Doo: Dokumentenverwaltung aus Deutschand

16. Juni 2012 Kategorie: Android, Apple, iOS, Mobile, Windows, geschrieben von: caschy

Aus Bonn kommt die Dokumentenverwaltung Doo. Bereits vor Monaten informierte man mich über das Projekt, gestern war es dann soweit, man enthüllte nicht nur Doo nebst Software, sondern gab auch bekannt, dass mat 10 Millionen Dollar eingesammelt hatte: “Nach einem Jahr konzentrierter Arbeit startet doo endlich in die Open-Beta Phase für die OS X und Metro Apps. Gleichzeitig geben wir hiermit auch unsere kürzlich abgeschlossene Series-A Finanzierung bekannt, die das Investment in doo.net auf insgesamt $US 10 Millionen erhöht.

Doo ist das “Kind” von Frank Thelen und in der Mail erklärt er, wie alles dazu kam: “Es begann alles mit lästigen Situationen in meinem privaten und geschäftlichen Leben: täglich habe ich mich mit Quittungen, Verträgen und Rechnungen herumgeschlagen, die überall auf meinem Schreibtisch bzw. auf meiner Festplatte herumflogen. Ich habe viel zu viel Zeit damit verschwendet, diese  zu suchen, zu sortieren und zu archivieren – nicht selten sind mir Dokumente auch einfach verloren gegangen. Ich denke bereits seit Jahren über das richtige Produkt zur Lösung dieses Problems nach.”

Ich selber kenne die Problematik ja auch, bin irgendwann dazu übergegangen, alles wacker mit einem Dokumentenscanner zu scannen und zu Evernote zu schicken. Professionelle Software für Dokumentenverwaltung gibt es ja ein paar, ich selber fahre für meine persönlichen Zwecke relativ gut mit der auf mich von mir angepassten Lösung. Aber gerne habe ich mir Doo angeschaut, welches momentan nur für Mac OS X zu haben ist. Die Windows 8-App (auch für die Metro UI) ist noch in Mache und auch die mobilen Apps fehlen.

So konnte ich erst einmal nur die Mac-Version testen. Der Spaß kostet für das große Volumen Geld, der normale Benutzer findet kostenlos Space bis 1 GB vor und die Möglichkeit, bis zu 2000 Dokumente zu organisieren. Ja, man kann den Spaß online bei Doo speichern und so Zugriff von allen Geräten auf die eigenen Dokumente haben, muss man aber nicht, Doo verfügt auch über den Offline-Modus, dann ist nur lokales Arbeiten möglich, ein Konto benötigt man auch nicht.

Die Oberfläche ist schick, Dokumente lassen sich verschlagworten und anhand vieler, vieler Merkmale wiederfinden. Online-Nutzer können zudem mit anderen gemeinsam arbeiten. Die Online-Funktion schien gestern Abend bei meinem Test gehakelt zu haben: ein von mir angelegtes Konto war heute morgen einfach weg, zudem hagelte es gestern Abend Server-Fehler. Dies lag sicherlich an der hohen Frequenz der Aufrufe, Doo wurde weltweit in vielen Blogs vorgestellt.

So ganz ehrlich mein Fazit? Die Software sieht klasse aus und funktioniert. Allerdings darf ich für meinen Teil sagen, dass ich keine eigenständige Dokumentenverwaltung für mein Leben brauche. Ich bin mit unter 300 Dokumenten auf meiner Festplatte unterwegs, ehemaliges Papier wurde in digitale Ziffern verwandelt und ich bewahre nur absolut wichtiges auf.

Wer sich Zeit lässt und es einmal richtig angehen lässt, der kann sich sowohl lokal, als auch bei Google Docs und Co seine eigene Verwaltung finden. Für viele wird Doo und die ganzen Mitbewerber passen, für mich ist es einfach zu groß, zu mächtig. Schade, dass man zum Start nur Mac OS X-Software auf den Markt gelassen hat – zu einem solchen Marktstart gehört für mich das Vorhandensein der relevanten Desktop- sowie Mobile-Versionen. Dies hat man leider verpasst.


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Über den Autor: caschy

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