussreaktion gelöscht wurden.

Was haltet Ihr von so harscher Regulierung, dass Seitenbetreiber bestimmte Nutzer aussperren? Oder passt das schon so und die haben gefälligst das zu machen, was der Nutzer (oder die EU) möchte?

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Avatar-Foto

*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019*

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

178 Kommentare

  1. Andreas Holzschuh says:

    Danke, einer der besten Kommentare heute dazu.

    Du hast vergessen, dass der Staat von der DSVGO natürlich ausgeschlossen ist. VDS und Meldeämter lassen grüßen.

    • phantomaniac says:

      Du hast das Finanzamt vergessen (Ironie) und so scheint es keine Ahnung von der DSGVO in Kombination mit dem BDSG_neu (Tatsache)

      • das ist ja das schöne, bei der nächsten Prüfung durch das Finanzamt überreiche ich dem Prüfer vorab erst einmal einen garantiert 50 Seiten langen Verarbeitervertrag , keine Unterschrift – keine Unterlagen.

    • Der Staat ist nicht davon ausgeschlossen. Es gelten nur einige andere Regeln im Vergleich zu privaten Unternehmen.

    • Finde ich auch so lächerlich. Er hat doch das Recht den Service nicht zu nutzen aber wenn er ihn nutzen will, dann so, das Facebook nichts dran verdient. Mit dem Argument, dass es auch ohne die Werbedaten gehen würde. Technisch bestimmt, aber woher soll dann das Geld kommen, den Service aufrecht zu erhalten. Ehrlich, hoffe Facebook und Google gewinnen und er bleibt auf riesen Anwaltskosten zurück. Die Aussage das man auf einem Android Handy die Google Dienste nutzen muss. Die investieren Millionen in Entwicklung und er beschwert sich darüber, dass es dann Google Apps drauf gibt. Ehrlich, wenn der Typ gewinnt verliere ich all mein Vertrauen in unser Rechtssystem.

      • Punkt 1: Es geht nicht nur um die Daten derer die den Dienst nutzen, sondern auch um die sogenannten Schattenprofile, also die Profile derer, die den Dienst nicht nutzen.

        Punkt 2: Man gibt 800 Euro für ein Android Handy aus, und muss dann nochmal mit seinen Daten bei Google bezahlen. Klar, ist bei Apple nicht anders, da ist es sogar noch schlimmer, weil man da z.B. nicht einfach einen alternativen Store wie F-Droid unter Android installieren kann, aber das macht es ja dadurch kein Stück besser.

        Manchmal frage ich mich, in welcher Welt einige der Kommentatoren hier leben…

      • Sehe ich anders.
        Jede Webseite / Blog muss das auch so machen. Man verdient dort zb nur durch Werbung. Jetzt könnte man es wie Facebook machen: Du siehst nur alles, wenn du auch den AGBs und dem Verkauf / Nutzung der Daten durch dritte zustimmst, sonst siehst du nix. Darf man aber nicht (Kopplungsverbot). Warum darf das also Facebook oder Google?

        • man kann aber auch geld machen in dem man bspw nicht unnötige oder passive daten erhebt (wie bspw dass man eine seite mit likebutton aufgerufen hat) sondern nur aktive interaktionen durch den user (etwas zu liken ist ja im prinzip wortwörtlich facebook zu sagen dass man das mag) dazu kann man es auch machen wie bei Zeitungen, man trackt einfach nicht uns macht halt die werbung passend zur aktuellen unter-seite.

          • Zeitungswerbung wie vor 100 Jahren, tolle Aussichten für das Internet. Dann sind wir wieder bei Web1.0 wie vor 20 Jahren. Außerdem bremst diese Art der Werbung die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes volkswirtschaftlich radikal aus. Je höher die Umlaufgeschwindigkeit, umso höher der Nutzen aller.

            Ganz simples Beispiel:
            – Der Nachbarjunge mäht bei dir Rasen und kriegt 10 EUR
            – Er läuft zum Kiosk und kauft sich für die 10 EUR Süssigkeiten
            – Der Kioskbesitzer gibt die 10 EUR abends in seiner Kneipe aus
            – Der Kneipenbesitzer kauft am nächsten Tag für 10 EUR ein Buch

            Damit hat sich der Nutzen der 10 EUR in kürzester Zeit verdreifacht. Das ist Wirtschaft.

            Wir wollen keinen Rückschritt in der Digitalisierung, sondern Fortschritt zum Web3.0. Das heißt wir brauchen nicht weniger Daten und sonstige Zwangsregulierungen, die unsere eigenen Startups abwürgen, sondern noch viel mehr Daten!

            • wo ist das problem wenn die werbung etwas abgedreht wird. momentan arbeitet selbst google daran dass die werbung ein paar schritte zurück geht, da die user sich aus gutem grund mit händen und Füßen gegen diese art der werbung wehren.

