Dropbox verschlüsseln mit TrueCrypt

Im Jahr 2009 schrieb ich eine mittlerweile häufig gelesene Anleitung zum Thema verschlüsselte Daten in der Cloud, im konkreten Fall ging es um Dropbox und verschlüsselte Daten. Denn eben jene verschlüsselten Daten kamen in Form eines TrueCrypt-Containers daher. 2009 musste man noch solche Dinge wie Timestamp & Co einstellen, mittlerweile ist dies nicht mehr der Fall, ich habe gestern Abend ein wenig rumgespielt.

Über TrueCrypt muss ich wohl nicht mehr viel Worte verlieren, ihr findet die Open Source-Verschlüsselung für Windows, Mac OS X und Linux zur festen Installation vor, alternativ kann man natürlich Portable TrueCrypt nutzen, um Container zu erstellen. Das Erstellen eines Containers ist easy, einfach folgende Schritte nachvollziehen. Je nachdem, wie groß euer verschlüsseltes Datenarchiv sein soll, müsst ihr auch die Containergröße wählen.

 

Der Container kann direkt in der Dropbox erstellt werden. Je nach Größe und eurer Upload-Geschwindigkeit kann das logischerweise ein bisschen dauern. Bis zum ersten Einhängen in das System und der Befüllung des Containers solltet ihr warten, bis er komplett „oben“ bei Dropbox ist.

 

Nach erfolgtem Upload des Containers könnt ihr diesen nun via TrueCrypt in euer System einhängen und quasi wie eine Festplatte betanken. Ihr müsst auch später keine Angst haben, dass bei Änderungen der komplette Container wieder hochgeladen wird. Ist der Container 100 MB groß und ihr schiebt 5 MB rein, dann werden auch nur 5 MB hochgeladen und abgeglichen.

Was gibt es zu beachten?

1. Dateien werden erst synchronisiert, wenn  der Container aus dem System ausgehangen wurde.

2. Ihr solltet nur auf einem Rechner gleichzeitig den Container eingehangen haben, sonst kann es logischerweise zu Synchronisationsproblemen kommen.

3. Für Faule: nutzt Portable TrueCrypt und die dazugehörige Batchdatei zum ein- und aushängen!

4. Linux- und Mac-Benutzer können encFS statt TrueCrypt nutzen.

5. Ohne TrueCrypt habt ihr unterwegs oder mobil natürlich keinen Zugriff auf eure Container.

6. Wer hauptsächlich mobil arbeitet, schaut sich BoxCryptor an.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei X, Threads, Facebook, LinkedIn und Instagram.

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54 Kommentare

  1. Kann getsecretsync.com zum verschlüsseln empfehlen, die 2GB, die man als Free User bekommt reichen mir dicke und es ist meiner Meinung nach nicht so „umständlich“ wie TrueCrypt 😉

  2. Gibt es eigentlich auch eine Möglichkeit, über das Webfrontend von Dropbox auf verschlüsselte Container zugreifen zu können?

  3. Das mit dem Ein und Aushängen ist leider äusserst nervig. An das aushängen denkt man immer erst wenn man den Rechner ausschaltet und dann ist es zu spät zum syncen.

  4. Leider gibt’s m. W. noch keine TrueCrypt-Version für Android.

  5. da kommt wiedermal ein kleines Problem auf für den normalen Durchschnitts dropbox Benutzer, der kein geek oder Bastler ist. für den ist ein solches Procedere einfach zu kompliziert. Extrem schade bietet Dropbox sowas nicht von haus aus an 🙁
    Aber die werden schon ihren Grund haben 🙂

  6. Hi

    mW ist es doch bei TrueCrypt so, dass die Prüfsumme des Containers sich nicht ändert. Auch nicht die Dateigröße (fix vorgegeben).

    Wie kann Dropbox nun also feststellen, dass etwas geändert wurde und dies dann auch syncen? Mir kommt das gerade etwas spanisch vor.

    VG
    Erik

  7. Ah, Walzen von einer Enigma, da hamse schon zu Gröfaz Zeiten mit verschlüsselt…

  8. Ich nutze Bestcrypt und habe die Container (gleiches Verfahren) auf einen speziellen 55 Watt PC gelegt und mit ISCSI via NAS den Space eingebunden. Damit kann ich Container öffnen, Freigaben auf diesen erstellen und von überall aus betanken, eben auch von außerhalb, sofern man das möchte.
    Den Clouddiensten – egal welchen – vertraue ich NULL. Meinetwegen ist truecrypt ohne Masterkey sicher – die Sicherheit meiner Daten auf „Vollständigkeit“ garantiert mir ohnehin keiner…denn seit Amazon wissen wir ja, was „sicher“ ist ^^

  9. „Ist der Container 100 MB groß und ihr schiebt 5 MB rein, dann werden auch nur 5 MB hochgeladen und abgeglichen.“

    Ist das sicher so?
    Das hat mich immer am meisten genervt.
    Kann mir das nicht vorstellen da es ja verschlüsselt ist, wie soll die DropBox dann die Datei „partiell“ updaten?

