Doxie Go: portabler Scanner für das mobile Büro

15. Februar 2014 Kategorie: Hardware, Mobile, geschrieben von:

Das papierlose Büro ist ja etwas, was ich seit Jahren praktiziere, beziehungsweise versuche zu praktizieren. Eigentlich ist es ja ganz einfach: man behält nur das, was man wirklich braucht und sortiert dieses in den Ordner nach Jahreszahlen ein – also richtiges Papier. In meinem Fall ist das gar nicht so viel, da ich fast alles nur noch digital behandle, soweit möglich.

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Diverse Dokumentenaufbewahrungssysteme habe ich getestet, bin dann aber irgendwann zu dem Entschluss gekommen: ich möchte nichts, was an ein Betriebssystem gebunden ist, da ich ja heute nicht weiss, was ich morgen nutze. Meistens ist es auch so, dass man Dokumente zwar digital vorhält, aber selten bis nie braucht.Ich gehe also den klassischen Weg des Einscannens und die gescannte Objekte landen auf der Festplatte. Stinknormale Ordner mit Jahreszahlen und Unterordnern wie Versicherung, Haus, Steuer, Rechnungen und Co. Das Ganze wird via OCR für mein System durchsuchbar gemacht und ich bin für meine Belange ziemlich happy damit. Ziemlich leicht zu realisierendes System, welches kaum Anforderungen an Soft- oder Hardware stellt. Zu Testzwecken habe ich hier mal zwei Dokumentenscanner getestet, einmal den Fujitsu ScanSnap S1100 und zum anderen den ScanSnap S1500M. Beides gute Geräte, der S1100 ein harter Arbeiter für viele Dokumente, der S1500M der portable Alltags-Helfer.

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Aus einer Aktion bei Stacksocial hatte ich mir nun zum Test den Doxie Go geschossen, knapp 189 Euro bei Amazon Deutschland, 149 Dollar in den USA, dazu noch 20 Euro Zoll. Wer mit dem Gerät liebäugelt, der kann auch bei eBay und Co schauen. Doxie ist schon eine Ecke auf dem Markt, der Go ist ein portabler Scanner für Zuhause und unterwegs. Mit Akku ausgestattet bringt er euch kabellos über die Runden, satte 450 Blatt scannt er in seinen internen Speicher, sodass ihr nicht zwingend einen Rechner benötigt.

Das Paket aus den USA bot alles, um das Gerät in Deutschland in den Betriebsmodi zu versetzen. Doxie Go, Reinigungs-Pin, Halter für Fotoscans, USB-Kabel und das Netzteil, welches zusätzlich auch den Eurostecker hatte. Die Einrichtung ist ein No-Brainer. Die Doxie Software verzichtet auf jeglichen Schnick Schnack, ist der Scanner angeschlossen, kann in diverse Formate importiert werden. PNG, JPG, PDF ohne und mit OCR-Erkennung. Das ist easy und schnell erlernt, Einzel-Scans lassen sich aufgrund des Einzeleinzuges natürlich auch in ein einziges PDF bringen.

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Aus der App heraus kann man noch in diverse Dienste wie Evernote, Dropbox und Co scannen, eigene Apps lassen sich in den Einstellungen hinzufügen. Der Scanner ist nichts für Menschen, die Hardcore-Auflösung verlangen, der Doxie Go kann per Knopfdruck 300 oder 600 DPI Leistung bringen – bis zu 8 Seiten zieht er pro Minute durch den Schlitten, hurtiges Nachlegen eurerseits vorausgesetzt.

Der Doxie Go versucht die digitale Grätsche zu machen, portables Arbeitstier mit Akku, der losgelöst vom Rechner funktioniert, aber er macht auch auf dem Schreibtisch einen schmalen Fuß. Ich denke, man muss schon diesen portablen Anspruch haben, ansonsten ist die Geldausgabe sinnlos, denn dafür bekommt man Scanner, ja sogar All in One-Geräte, die eine bessere Scan-Leistung bieten.

Sieht man den Zweck im Doxie Go, dann hat man einen leichten und portablen Gehilfen auch für unterwegs und losgelöst vom Rechner. Interessant zu wissen: ein rückseitig angesteckter USB-Stick wird direkt verwendet, um Scans aufzunehmen, ebenfalls eine SD-Karten, denn auch hier ist ein Slot im Doxie Go vorhanden.

Tipp: nutzt man wie ich die hier vorgestellte Eye-Fi Mobi-Card, dann kann direkt und ohne Kabel auf Rechner oder Mobilgeräte gescannt werden, die Übertragung findet dann im WLAN der SD-Karte statt. Ich habe euch einmal testweise ein gescanntes Foto und einen vergrößerten Auszug eines Text-Scans hochgeladen, sodass ihr euch ein Bild über das Schriftbild machen könnt.

Fazit: wer den Anwendungszweck hat und einen portablen, Akku-angetriebenen Scanner sucht, der losgelöst vom PC funktioniert, der findet im Doxie Go einen interessanten Begleiter. Wer allerdings viel und Duplex scannt, der ist woanders besser aufgehoben. In Ermangelung an eigener Erfahrung kann ich euch nichts zu den ähnlichen Geräten erzählen, die zum Beispiel Pearl für um 80 Euro verkauft.


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