              • Patrizia G. says:

                marcel hat schon recht. die wirtschaftlichen vorteile von bigdata für den eu-binnenmarkt liegen klar auf der hand. web2.0 lebt von daten, alles andere wäre ein rückschritt zu web1.0 den keiner ernsthaft möchte. wir dürfen den anschluss nicht verpassen, auch hinsichtlich „dem Internet der Dinge“ und den Unternehmen nicht mit weiteren dsgvo-ähnlichen verboten noch mehr steine in den weg legen. wirklich sinnvoll wäre es, wenn facebook, google & co, europäische daten mit uns teilen müssten. das würde ihr monopol zu nichte machen und der weg für wirklich große eigene europäische suchmaschinen & dienste, wäre frei.

                @my1 google macht das wegen dsgvo-compliance und nicht weil „die user sich mit händen und Füßen gegen diese art der werbung wehren“. die user sehen lieber werbung die sie interessiert, als irgendwelche werbeads zu denen sie keinerlei beziehung haben und die sie deswegen als spam wahrnehmen.

                • Google hatte es aber doch schon lange vor der DSGVO angefangen gegen werbung vorzugehen wobei das bei denen eher gegen die nervwerbung geht, gegen die sich die user mit händen und füßen bzw eben abdblocker wehren und damit eben auch googles werbung blocken -> weniger geld für google.

                  es mag vielleicht sein dass genug sachen im „web 2.0“ von daten leben man muss es aber echt nicht übertreiben.

                  es wird nicht jede seite sterben die nicht jeden user auf schritt und tritt verfolgt.

                  ich hab kein problem wenn zum beispiel FB sachen trackt die ich denen aktiv und freiwillig erzähle, bspw posts kommentare, likes etc. Jedoch geht das tracken auf seiten mit likebutton ein paar stufen zu weit.

                  • Patrizia G. says:

                    @My1 DSGVO existiert bereits seit Jahren, deswegen hat Google damit angefangen

                    Und deswegen ist es richtig Leute mit Adblockern von der Nutzung der Webseite auszusperren:
                    Es wird sich einfach nicht mehr lohnen sehr gute inhalte zu erstellen und kostenlos im Internet zu veröffentlichen. Für gute Tutorials o.ä. braucht man Tage – Wochen. Dann ist es ja auch nicht zuviel verlangt wenn du 3 zu dir passende Werbeeinblendungen von Google sieht. Das kostenlose Internet (ein Gewinn für jeden) wie wir es kennen wird durch diese rückwärtsgewandten Zwangsregulierungen verschwinden. Das wird den Onlinehandel richtig ausbremsen. Bald hängt an jedem Garten- oder Haushaltstipp ein Preisschild. Oder du kaufst wieder Bücher bei Amazon wie vor 20 Jahren!

                    • „Das Internet“ im Sinne von HTTP/S-Anfragen ist die „Kostenlos-Kultur“ in Reinform – du (bzw. ein Programm wie z. B. ein Browser) schickst ein Datenpaket zu einem Server, der Server schickt ein Datenpaket zurück (und dein Programm, z. B. ein Browser, wertet das aus). Nachdem der Inhalt angekommen und verarbeitet ist, wird (durch das Programm, z. B. einen Browser) weiterer Inhalt angefragt/heruntergeladen – aber wer zwingt das Programm dazu, alle „Befehle“ der zurückgegebenen Webseite auszuführen (bzw. welche Browsererweiterung verhindert das ;-)).
                      –> die „Bezahlfunktion“ (egal ob ein Login nach Registrierung/Bezahlung oder eben durchgelassene Werbung) setzt nicht auf der reinen Übertragung von Inhalten an, sondern erst auf einem höheren Level (den dann erstmal jemand „erzwingen“ darf, z. B: „Inhalt XY erst nach Abruf von Inhalt YZ“ (z. B. nach Abruf von Werbung – aber wer zwingt den Browser zur Anzeige, abgesehen vom verschwendeten Traffic)).

                      Eine Werbeanzeige kann aber auch ein statischer Link sein mit einem statisch abgerufenem Inhalt, z. B. Text oder Bild (welches von demselben Server geladen wird, dieser könnte das seinerseits aber *selbst* von „sonstwo“ laden und an den Nutzer ausliefern – ist halt etwas mehr Latenz) – dies könnte vom anfragenden Programm („Browser“) oder Nutzer als „gute Einbindung“ bewertet und durchgelassen werden (aber es zwingt das Programm bzw. den Benutzer niemand dazu, den Inhalt anzufordern!)

                      Inwieweit sich nun „Internet-Inhalte“ (um es mal auf technisch niedrigem Niveau zu formulieren) monetarisieren lassen, steht auf einem anderen Blatt. Das gleiche gilt auch für Anbieter von Open-Source-Software: auf welcher Grundlage soll monetarisiert werden bzw. welchen Mehrwert hat der (im Zweifel zahlende) Kunde davon?

                      Und am Rand: Bild.de sperrt Nutzer von Browsern/Erweiterungen aus, die aufdringliche Werbung nicht sehen wollen. „sehr gute inhalte“ (sic!) gibt es dort trotzdem nicht (oder vielleicht selten) 😀

      • Diese eu-links-grünen ala Albrecht & Co schmieren mit Ihren Zwangsregulierungen noch mal die gesamte Wirtschaft. Die Wirtschaft ist auf personalisierte Werbung angewiesen, alles andere ist ein Rückschritt um 20 Jahre. Alle Unternehmen verkaufen dadurch mehr und schneller. Daran hängt alles: Steuern, Arbeitsplätze, Existenzen – Millionen Existenzen, europaweit. Das wahre Ziel dieser Verordnung ist es wahrscheinlich uns jede Art von Identität zu nehmen und uns nur noch zu anonymen Nummern wie im Kommunismus zu machen.