  10. Für alle die es gerne einfach mögen, einfach Dropbox + Boxcryptor installieren und gut ist! Beides gibt es auch für Android, somit habt ihr auch von unterwegs Zugriff auf eure verschlüsselten Dateien 😉

    Grüße

  11. Nutze pc, handy, notebook und tablet. Ab und zu wird ein Gerät auf den werkszustand/geplättet und da hab ich kein Bock jedesmal ne große Einzelne Datei runter zu ladrn. Ausserdem hab ich keinen offenen Einblick in die daten per webfrontend, wenn ich mal ne alte Version wiederherstellen möchte. Hinzu kommen noch diverse andere Kleinigkeiten die ein bequemes arbeiten unmöglich machen. Truecrypt? Nein danke.

  12. Frank!e aka Herr SoUndSo says:

    … 4. Linux- und Mac-Benutzer können encFS statt TrueCrypt nutzen. …
    4a. Windows-Benutzer können encfs4win nutzen.

    Warum soll ich für BoxCryptor ab 2GB zahlen wenn ich encfs4win für lau unbegrenzt nutzen kann?! Und die Nutzung ist nicht schwer. [http://d24m.de/2011/07/22/howto-encfs-unter-windows-installieren/].

    Somit kann meine Dropbox wachsen [+250MB +250MB +250MB …. =8GB bzw. 16GB] und ich muß nicht jedesmal mein Kontainer [siehe extcv] expandieren.

  13. Auch mit 7zip und WinRAR kann man sehr schön verschlüsselte Container erzeugen. Mit WinRAR kann man nach dem Erzeugen sogar mit Drag and Drop Dateien in das Archiv einfügen. Nur das vorher vergebene Paßwort wird dabei abgefragt. Wenn man mutig ist kann man sogar eine Paßwortverwaltung nutzen.
    Bei 7zip ist es etwas komplizierter. Man muß das Archiv mit dem Manager öffnen (doppelklick) und kann dann Dateien dort hineinziehen. Verschlüsselt sind die dann aber nicht. Dafür muß man über das + Symbol und einer weiteren eingabe eines Paßwortes gehen. Heißt wohl, daß man verschiedene PW in dem Archiv nutzen kann. Muß ich mal probieren.

  14. mich würde auch interessieren warum (Dropbox oder Truecrypt seitig ne Änderung?) man das mit der Timestamp Option in Truecrypt nicht mehr braucht… Weiß da jemand mehr dazu?

  15. Ja super, dann wächst und wächst der Container und ist eines Tages 500MB groß. Und dann änder ich ein beschissenes 5KB-Piss-File und der muss komplett die 500MB-Container wieder syncen? Als ob der da nur die geänderten Parts hochläd..?

    Hat da jemand das nötige Wissen zu?
    Diese geänderten 5KB verteilen sich ja über die gesamte Containergrüße, oder? Ist der Dropboxklient denn so schlau und synced wirklich nur die Änderungen..?
    Oder muss man sich einen Container wie einen Hashwert vorstellen.. das man ein Zeichen in einem String ändert und der komplette Hash dann anders ist?

    Danke für eure Antwort 😛

  16. Geht das auch bei Wuala?

  17. Für all jene die Container beim Systemstart via Truecrypt mounten und dann beim Runterfahren das Ausklinken vergessen folgender Tip:

    Besorgt Euch eine SYNC software die auch geöffnete Dateien via Volumme_Shadow Copy beherrscht. Da gibt es mittlerweile ne ganze Menge von. Dann die eigentliche Container Datei außerhalb der Dropbox anlegen und dann bei jedem Systemstart mitmounten. Das Sync Programm dann 1mal täglich (oder welcher andere Rythmus gewünscht ist) die Contaimerdatei in die Dropbox kopieren lassen.

    Leider habe ich noch keine Sync Software gefunden die lokales Delta Kopieren (so wie Dropbox, also nur die Änderungen kopieren) beherrscht, sprich das Sync-Programm kopiert da immer lustig die Gigabytes auf der Platte hin und her …

    Sollte Dropbox irgenwann auch in der Lage sein geöffnete Daten zu syncen kann man sich den ganzen Quatsch auch wieder sparen ….

  18. Dropbox unterstützt Delta Sync, deshalb werden (im Gegensatz zu den meisten vergleichbaren Diensten) nach einmaligem Upload der kompletten Containerdatei nur die Änderungen hochgeladen.

  19. Frank!e aka Herr SoUndSo says:

    @Franky ?!? Beitrag und Kommentare nicht gelesen? Auf was bezieht sich dein Kommentar eigentlich?

  20. Oder man verwendet gleich Wuala (http://wuala.com), da braucht man diese Kunstgriffe nicht… 🙂

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