  2. Extreme gibt es immer, muss es geben, weil sich nur so etwas in die eine oder andere Richtung bewegen kann. Problematisch wird es dann, wenn die Extrempositionen auch extremen Einfluss auf die Menschen haben, die für den Ausgleich zwischen den Extrempositionen zu sorgen haben. Im Fall des Datenschutzes hatten wohl die extremen Datenschützer sehr viel Mitspracherecht und so hat das mit dem Ausgleich nicht funktioniert. Dasselbe passiert jetzt mit diesen Klagen, hier soll aus dem, was schon erreicht wurde, das Maximum rausgeholt werden. Aber sind wir doch ehrlich, wir sind doch selbst dran Schuld. Blogger wollen sich nicht in einem Bloggerverband vernetzen, weil es ja keine gemeinsamen Interessen gibt. Wobei ich dieses Argument schon immer von weit hergeholt hielt. So hatten die Extrempositionen den meisten Einfluss auf die Entscheidungsfindung und genau das sehen wir jetzt.

  3. Danke. Endlich dreht einer mal den Scheinwerfer in die andere Richtung.

  4. OMG.
    Was ist nur aus diesem Blog geworden…
    Kollege Ostermaier wieder voll in Aktion.
    Einen Brief schreiben… Is klar.

    • Schröppke says:

      OMG was ist nur aus diesem Blog geworden, mit so leeren Kommentaren drunter.

    • Schon meine Kita Gruppe in WhatsApp
      Brief schreiben, lol.

      Aber klar, das Gleichgewicht muss gewährt bleiben und da finde ich ich Sache ziemlich wichtig mit der DSGVO!

  5. Schröppke says:

    Warum eigentlich nur Kririk wegen Android und nicht auch für IOS, macOS, Windows?

    Ich denke auch, dass die Einfachheit des Internets, der sotialen Netze bald dahin sein könnte, dass man halt alles kaputtregulueren wird. Goldene Zeiten für Abmahnanwälte werden anbrechen.

    • Von Sascha wirst du nie im Leben was negatives über Apple lesen. Kann er nicht, oder darf er nicht.

      • SuperBayer says:

        Wobei das ja weniger mit Sascha zu tun hat, sondern mit dem Herrn der die Firmen verklagt.

        Kleine Unternehmen stehen vor Mamutaufgaben. Und bei WhatsApp klickt jeder 10 jährige auf den Button m, um zu bestätigen er sei 16. Finde den Fehler….

      • Negatives gegen Apple = Keine Einladung mehr zu sich in den Staaten zu den tollen Events

        • Was denkst du wo das noch überall läuft? Nicht nur bei Apple ist das so. Denkst du Tests in Zeitschriften sind ehrlich? Die meisten Testexemplare werden kostenlos zur Verfügung gestellt, oder sogar geschenkt, die Tester wollen auch weiterhin mit Geräten ausgestattet werden, Kritik ist von daher eher selten.

          Es gibt eine große Fachzeitschrift die sich mit Unterhaltungselektronik beschäftigt. Seit Jahren sind darin die besten TVs auch gleichzeitig der einzige Hersteller der viele Seiten in dieser Zeitschrift für Werbung benutzt, ist damit sozusagen mit Sponsor in diesem Magazin, ist es dann Zufall, dass im letzten Monat, ein TV dieser Firma, zum besten TV aller Zeiten gekührt wurde?

          Bei einem großen Internethändler gibt es Produkttester, diese Rezensionen fallen zu 99% sehr positiv aus. Man muss es erst mal schaffen dahin zu kommen um Produkttester zu werden. Ich kann mir kaum vorstellen, dass diese Produkttester, ihre kostenlose Produkte, durch negative Kritik, aufs Spiel setzen. Wer sich auf solche Rezensionen verlässt ist selbst schuld.

          Apple ist allerdings rigoros darin Kritiker mit Geräten auszustatten, die werden meist sofort ausgeschlossen. Man muss bei Tests von neuen Apple Produkten dann genau Zwichen den Zeilen lesen oder einfach aufmerksam das Video Review schauen, meist erkennt man die Kritik dann auch ganz gut obwohl es positiv wirkt, wie zum Beispiel beim HomePod.

  6. Das jeder in gewisser Weise selbst daran „schuld“ ist wer seine Daten benutzt stimmt natürlich, allerdings sammelt Facebook zum Beispiel auch Daten von Menschen welche sich nicht explizit dort angemeldet haben über Adressbücher von Nutzern. Dem Argument der bloßen „fear of missing out“ stimme ich auch Grundsätzlich zu und ist in den meisten Fällen auch Sicherlich zutreffen, jedoch ist es an der Uni unmöglich ohne WhatsApp oder Facebook wirklich mit Kommilitonen zu interagieren, habe das selbst im ersten Semester gemerkt.
    Die Rechtsunsicherheit ist sehr problematisch momentan, aber ich habe die Hoffnung, dass in den nächsten Wochen Klarheit kommt und halte die DSGVO für grundsätzlich sinvoll wenn auch noch mit Macken.

  7. Jaja, ist wirklich schlimm wenn die Konzerne zu mehr Transparenz gezwungen werden und Nutzer sogar verlangen können, dass persönlich Daten gelöscht werden müssen. Wirklich unerhört sowas.

    Als ob die LA Times hier einem neuen Gesetz den Mittelfinger zeigt. Ich musste hart lachen. Da hat einfach ein verantwortlicher gepennt und jetzt werden ein paar Überstunden geschoben um den Markt weiterhin zu bedienen.

    • Basetuner says:

      Und zwar Jahre gepennt. Zwei Jahre gepennt um genau zu sein.
      Unsere Firma, und ich rede hier von einem Malerbetrieb, hat die DSGVO schon zum 31.12.2017 umgesetzt. Also bitte. Panik-Shysshaus von überall. Unberechtigt. War lange genug Zeit. Und besonders in Deutschland hat sich nicht wirklich viel geändert. (Ja, ich war in diesen Prozess beteiligt – ja, ich bin gelernter Maler)

      • checkit53 says:

        Ich kann dir versichern, dass es gewaltige Unterschiede in der Umsetzung und der Datenmenge bei einem kleinen Malerbetrieb zu der Verarbeitung bei einer IT-Firma gibt. Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen.
        Es kommt auch nicht jede Firma aus Deutschland oder macht hier Geschäfte und muss deshalb eventuell wesentlich mehr umstellen.
        Du hast eine ziemlich egoistische Sicht auf die Dinge und nimmst dich und die Firma in der du arbeitest wohl als Maßstab an der sich andere (vor allem Firmen mit ganz anderem Geschäftsfeld und damit verbundenen Anforderungen) messen sollen?

  8. Sascha, er nimmt sich nicht das Recht heraus, er HAT das Recht – so wie du und jeder andere hier auch. Nennt man „Rechtsstaat“. Du musst nicht mit ihm einer Meinung sein, du verfügst hier sogar über ein Instrument, um mit einer gewissen Reichweite Gegenargumente gegen seine Position bringen, mehr als eine Menge anderer, die davon auch betroffen sind. Du solltest den Unterschied aber schon sehen… ich finde, du machst es dir gerade an dieser Stelle viel zu einfach.

  9. Wir wissen ja mittlerweile, dass Caschys Autoren-Kollektiv gar nicht belauschend, kommerziell und „bequem“ genug zugehen kann. Technik-Kritik? Folgenabschätzung? Gesunder Menschenverstand? Fehlanzeige. Immer das neueste Gadget im Haus, kaufen kaufen kaufen, die ganze Familie samt Kleinkind belauschen lassen, alles Knorke.

    Lieber Sacha: das sehen aber nicht alle so. Es geht bei der ganzen Geschichte nur um eines: Unternehmen sollen nur die Daten erheben und verarbeiten, die sie für die Dienstleistung brauchen. Das ist ja wohl nicht zu viel verlangt. Und offenbar war das ja nötig, sonst würde es jetzt nicht so in der Kiste rappeln.

    • ziegfried says:

      das gesetz ist ähnlich schwachsinnig wie dein kommentar. einem technickblog vorzuwerfen, immer das neueste gadegt im haus zu haben. danke 😀 jetzt kann ich mit nem grinsen ins bett 🙂

  10. Die DSGVO macht vieles richtig und war eigentlich überfällig! Wenn jetzt jemand sich lieber versperrt als sich der DSGVO anzupassen, dann will ich seine Inhalte auch nicht mehr, auch wenn sonst interessiert. Meine Einstellung war aber schon immer, bevor ich für Inhalte/ Dienste mit meinen Daten bezahle, verzichte lieber darauf! Muss halt jeder für sich entscheiden…

  11. Deliberation says:

    Zu den hier diskutierten Themen:

    1. Schreib doch mal wieder einen Brief oder eine Postkarte, dann aber verschlüsselt

    Dass man auf Postkarten sowohl Adresse als auch Inhalt lesen kann, ist für gewöhnlich bekannt. Allerdings ist das hier genauso wie mit der Kassettenaufnahme. Auch über diese wurde sich damals kaum aufgeregt. Zu schlecht war oftmals die Qualität und vor allem die Haltbarkeit. Und ein wesentliches Merkmal war gar nicht vorhanden: die massenhafte Verbreitung bzw. Verarbeitung. Bei Datenschutz geht es um Kontrolle über meine Daten. Dass diesbezüglich nicht nur gefühlt ein Unterschied zwischen der massenhaften Verarbeitung, Nutzung und Verbreitung der Daten durch Unternehmen, die mit Werbung Daten verdienen und einer Postkarte besteht, die durch den Postboten einsehbar ist, dürfte leicht nachvollziehbar sein. Das bringt uns zum nächsten Punkt:

    2. Keiner zwingt die Menschen, die Services zu nutzen

    Das ist wahr. Allerdings haben sich soziale Netzwerke vor allem deshalb durchgesetzt, weil sie a) eine weite Verbreitung bzw. Marktdurchdringung haben und sie b) stark mit unseren Lebenswelten verbunden sind. Das mag für ältere Generationen schwer nachvollziehbar zu sein. Aber wer als Teenie heute bestimmte Services nicht nutzt, ist ausgeschlossen. Entweder weil man als Außenseiter gilt oder einfach im Gruppenchat nicht erreichbar ist. Hierfür sollten eben dann nur die Daten erhoben werden, die dafür notwendig sind. Oder Facebook und Co. sind ehrlich und sagen, dass sie eben die Daten für Werbezwecke nutzen wollen und Du zum Dank dafür diese Gadgets nutzen darfst. Und nicht anders herum. Um das transparenter zu gestalten, finde ich die Beschwerde durchaus sinnvoll.

    3. DSGVO und die Reaktionen darauf

    Ich finde die Reaktion der LA Times grandios! Wenn man sich die Möglichkeiten der neuen Datenschutzverordnung ansieht, so ist da wirklich nicht viel Sinnvolles für den Bürger herausgekommen. Im Endeffekt befürchte ich, dass nur Agenturen und Anwälte daran verdienen. Für den Betroffenen bleibt fast so viel übrig, wie durch die Cookie-Verordnung. Etwas Text und was zum Wegklicken – toll!

    • Bisher habe ich davon nur profitiert: Plattformen löschen plötzlich auch alle Daten von mir, statt sie nur zu sperren. Dasselbige zählt auch bei Foren, wo plötzlich auch die Kommentare gelöscht werden.

      Außerdem bekam ich nach all der Zeit auch mal wieder mit, wo ich mal überall registriert war („Wir haben unsere Datenschutzerklärung aktualisiert“) und hab dementsprechend auch mal aufgeräumt.

      • Deliberation says:

        Das freut mich für Dich, ehrlich. Ich habe aber leider vorwiegend die Erfahrung gemacht, dass mir lediglich eine Info über die geänderten AGB bzw. Datenschutzbestimmungen zugeschickt wurde. Die wenigen Anbieter, die von mir eine erneute Einwilligung zur Verwendung meiner Daten haben wollten, sind durchweg Anbieter gewesen, mit denen man auch schon vor der DSGVO reden konnte. Aber versuche doch mal, Deine Daten wirklich bei Paypal oder Google oder Amazon löschen zu lassen. Das ist meines Erachtens durch die Grundverordnung nicht besser geworden. Man kann sein Konto löschen lassen, aber die Daten bleiben schön weiterhin gespeichert. Und eigentlich ging es doch bei der DSVGO gerade um die Daten bei großen Anbietern. Insofern halte ich die Verordnung für gut gedacht aber einfach nur schlecht gemacht.

      • Und wie genau hast Du da profitiert? Und von was für Daten reden wir hier? Deinen Namen, Benutzernamen und vielleicht Adresse (wo sowieso keiner überprüfen kann, ob Du was richtiges eingegeben hast). Ist Dein Leben jetzt besser? Sorry, aber dieses ganze Getue ist doch lächerlich. Und über die Auswirkungen, die das alles nach sich zieht, dachte keiner nach. Juckt keinen, aber aufgrund dieses Schwachsinns muss in meiner Firma bei Abwesenheit nun jedes Büro verschlossen werden.

        • Das ist nicht erst seit der DSGVO. Das galt zuvor sicher schon nach Bundesdatenschutzgesetz. Das wirklich gute an der Ganzen Panik um die DSGVO ist daher auch, dass viele sich jetzt erstmals damit beschäftigen, was sie in Sachen Datenschutz und Datensicherheit zu beachten haben.
          Ich bin beruflich für zwei Portale verantwortlich und sehe kein Problem darin unsere Nutzer darüber zu informieren welche persönlichen Daten wir von ihm speichern, welche Daten bei der Nutzung unserer Angebote aufgezeichnet werden, wozu wir all diese Daten benötigen und was wir mit den Daten tun bzw. eben explizit ausschließen zu tun (z.B. Weitergabe/Verkauf an Dritte). Ein vernünftiges Löschkonzept und auch die Transparent unseren Kunden, mit welchen Kundendaten wir arbeiten, sehe ich zudem als vertrauensbildende Maßnahme, die sich ganz unabhängig, ob das Vorschrift ist oder nicht auf lange Sicht auszeichnet. Und das alles in einen Datenschutzkataster zu dokumentieren und zu pflegen finde ich nicht nur für unsere Nutzer sinnvoll, sondern auch für uns selbst.
          Ich verstehe die ganze Aufregung über die DGSVO in keiner Weise und kann die hier geschilderten Probleme nicht nachvollziehen.
          Datenschutz und Datensicherheit sind für mich in der Beziehung zu unseren Kunden erster Linie nicht störende zu erfüllende Verpflichtungen sondern praktizierter Respekt und praktizierte Wertschätzung unseren Kunden gegenüber. Und ja, von den großen Dienstleistern würde ich mir davon gerne auch wieder etwas mehr wünschen.

        • > Juckt keinen, aber aufgrund dieses Schwachsinns muss in meiner Firma bei Abwesenheit nun jedes Büro verschlossen werden.

          Oh nein, da ist aber jemand nun getriggert worden. Wenn du nun unzufrieden deswegen mit deinem Job bist und ihn wechselst, dann lächele dir nicht das Arbeitsamt, JobCenter, Finanzamt und Co. an. Denn die müssen schon immer die Türe verschließen, wenn sie ihr Büro verlassen. 😉

  12. Lieber Sascha,

    hätten alle sich an bisher schon in Deutschland geltende Gesetzte zum Datenschutz gehalten, wäre die Umstellung ein Leichtes gewesen. Und euch kleinen Bloggern will außerdem keiner an den Hals. Lest die DSGVO doch erstmal. Auch die Regelungen für kleinere Betriebe, etc.

    Die Medien, Leute wie Du, machen wieder mal viel zu viel Wind um nichts. Und das, ohne wirklich in der Materie drin zu stehen.

    Übrigens sind nicht die Datenschutzrechte verkehrt, wenn Abmahnwellen drohen, sondern das deutsche Abmahnrecht. Also mal nicht einen Sündenbock vorschieben sondern das eigentliche Problem nennen.

    PS: Ich bin froh über die ganzen E-Mails! Hab schon viele uralt Konten dadurch löschen können heute.

    • phantomaniac says:

      dem kann man nur zustimmen. Wobei vor allem bei den auch oft genannten Vereinen und privaten bloggern ein Abmahnanwalt sowieso nix machen würde. 😉
      Aber das wüsste man, wenn man sich mit der Thematik befassen würde, statt nur „Polemik aufzugreifen und weiterzutreten“

  13. Christian says:

    Die seltsame Formulierung, die die Los Angeles Times für das Aussperren aller Besucher aus der EU bzw. dem EWR gewählt hat, war übrigens nicht die erste Version. Anfangs stand da recht kryptisch: „We are currently unavailable in your region but actively exploring solutions to make our content available to you again.“ Noch ohne jeden Bezug zur Europa oder der DSGVO. Lediglich in der Adresszeile fand sich schon zu diesem Zeitpunkt das Kürzel „gdpr“ …

    Nun ja, auch jetzt bekommen sie es ja nicht hin, explizit zu sagen, warum sie bestimmte Besucher nicht haben wollen. Aber die Entscheidung selbst, wie auch die „Begründung“, ist natürlich Sache der Zeitung. Geradezu erstaunlich, dass „tronc.com“ (auf diese Domain wird man ja umgeleitet) ein weiterhin ganz normal erreichbares Nachrichtenportal ist. War oder ist die L.A. Times nicht sogar daran beteiligt?

    Ob die Attacke auf Schrems bzw. auf noyb.eu nötig ist – na ja. Mag natürlich sein, dass es ihm auch um Publicity geht. Aber ich habe ihn weniger als Anti-Facebook-Aktivisten in Erinnerung als wegen seiner Kritik an „Safe Harbor“. Doch die war ja vermutlich ebenfalls völlig ungerechtfertigt, weil schließlich niemand gezwungen ist usw. …

  14. Wie wäre es denn mal mit einem Tutorial, wie sich jeder einen eigenen Jabber-Server aufsetzen kann, der mit beliebigen anderen Jabber-Servern kommunizieren kann? Läuft auch aufm RasPi.

    • werner sinnloss says:

      🙂

      Wird nicht funktionieren, weil man damit nicht angeben kann …..

    • Weil es Frickelei ist wir mIRC z.B.!
      Ich find’s gut aber meine umgebende Masse bekomm ich “da“ nicht hin.

  15. Mag sein, dass die jetzt aktuellen Verordnungen auch einiges richtig machen, aber letztlich bleibt es doch dabei, dass ich als Nutzer aktiv entscheiden kann, ob ich einen Dienst nutze oder eben auch nicht. Und wenn ich einen Dienst nutzen möchte, muss ich die Konditionen des Anbieters eben akzeptieren. Und wenn mir das nicht passt,nutze ich den Dienst eben nicht – so einfach kann das Leben sein. Und Argumente wie „dann ist man ausgeschlossen“ sind doch auch nur vorgeschoben. Man kann sich nicht immer nur die Rosinen herauspicken, wenn man das eine will, muss man das andere manchmal mit in Kauf nehmen.

    • Manfred P. says:

      Genau da liegt aber die Krux: Wenn ein Handwerker seine Bestellungen über WhatsApp und sein Handy erledigen will (sein Entscheidung, klar) muss er WhatsApp den Zugriff auf das Telefonbuch eben dieses Handy gewähren … anders geht es nicht. In dem Telefonbuch steht aber auch die Nummer (mit allen anderen Daten) des Kunden, für den die Bestellung ist … und aller anderen Kunden auch. Die entscheiden nichts, gar nichts. Und dann sollen die nicht einmal das Recht haben zu erfahren, dass WhatsApp diese Daten hat? Das ist doch wohl ein Scherz!

      • Im Grunde haben auch diese Kunden etwas entschieden, nämlich ihre Daten rauszugeben, in diesem Fall an den Handwerker. Und in dem Moment, in dem du irgend jemandem deine Daten gibst, verlierst du die Kontrolle darüber, was genau mit diesen Daten passiert. Das ist nicht schön, liegt aber in der Natur der Sache, und auch gesetzliche Vorschriften ändern daran nichts.

        • Dem ist nicht so, sonst könnte jeder der möchte (und ggf. dafür bezahlt) auch Zugriff auf deine Daten bei deinem Hausarzt, deine Daten bei deiner Hausbank, deine Krankenkassendaten, die Daten der letzten Meinungsumfrage etc. erhalten und diese dann beliebig zu seinen Interessen einsetzen.
          Damit dies nicht passiert und du auch zukünftig einen Kredit bekommst, nicht unerwartet aus dem nächste Bewerbungsverfahren fliegst, du dir deine Krankenversicherung noch leisten kannst … und und und … genau darum geht es bei Datenschutz und -sicherheit und dem Bestreben des Staates uns Nutzern mehr Rechte für die Transparenz und Kontrolle unserer Daten zu geben.
          Und das finden einfach viele Menschen in diesem Land wirklich gut! Ist das tatsächlich so schwer zu akzeptieren?!

      • Und warum sollen die das wissen (wenn die selber Whatsapp nutzen, hat sich das Thema sowieso erledigt)? Was denkst Du wird Whatsapp mit diesen Daten machen? Was hat Whatsapp bisher damit gemacht? Das ist doch lachhaft. Alles wird erschwert und Barrieren werden aufgezogen, weil sich irgendwer um Daten sorgt, die sowieso keine Sau kümmert.

  16. phantomaniac says:

    a) Die Reaktion der LA-Times. beinahe nachvollziehbar, aber überzogen. Aber andererseits´s insofern spassig, weil den Ami´s das normalerweise komplett egal ist.
    b) Die Klagen an sich: sehr polarisierend. Er hätte beinahe alle an den Pranger stellen müssen
    c) Datenschutz heisst nicht, dass die meine Daten schützen sollen, sondern nur das nutzen, was sie brauchen um die Dienste die ich nutzen möchte leisten zu können (und Geld damit verdienen gehört nicht zum brauchen)
    d) Ich denke 95% die über die DSGVO jammern und rumlamentieren kennen nichtmal die Inhalte, geschweige denn die Inhalte des BDSG, denn sonst wüssten Sie, dass sich soviel gar nicht geändert hat. Ausser das es jetzt Europaweit einheitlich gelten sollte.
    e) Es ist soviel Bullshit zu dem Thema unterwegs das man es fast nimmer lesen will. Fängt schon mit den sinnlosen Mails an…. Bei rechtsgültiger (also bereits nach altem BDSG rechtskonformer Bestandsdatenverarbeitung brauch ich keinen sinnlosen Informationen verschicken, wie es jetzt leider x-fach passiert)…
    f) Die Vielbeschworenen Abmahnungen gegen arme Blogger…. Hallo ? Ja, mir ist klar, man springt auf den Panik-Zug auf. Fakt 1 ist aber. Wenn jetzt jemand abmahnen will, hätte er es nach BDSG auch schon gekonnt. Fakt zwei ist, das die „Strafen“ verhältnismässig sein müssen. Also nix mit Existenzbedrohend. So lange man nicht bewusst Schindluder mit den Daten treibt (was ja bei Facebook so ne Gradwanderung wäre)
    g) Die Nutzung von Whatsapp wäre an sich auch kein Problem, wenn die Apps nicht ständig das komplette (!) Adressbuch an Facebook übertragen würden. Komisch, das andere Messenger das auch anders funktionabel hinbekommen. Davon abgesehen stellt sich die Frage, warum Geburtsdaten übertragen werden, wenn nur die Handynummer abgegelichen werden müsste…. Soviel also zu „Allerdings können auch nur solche Daten verwendet werden, die man verursacht.“. Schön wäre es.
    Und ja, ich bin auch gegen Überwachungskameras in der Öffentlichkeit, aber das ist ein anderes Thema

    PS: Ich habe keine Alexa, die „versehentlich“ Was aufzeichnet und dann verschickt….. oder automatisch laut Fernsehbefehl was bestellt.

    • Manfred P. says:

      Die Abmahnungen gegen arme Blogger wird es leider zu hauf geben. Weil das Abmahnrecht aus dem vorletzten Jahrhundert ist (und eigentlich schon damals Sch…). Denn der Abmahner muss ja nur behaupten, hier oder da wäre ein FGehler gemacht worden … er muss nichts beweisen. Der Blogger muss dann versuchen herauszufinden, ob die Abnahnung rechtmäßig ist – binnen einer Woche oder so, denn so kurz sind oft die Fristen. Tut er es nicht und die Frist verstreicht, darf er die nächsten sechs oder acht Wochen unruhig schlafen, denn vielleicht war ja gerade diese Abmahnung in Ordnung und der Gegner weis das auch … und klagt. Dann wird’s teuer. Nicht wegen der Strafe, die ist tatsächlich eher erträglich in so einem Fall. Aber die Anwälte und das Gericht kosten schnell mehr, als der arme Kerl hat. Strafe 2000 €, Kosten 20000. Das kommt dsurchaus vor (Gutachter, Reisen, Verdienstausfall eines Zeugen etc.). Das kann er alles vorher unmöglich auch nur Pi mal Daumen abschätzen. Also bleibt die Angst vor dem Ruin.

      • phantomaniac says:

        Nochmal: Wegen der DSGVO wird kein Anwalt einen Blogger abmahnen. Auf welcher Rechtsgrundlage ? Bei DSGVO hat er keine Handlungsmacht. Er kann einen höchstens bei den Landesämtern für Datenschutzaufsicht melden. Macht er nicht, weil er Arbeit, aber keinen Ertrag hat.
        Wenn er es wegen Wettbewerbsrecht macht, wird es bei einem „armen“ privaten Blogger schwierig, seine Rechtsgrundlage zu begründen. Der Blogger nimmt ja mit seinem Blog niemand die Aufträge weg….
        Also nochmal, nicht alles was verbreitet wird ist richtig.

  17. Max Schrems ist also der Übeltäter, ich war so naiv und dachte Facebook und Google wären das Problem.

    • Wenn alle fleißigen Bloggern zukünftig die Einnahmen von personalisierten Werbeeinblendungen wegfallen, wird das kostenlose Internet wie wir es kennen sehr bald verschwinden. Über alle guten Inhalte klebt dann ein Preis- oder Spendenschild, da bin ich mir ziemlich sicher! Es wird dann anders monetarisiert. Der Ausfall von Werbeeinahmen, so wie wir sie heute kennen, wird dazu führen, dass das reichhaltige Internet verschwindet. Amazon kann sich schon mal freuen, wir werden dann wieder viele (Fach)Bücher kaufen müssen.

  18. Ich sehe das teilweise genauso, allerdings wirklich nur Teilweise.

    Das Problem was wir heute haben ist das sich Unternehmen wie Facebook, Google & Co eigene abschottete Ökosysteme bauen.
    Anstatt der DSGVO brauchen wir Gesetze die besagen das WhatsApp sich für Fremdmessenger öffnen muss, Android auch ohne Google Konto nutzbar sein muss usw.
    Das würde mehr Probleme lösen als die DSGVO

    • checkit53 says:

      Android IST ohne Google Konto nutzbar. Sogar für mehr als nur die vorinstallierten Apps, anders als bei Apple

      • phantomaniac says:

        Das glauben nur alle irgendwie nicht. 😛
        Insofern frage ich mich, warum er Apple ausgelassen hat…. vermutlich hat er Schrems ein iPhone. 🙂

  19. Hans Werner Sinllos says:

    „schon 2011 stänkerte er “ —- lol, was ist das für tendenziöser Ausdruck? C@sh geflossen od. sonstige perks? FB, Google, M$ gehören zerschlagen, sind Dreckfirmen ….Dont do evil …. lol

    Im Android gibt es facebook integriert – wieso? …. HSTS legt fb UNGEFRAGT cookies an —- WIESO? ,,,, auf jeder blöden Seit mit LIKE-buttons gibt üver CANVAS, cookies, flash usf usw fingerprinting, welches an fb gesnedet wird … WIESO? Whatsapp hat obwohl anders versprochen Daten an FB geliefert; fb verwertet die ungefragt, verfolgt einen mittels stiller SMS und usw usf

    • checkit53 says:

      Stell den Alkohol beiseite, erhol dich vom Abend am Stammtisch und dann bitte nochmal verständlich..

  20. Datenschutz, Datenschutz, Datenschutz…aber ich soll meine private Postanschrift in Form eines Impressums auf meinem Blog jedem Psychopathen im Netz zur Verfügung stellen.
    Ich bin mittlerweile für einen Net-Split. Ein Internet für Muttis, Kinder und sonstige schutzbedürftige Empörungsbundesbürger – und eins ohne diese sinnlosen Cookie- Popups, doppelten Boden, Impressum, dafür mit der klaren Ansage: „Du bist hier selbst verantwortlich“. Dafür geht da dann noch was vorwärts. A-Net und B-Net.

    • Dafür braucht es keinen Split, solche Alternativen existieren bereits.
      Ansonsten stimme ich dir zu, es ist traurig, was aus dem Internet geworden ist. Zu Tode reguliert, auf Kommerz ausgerichtet und als Instrument missbraucht, um User zu manipulieren und gleichzuschalten.
      Das Netz ist heutzutage einfach ein Spiegel unserer Gesellschaft, hauptsächlich bevölkert von Schafen, die jedem Social Media Trend hinterherlaufen, weil sie anscheinend nicht selbstständig denken und eigenverantwortlich handeln können oder wollen.
      Gut, dass die Hürden für den Zugang zu den angesprochenen Alternativen so hoch liegen, dass sich 95% der regulären Netz-User dort niemals hinverirren werden;-)

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor. In jedes Thema Politik einbringen ist nicht erwünscht.

Du willst nichts verpassen?

Du hast die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.